Landung in Payerne: Starke Winde verinderten Starts
Landung in Payerne: Starke Winde verinderten Starts (Bild: Laurent Kaeser/Solar Impulse)

Solar Impulse Solarflugzeug kehrt in die Schweiz zurück

Begleitet von Alphörnern und Kuhglocken ist Bertrand Piccard am Dienstag auf dem Flughafen Payerne in der Schweiz gelandet. Das Solarflugzeug Solar Impulse hat damit seinen ersten Flug auf einen anderen Kontinent erfolgreich beendet.

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Das mit Solarenergie angetriebene Flugzeug Solar Impulse HB-SIA ist von seinem Ausflug nach Nordafrika zurück: Am 24. Juli 2012 hat Bertrand Piccard das Flugzeug von Toulouse zurück zum Heimatflughafen in Payerne im Schweizer Kanton Waadt gesteuert.

Begrüßt von Kuhglocken und Alphörnern landete Piccard um 20:20 Uhr in Payerne. Für die 615 Kilometer lange Strecke von Toulouse brauchte der Solar-Impulse-Gründer 13 Stunden und 29 Minuten.

Wetterwendisch

Zwei Monate war das Solarflugzeug unterwegs. In mehreren Etappen flogen Piccard und André Borschberg von der Schweiz nach Marokko und wieder zurück: Von Payerne ging es über Madrid nach Rabat und von dort nach Ouarzazate. Auf dem Rückweg legte das Flugzeug noch einen Zwischenstopp mehr ein: Die letzte Etappe von Madrid nach Hause wurde unterbrochen, weil das Wetter in der vergangenen Woche nicht mitspielte: Statt nach Payerne flog Piccard am 17. Juli nur nach Toulouse, wo ihn starke Winde über dem Jura eine Woche länger als geplant festhielten.

  • Begrüßungsständchen: Alphörner und Kuhglocken untermalten Bertrand Piccards Landung in Payerne. (Foto: Solar Impulse/Jean Revillard)
  • Die beiden Gründer von Solar Impulse: Bertrand Piccard (links) und André Borschberg  (Foto: Solar Impulse/Jean Revillard)
  • Der Ausflug nach Marokko gilt als Generalprobe für die Weltumrundung, die für 2014 geplant ist. (Foto: Laurent Kaeser/Solar Impulse)
Begrüßungsständchen: Alphörner und Kuhglocken untermalten Bertrand Piccards Landung in Payerne. (Foto: Solar Impulse/Jean Revillard)

Immer wieder hatte das Wetter den Flugplan durcheinander gebracht. Mehrfach verhinderten zu starke Winde den Start des Leichtflugzeugs, das trotz seiner Größe nur 1,6 Tonnen wiegt. Am schlimmsten traf es Borschberg Mitte Juni: Er musste den Flug nach Ouarzazate abbrechen und nach Rabat zurückkehren. Der Gegenwind war so stark, dass das Flugzeug nicht dagegen angekommen war.

Einladung zum Solarkraftwerk

Solar Impulse war auf Einladung der marokkanischen Agentur für Solarenergie (Moroccan Agency for Solar Energy, Masen) nach Nordafrika geflogen. Anlass für den ersten Besuch auf einem anderen Kontinent war der Beginn des Baus eines Solarthermie-Kraftwerks bei Ouarzazate.

Borschberg und Piccard planen, 2014 mit dem größeren Solarflugzeug Solar Impulse HB-SIB rund um die Welt zu fliegen. Den Flug nach Marokko hat Solar Impulse vorab als Generalprobe für die Weltumrundung bezeichnet. "Es war ein außergewöhnliches Abenteuer, nicht nur weil wir mit diesem Flugzeug das erreicht haben, wofür es ursprünglich entwickelt wurde - zu beweisen, dass man tags und nachts mit reiner Solarenergie fliegen kann -, sondern auch das Team eng zusammengewachsen ist und immer an das Projekt und seine Fähigkeit, dies möglich zu machen, geglaubt hat", resümierte Borschberg.


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