Solar Impulse Solarflugzeug fliegt nach Dallas

Das Solarflugzeug Solar Impulse ist zu seinem bisher längsten Flug gestartet: Es geht über 1.300 Kilometer weit von Arizona nach Texas.

Anzeige

Das Solarflugzeug Solar Impulse HB-SIA ist zur zweiten Etappe der Durchquerung der USA gestartet. Von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona geht es nach Dallas in Texas. Am Steuerknüppel sitzt André Borschberg.

Borschberg ist um 4:47 Uhr Ortszeit (13:47 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, MESZ) auf dem Sky Harbor International Airport in Phoenix gestartet. Von dort geht es zunächst ostwärts Richtung Roswell im US-Bundesstaat New Mexico und von dort weiter nach Abilene. Gegen 14:30 Uhr Ortszeit (21:30 Uhr MESZ) wird das Flugzeug bei Hobbs die Staatsgrenze zu Texas überqueren. Der Flug kann live im Internet verfolgt werden.

Über 1.300 Kilometer

Verläuft alles nach Plan, wird Borschberg am 23. Mai gegen 1 Uhr Ortszeit (8 Uhr MESZ) auf dem Fort Worth International Airport in Dallas landen - und damit einen neuen Langstreckenrekord für einen Solarflieger aufstellen: 1.337 Kilometer ist die Etappe lang. Die bisherige längste Strecke, die ein Solarflugzeug geflogen ist, betrug 1.203 Kilometer.

  • Kurz nach dem Start zu Etappe 1: Solar Impulse... (Foto: Merz/Solar Impulse)
  • ... überfliegt am 3. Mai 2013 die San Francisco Bay. (Foto: Merz/Solar Impulse)
  • Blick aus dem Cockpit des mit Sonnenenergie angetriebenen Flugzeugs. (Foto: Solar Impulse)
  • Fast geschafft: Landeanflug in Phoenix am 4. Mai 2013 gegen 0:30 Uhr Ortszeit (Foto: Merz/Solar Impulse)
  • Yeeha: Pilot Bertrand Piccard ist nach über 18 Stunden am Steuerknüppel gelandet. (Foto: Merz/Solar Impulse)
  • Across America: die Reiseroute für das Solarflugzeug (Grafik: Solar Impulse)
Kurz nach dem Start zu Etappe 1: Solar Impulse... (Foto: Merz/Solar Impulse)

Am Rekordhalter wird sich nichts ändern: Es ist ebenfalls das Solarflugzeug aus der Schweiz. Aufgestellt wurde er am 3. Mai 2013, ebenfalls bei Across America, der Durchquerung der USA mit Solar Impulse, als Bertrand Piccard vom Flugplatz Moffett bei San Francisco nach Phoenix flog. Der nächste Flug ist für Ende Mai oder Anfang Juni geplant: Piccard wird dann von Dallas aus nach St. Louis in Missouri fliegen. Wer Mitte Juni die vorletzte Etappe in die Hauptstadt Washington absolviert, ist noch nicht klar. Der krönende Abschluss ist wahrscheinlich Borschberg vorbehalten: Er wird - voraussichtlich Anfang Juli - Solar Impulse nach New York steuern.

Groß und leicht

Solar Impulse HB-SIA ist knapp 22 Meter lang und hat eine Spannweite von über 63 Metern - was in etwa der Spannweite eines Airbus A340 entspricht. Dabei wiegt das Flugzeug nur 1,6 Tonnen. Angetrieben wird es von vier Elektromotoren, die mit Solarenergie gespeist werden. Die Sonnenkollektoren sind auf der Oberseite der Tragflächen angebracht.

Vier Propeller treiben das Flugzeug an, jeder der Motoren hat eine Spitzenleistung von 7,4 Kilowatt (10 PS). Damit das Flugzeug auch bei Dunkelheit fliegen kann - die Landung ist nach Mitternacht geplant -, befinden sich in den Motorgondeln noch Lithium-Polymer-Akkus, die tagsüber geladen werden und nach Sonnenuntergang Strom für die Motoren liefern. Eine weitere Möglichkeit, Energie zu speichern, ist die Steighöhe: Der Pilot schraubt sich bei Sonnenschein bis auf eine Höhe von rund 8.200 Metern und sinkt bei Dunkelheit wieder.

Mit Sonnenenergie um die Welt

Das Flugzeug ist ein Prototyp, der in erster Linie Testzwecken dient: Piccard und Borschberg wollen mit einem größeren Solarflugzeug, Solar Impulse HB-SIB, rund um die Welt fliegen. Solar Impulse HB-SIB ist derzeit im Bau. Dabei sind allerdings Probleme aufgetreten, die die Fertigstellung und damit auch die Weltumrundung verzögern. Die kann erst 2015 stattfinden, ein Jahr später als geplant.

Um die Wartezeit zu überbrücken, hat Solar Impulse die Idee entwickelt, mit Solarkraft von der Westküste der USA an die Ostküste zu fliegen. Dazu wurde HB-SIA im vergangenen Winter demontiert und über den Atlantik transportiert. Die Initiatoren Piccard und Borschberg wollen Across America zudem dazu nutzen, Geld für die solare Weltumrundung zu sammeln. Derzeit fehlten noch 30 Millionen Schweizer Franken, sagte Piccard kürzlich im Gespräch mit Golem.de.


BadBigBen 23. Mai 2013

Ja so lieben wir die Trolle... Keine Ahnung von dem was man sagt aber hauptsächlich was...

doctorseus 22. Mai 2013

Hab ich auch erst auf den 2. Blick erkannt :D

Kommentieren



Anzeige

  1. Referent (m/w) Lernmanagementsysteme mit Schwerpunkt IT-Fachkonzeption
    Gothaer Finanzholding AG, Köln
  2. Systemtechniker/-in im Network Management Center
    M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Informatiker/in
    Lechwerke AG, Augsburg
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel