Social Protection: McAfee sichert Facebook-Bilder mit virtuellem "Kondom"
Bilder sind in der Zwischenablage nicht mehr vernünftig erkennbar. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Social Protection McAfee sichert Facebook-Bilder mit virtuellem "Kondom"

IDF

Die schon länger zu Intel gehörenden Sicherheitsspezialisten von McAfee haben die Social-Protection-App für Facebook präsentiert. Damit lassen sich Fotos, aber nicht Videos vor anderen schützen.

Anzeige

McAfees Social Protection schützt Bilder in sozialen Netzwerken. Auf dem IDF hat die Intel-Tochter die Betaversion der Facebook-App gezeigt, die effektiv ein unautorisiertes Kopieren von Bildern durch den Freundeskreis verhindern soll. Sie ist laut Intel das "Condom for your digital life".

  • Ein Facebook-Bild aus der Zwischenablage
  • McAfee Social Protection
  • McAfee Social Protection
Ein Facebook-Bild aus der Zwischenablage

Dass die Medieninhalte in sozialen Netzwerken kaum geschützt sind, ist vielen Nutzern nicht bewusst. Über das Teilen können ohne weiteres Freunde Fotos weiterverteilen, die eigentlich nur für den engen Freundeskreis bestimmt sind. McAfees Social Protection soll das verhindern, denn selbst vermeintlich geschützte Bilder, bei denen ein Downloadlink fehlt, lassen sich in der Regel problemlos herunterladen und dann weiterverteilen.

Videos werden nicht geschützt

Auch der Aufwand des Speicherns eines Videos ist recht gering, solange der Nutzer die Dateistruktur in seinem Rechner kennt oder Plugins installiert, die direkt einen Download anbieten. Einige Anwender, die von der Flash-Anzeige auf HTML 5 wechseln, bekommen bei einigen Methoden auch gleich eine Downloadfunktion. McAfee kann aber derzeit nur Bilder schützen.

Um sich die Bilder überhaupt anzuschauen, müssen sich aber nicht nur die Besitzer der Bilder, sondern auch die Zuschauer Social Protection via Facebook installieren. Außerdem ist ein aktives Windows Aero zwingende Voraussetzung. Damit fällt auch erst einmal Windows 8 weg, das kein Aero mehr bietet. Ohne das Plugin gibt es nur ein unkenntlich gemachtes Bild samt einem McAfee-Schild-Symbol.

Nach der Installation sorgt das Plugin dafür, dass die Bilder tatsächlich nur angeschaut werden können, so verspricht es Intel. Wer ein Bild in die Zwischenablage kopiert, bekommt durch das Facebook-Plugin nur das bereits ohne Plugin sichtbare, aber unkenntlich gemachte Bild. Zudem können Freunde von Freunden die Bilder grundsätzlich nicht sehen. Auch das Anfertigen eines Screenshots sollte nicht klappen.

Intel will, dass die Nutzer ihre Bilder zwar teilen, dies aber sicher. Einen hundertprozentigen Schutz bietet auch McAfees Social Protection nicht. Die Schwierigkeit und der Aufwand, Bilder zu kopieren, steigen aber. Im Zweifelsfall macht der Nutzer, der unbedingt ein peinliches Bild weiterverbreiten will, einfach ein Foto des Fotos mit seiner Kamera.

Die eingeschränkte Betaversion von McAfee Social Protection befindet sich im Appstore von Facebook. Derzeit funktioniert Social Protection nur mit dem Internet Explorer 8+ oder Firefox 8+ unter Windows 7. Windows-8-Nutzer bekommen eine Warnung zu sehen. Wer mit Opera versucht, die Webseite aufzurufen, landet in einer Endlosschleife. Für andere soziale Netzwerke gibt es die App noch nicht. Wir gehen auch davon aus, dass mobile Anwendungen die Bilder nicht sehen können.

Weitere Informationen gibt es in der FAQ von Social Protection.


SaSi 14. Sep 2012

ne software die menschliche logik abwägt... entweder man ist sich seiner handlungen...

thepjerre 13. Sep 2012

Diese Methodik war auch schon 2002 bei Web-Entwicklern bekannt, nur eben ohne App :-D Es...

Trollster 13. Sep 2012

Wer sich etwas mit Computern auskennt, der hat das Ding beim Lesen des Artikels schon...

Mwex 13. Sep 2012

Sehen können die Bilder also nur "Freunde", die sich ebenfalls das McAfee-Kondom gekauft...

fratze123 13. Sep 2012

wirkungsvoller wird das teil davon auch nicht.

Kommentieren



Anzeige

  1. Sachbearbeiter/in IT-Anwenderservice
    LeasePlan Deutschland GmbH, Neuss
  2. IT-Architektur Enterprise Architecture Management
    Daimler AG, Stuttgart
  3. IT-Senior Analyst SAP Support (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  4. Softwareentwickler Host (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, Wilhelmshaven

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. VESA-Standard

    Displayport 1.3 A/V für 5K-Displays ist fertig

  2. Panasonic

    Lumix GM5 ist ein Systemkamera-Winzling

  3. Panasonic CM1

    Android-Smartphone mit 1 Zoll großem Bildsensor

  4. Canon

    EOS 7D Mark II - die DSLR für Action-Aufnahmen

  5. Webtorrent

    Bittorrent im Browser dank WebRTC

  6. Bayern

    Datenschutzbeauftragter mahnt mangelnde Verschlüsselung an

  7. Medion Akoya P2214T

    2in1 mit FullHD und Atom-Celeron bei Aldi-Nord

  8. Panasonic LX100

    4K-Konkurrenz für die Sony RX100

  9. Überwachung in Neuseeland

    Snowden und Assange unterstützen Dotcom im Wahlkampf

  10. Minecraft

    Microsoft kauft Mojang



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Typ C: Neuer USB-Stecker mit Klick und USB 3.1 ausprobiert
Typ C
Neuer USB-Stecker mit Klick und USB 3.1 ausprobiert
  1. HD Graphics 5300 Broadwell-GPU mit 24 oder 48 EUs, sparsamer und schneller
  2. NUC und Co. Intel will die Mini-PCs halbieren
  3. IMHO USB Typ C lieber heute als morgen

NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen
NFC
Apple Pay könnte sich auszahlen
  1. Visa Europe Verhandlungen für Apple Pay in Europa laufen
  2. Apple Smartwatch soll eigenen App Store bekommen
  3. Apple Digitale Geldbörse in iPhone 6 macht offenbar Fortschritte

Smartphone-Diebstahl: Sicher ist nur, wer schnell reagiert
Smartphone-Diebstahl
Sicher ist nur, wer schnell reagiert
  1. Android-Versionen Kitkat verbreitet sich langsamer als Jelly Bean
  2. Googles VoIP-Dienst Kostenlos telefonieren mit Hangouts für Android und iOS
  3. Android Wear Google will die Smartwatch klüger machen

    •  / 
    Zum Artikel