Abo
  • Services:
Anzeige
Screenshot eines Fake-Videos von Internetbetrügern
Screenshot eines Fake-Videos von Internetbetrügern (Bild: Mimikama.at)

Social Hacking und Facebook: Der Mensch ist die Schwachstelle

Angebliche H&M-Gutscheine oder Fake-Videos auf Facebook: Cyberkriminelle bedienen sich immer neuer Methoden, um an persönliche Daten zu gelangen - oft erfolgreich. Denn beim Social Engineering bleibt die größte Schwachstelle der Nutzer selbst.

Anzeige

Schockvideo auf Facebook: "Chinese man killed his wife and roasted her on fire." Tausende Male geteilt und geliked. Hinter solchen Meldungen stecken oft Cyberkriminelle. Sie nutzen die Sensationsgier von Facebook-Mitgliedern, um an deren persönliche Daten zu gelangen. Social Engineering heißt das - die Preisgabe von vertraulichen Informationen durch gezielte Beeinflussung. In dem Fall helfen keine Firewalls und Antivirenprogramme, denn der Mensch ist die größte Schwachstelle.

Schon Sicherheitsexpertin Sharon Conheady sagte 2011, dass Cyberkriminelle statt Mülltonnen heute soziale Netzwerke nach Informationen über ihre Opfer durchsuchten. Conheady bezog sich auf die Mitarbeiter von Unternehmen, die ausspioniert wurden. So wie in dem bekannten Fall des US-IT-Experten Thomas Ryan, der mit einer erdachten Figur Kontakt zu Wirtschaftsfunktionären suchte, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Heute jedoch werden immer mehr private Nutzer zum Ziel solcher Angriffe.

Schadsoftware statt Warengutschein

Die Website Mimikama.at warnt regelmäßig vor Statusbeiträgen, in denen Nutzer zum Teilen aufgefordert werden, um am Ende auf einer Gewinnspielseite zu landen. "Ist man dann da, wird man um einen Gutscheindownload gebeten", sagte Sicherheitsexpertin Hanne Asmussen auf der Re:publica 2014. "Dort kann sich Schadsoftware verbergen, die sich dann im Hintergrund ohne Wissen des Nutzers auf dem Rechner installiert und dort Daten herausfischt."

Laut Asmussen durchläuft das Social-Engineering-Prinzip mehrere Schritte: Der erste sei die Informationsbeschaffung über das Opfer. Die sozialen Netzwerke lieferten dafür wichtige Informationen über Geschäftsbeziehungen oder Freundschaften. Ein weiterer Schritt sei der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung. "Dafür ist es wichtig, ein möglichst authentisches Szenario zu entwickeln, damit mir die Leute meine Geschichte abkaufen."

So wie bei dem H&M-Gutschein, den der Facebook-Nutzer angeblich erhält, wenn er auf den Statusbeitrag klickt. Laut Asmussen wird hier "die Identität eines bekannten und vertrauenswürdigen Unternehmens genutzt, um an die Daten der Facebook-Nutzer zu gelangen". Die müssen nämlich im nächsten Schritt auf einer Website ihre E-Mail-Adresse eintragen und den Beitrag weiterleiten. "Wenn das passiert, sind bereits zwei potenzielle Ziele der Angreifer erfüllt", sagt Asmussen: die Datensammlung und die virale Verbreitung des Hoaxes.

Die Schwachstelle Mensch kann sich nur selbst schließen

Wie kann sich der Nutzer schützen? Technischer Schutz wie Antivirensoftware bleibe nach wie vor wichtig, ebenso wie das regelmäßige Ändern von Passwörtern, sagt Asmussen. Noch wichtiger sei aber der Schutz vor falschem Verhalten. "Denn dadurch, dass ich mich richtig verhalte, kann ich selbst auch Schutz ausüben." Misstrauen gegenüber E-Mails oder merkwürdigen Statusbeiträgen bei Facebook gehörten dazu. Und wenn man sich nicht sicher sei, gebe es Webseiten wie Mimikama. Dort werde über Statusbeiträge bei Facebook und über Phishing-Mails informiert. Letztlich hänge es also von jedem Einzelnen ab, wie sicher die eigenen Daten seien, so Asmussen.


eye home zur Startseite
TheUnichi 08. Mai 2014

Der Grund ist, dass die Konkurrenz es auch tut. Irgend einer deiner Konkurrenten tut es...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  2. Home Shopping Europe GmbH, Ismaning Raum München
  3. T-Systems on site services GmbH, München, Gaimersheim
  4. Detecon International GmbH, Köln, Frankfurt am Main, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 349,99€
  2. 48,00€ inkl. Versand

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft
  2. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM
  3. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen


  1. Honor 8

    Dual-Kamera-Smartphone kostet ab 400 Euro in Deutschland

  2. Eigengebote

    BGH verurteilt Preistreiber zu hohem Schadenersatz

  3. IDE

    Kdevelop 5.0 nutzt Clang für Sprachunterstützung

  4. Hybridluftschiff

    Airlander 10 landet auf der Nase

  5. Verschlüsselung

    Regierung will nun doch keine Backdoors

  6. Gesichtserkennung

    Wir fälschen dein Gesicht mit VR

  7. Yoga Tab 3 Plus

    Händler enthüllt Lenovos neues Yoga-Tablet

  8. Mobile Werbung

    Google straft Webseiten mit Popups ab

  9. Leap Motion

    Early-Access-Beta der Interaktions-Engine für VR

  10. Princeton Piton

    Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
8K- und VR-Bilder in Rio 2016: Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
8K- und VR-Bilder in Rio 2016
Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
  1. 400 MBit/s Telefónica und Huawei starten erstes deutsches 4.5G-Netz
  2. Medienanstalten Analoge TV-Verbreitung bindet hohe Netzkapazitäten
  3. Mehr Programme Vodafone Kabel muss Preise für HD-Einspeisung senken

Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  2. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen
  3. Cyborg Ein Roboter mit Herz

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

  1. Re: Das wird Konsequenzen haben

    crazypsycho | 23:19

  2. Re: Legal?

    gigman | 23:15

  3. Re: Kaputte Welt.

    DetlevCM | 23:02

  4. Re: Beschleunigung ist aber auch das einzige...

    stiGGG | 22:54

  5. Re: Tesla, Tesla, Tesla....

    stiGGG | 22:45


  1. 19:21

  2. 17:12

  3. 16:44

  4. 16:36

  5. 15:35

  6. 15:03

  7. 14:22

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel