Abo
  • Services:
Anzeige
Demonstrant gegen NSA in Frankfurt am Main
Demonstrant gegen NSA in Frankfurt am Main (Bild: Kai Pfaffenbach/Reuters)

Verschlüsselungsstandards gezielt geschwächt

Anzeige

Die NSA ging aber noch einen Schritt weiter: Sie nutzt ihren Einfluss als einer der erfahrensten Code-Entwickler, um Schwachstellen in Verschlüsselungsstandards, die weltweit eingesetzt werden, zu integrieren. Ganz besonders stark habe sich die NSA den Themen SSL, VPNs und 4G-Mobilfunknetze gewidmet.

Der britische Geheimdienst GCHQ beschrieb das Vorgehen in einem Memo aus dem Jahre 2010 wie folgt: "Die NSA hat im letzten Jahrzehnt eine aggressive, mehrgleisige Strategie verfolgt, um im Internet weit verbreitete Verschlüsselungstechnologien zu knacken". Die britischen Geheimdienstmitarbeiter, die oft mit der NSA zusammenarbeiten, seien "baff" gewesen, als sie über das Programm informiert wurden.

Und die Anstrengungen der NSA gehen weiter, wie aus einem Budgetantrag des Koordinators der US-Geheimdienste, James Clapper, für dieses Jahr hervorgeht.

Aus einem der Dokumente geht laut New York Times hervor, dass der britische GCHQ mindestens seit drei Jahren versucht, Einblick in den Traffic großer Internetunternehmen, namentlich Google, Yahoo, Facebook und Microsofts Hotmail, zu erhalten. Im Jahr 2012 habe der GCHQ dann einen neuen Weg gefunden.

Unter dem Namen "Edgehill" habe der GCHQ versucht, den Internetverkehr von drei großen, nicht genannten Internetunternehmen und 30 unterschiedlichen VPN-Typen zu entschlüsseln. Bis 2015 will der GCHQ den Dokumenten zufolge in der Lage sein, den Traffic von 15 großen Internetunternehmen und 300 VPNs zu knacken. In einem weiteren Programm unter dem Namen "Cheesy Name" geht es darum, Zertifikate zu identifizieren, die sich mit den Supercomputern des GCHQ knacken lassen.

Geheimdienste wollten Veröffentlichung verhindern

Im Vorfeld der Veröffentlichung hätten Geheimdienstmitarbeiter die New York Times, den Guardian und ProPublica aufgefordert, ihre Artikel nicht zu veröffentlichen. Sie fürchten, dass einige der Abgehörten im Ausland darauf reagieren und auf andere Verschlüsselungssysteme wechseln könnten, was der NSA die Arbeit erschweren würde. In Reaktion darauf seien einige Details aus den Artikeln entfernt, diese aber dennoch veröffentlicht worden, da sie ein wichtiger Beitrag für die öffentliche Diskussion seien. Aus den Unterlagen gehe auch hervor, dass sich die NSA mit einigen Verschlüsselungssystemen noch schwertut.

 Snowden-Enthüllungen: NSA kann Internet-Verschlüsselung knacken

eye home zur Startseite
hardwerker 28. Nov 2013

ja, genau so: Du übergibst deinem Kommunikationspartner einen Stick mit 8GB Schlüssel. Da...

EveDistelmeyer 20. Sep 2013

Was bringts, wenn die Geheimdienste Firmen und Entwickler kaufen die dann Hintertüren in...

BLi8819 17. Sep 2013

In den Beispiel ging es um Kleidung. Ich wüsste nicht, wie mir beim Austausch des...

Nolan ra Sinjaria 10. Sep 2013

Vermutlich zahlt die NSA ganz gut

Nolan ra Sinjaria 09. Sep 2013

Hmmm ich stell mir grad vor, dass er alles auf einmal raushaut: Putin "hast du jetzt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Berlin
  2. Daimler AG, Stuttgart
  3. Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald
  4. Vodafone GmbH, Düsseldorf


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 69,99€
  2. 6,99€
  3. 5,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Sicherheitsrisiken bei der Dateifreigabe & -Synchronisation
  2. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Raumfahrt

    Chang'e 5 fliegt zum Mond und wieder zurück

  2. Android 7.0

    Sony stoppt Nougat-Update für bestimmte Xperia-Geräte

  3. Dark Souls 3 The Ringed City

    Mit gigantischem Drachenschild ans Ende der Welt

  4. HTTPS

    Weiterhin rund 200.000 Systeme für Heartbleed anfällig

  5. Verkehrsexperten

    Smartphone-Nutzung am Steuer soll strenger geahndet werden

  6. Oracle

    Java entzieht MD5 und SHA-1 das Vertrauen

  7. Internetzensur

    China macht VPN genehmigungspflichtig

  8. Hawkeye

    ZTE will bei mediokrem Community-Smartphone nachbessern

  9. Valve

    Steam erhält Funktion, um Spiele zu verschieben

  10. Anet A6 im Test

    Wenn ein 3D-Drucker so viel wie seine Teile kostet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Halo Wars 2 angespielt: Mit dem Warthog an die Strategiespielfront
Halo Wars 2 angespielt
Mit dem Warthog an die Strategiespielfront

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
  1. Online-Einkauf Amazon startet virtuelle Dash-Buttons

Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. US-Präsident Zuck it, Trump!
  2. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  3. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so

  1. Re: Selten so einen schlechten Artikel bei Golem...

    blaub4r | 01:26

  2. Re: Zu schwer? Kontrollierte Beschleunigung würde...

    nachgefragt | 01:18

  3. Gilt wohl nur für offizielles LOS

    Wortschütze | 01:15

  4. Re: Bildzeitungsnivea

    Pjörn | 00:59

  5. Re: Wie soll man dann geschäftlich nach China reisen?

    Ipa | 00:34


  1. 18:19

  2. 17:28

  3. 17:07

  4. 16:55

  5. 16:49

  6. 16:15

  7. 15:52

  8. 15:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel