Smartwatch Pebble kommt - erster Eindruck von der CES

Am 23. Januar 2013 soll die verspätete Smartwatch Pebble endlich ausgeliefert werden. Golem.de konnte sich in Las Vegas einen ersten Eindruck von ihr verschaffen.

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Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2013 in Las Vegas hat der Hersteller Pebble Technology wie erwartet ein Lieferdatum für seine Smartwatch Pebble genannt: Am 23. Januar 2013 ist es so weit. Ab dann werden Stück für Stück diejenigen Kunden beliefert, die die Produktion der smarten Uhr über das Crowdfunding-Portal Kickstarter finanziert haben. Wer über die Pebble-Website getpebble.com vorbestellt hat, muss sich noch etwas länger gedulden.

Auf der CES hatte das Pebble-Team auch einige seiner Smartwatches dabei. Golem.de konnte sich eines der Geräte anschauen und war recht angetan. Pebble lässt sich sowohl mit iPhones als auch mit Android-Smartphones über Bluetooth 2.1 verbinden - ein späteres Softwareupdate soll auch Bluetooth 4.0 nachrüsten.

Erster Eindruck

Zwar mag nicht jeder ein Plastikarmband, das von Pebble schmiegt sich aber gut an und auch die Uhr selbst kratzt nicht auf der Haut. Beim Tragen fällt die Bedienung der als Smartphone-Begleitung ausgelegten Uhr recht leicht - besser, als wenn der Nutzer sie in zwei Händen hält. Die vier mechanischen Knöpfe am Gehäuse der Uhr wirken recht groß und fühlen sich nicht sehr hochwertig an.

Das von Sharp gebaute, LCD-basierte E-Paper-Display mit seinen 144 x 168 Pixeln ist äußerst gut lesbar - im hellen Sonnenschein wie im Schatten und durch seine zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung auch im Dunkeln. Das Lesen von langen SMS oder kompletten E-Mails dürfte zwar auf dem kleinen Display anstrengend werden, aber für echte Kurznachrichten ist es ausreichend dimensioniert. Ein Vibrationsmotor informiert, wenn eine Nachricht eingetroffen ist.

Die virtuellen Ziffernblätter auf dem Display sind teils praktisch, teils verspielt. Mit der Binäranzeige der Uhrzeit wird wohl nicht jeder etwas anfangen können, aber die auch selbst erstellbaren Ziffernblätter ermöglichen es, die Darstellung stark zu individualisieren.

Mehr Sensoren

Nicht immer müssen Knöpfe gedrückt werden, um Pebble zu steuern: Um die Displaybeleuchtung einzuschalten, reicht es aus, kurz das Handgelenk ruckartig zu drehen oder darauf zu klopfen. Erkannt wird das durch den integrierten Beschleunigungssensor. Der erkennt Bewegungen in drei Achsen und wird auch für weitere Anwendungen genutzt, etwa im Sportbereich.

  • Pebble Smartwatch - die fünf angebotenen Farben (Bild: Pebble Technology)
  • Pebble Smartwatch - wasserdicht (Bild: Pebble Technology)
  • Pebble Smartwatch - magnetisches Ladekabel (Bild: Pebble Technology)
  • Pebble Smartwatch - das transparente Gehäuse gibt es nicht zu kaufen. (Bild: Pebble Technology)
Pebble Smartwatch - die fünf angebotenen Farben (Bild: Pebble Technology)

Ein bisher nicht erwähnter Umgebungslichtsensor soll dafür sorgen, dass die Uhr im Dunkeln nicht zu hell leuchtet. Außerdem wurden zwei weitere neue Funktionen angekündigt: Pebble wird nun über ein Magnetometer zu einem elektronischen Kompass. Und zum Aufladen gibt es ein magnetisches Ladekabel, ähnlich wie die Magsafe-Kabel bei Apples Macbook.

Gutes Ladekabel

Zwar ist das Magnetaufladekabel von Pebble nicht so stark wie Magsafe, es erwies sich beim kurzen Ausprobieren aber als gut und praktisch. Zudem half es dem Pebble-Team dabei, eine Wasserdichtigkeit von bis zu 5 atm zu erzielen. Das ist laut Hersteller ideal fürs Tragen bei Läufen im Regen, beim Skifahren und Schwimmen sowie beim Abwaschen des Geschirrs.

Die Software der Uhr soll alle zwei bis drei Wochen aktualisiert werden. Pebble hat angekündigt, seinen aggressiven Updatezyklus auch mit der Auslieferung der ersten Smartwatches nicht zu unterbrechen. So wird es auch in den kommenden Wochen und Monaten wohl noch einige neue Funktionen in Form zusätzlicher Apps geben.

Pebble kann über die Herstellerwebsite getpebble.com für 150 US-Dollar in Schwarz, Weiß, Rot, Orange und Grau vorbestellt werden. Auf der CES zeigte Pebble Technology zu Präsentationszwecken auch ein Modell mit transparentem Gehäuse, das aber leider nicht verkauft werden wird. Da ab dem 23. Januar 2013 zuerst Kickstarter-Unterstützer beliefert werden sollen, werden sich alle übrigen Vorbesteller noch etwas gedulden müssen.


Xander 13. Jan 2013

Oder warte auf die Ubuntu Watch :)

Xander 13. Jan 2013

Ich glaube bei der Präsentation auf der CES wurde was von ca. 10% geringerer Laufzeit...

Der Spatz 13. Jan 2013

Ich z.B. finde das Aussehen der Uhr eigentlich recht ansprechend. Keine verschnörkelten...

flow77 12. Jan 2013

Sehr wichtig, z.B. um berechnen zu können wie viele Gläser Bier ich mir noch einverleiben...

Endwickler 11. Jan 2013

Danke, das scheint so ähnlich zu sein, auch wenn es da viele Gebühren gibt, die sich...

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