Smartphone-Ortung: Apple kauft Indoor-Navigationspezialisten Wifislam
Nutzt Apple bald WLAN-Ortung zur Navigation in Innenräumen? (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Smartphone-Ortung Apple kauft Indoor-Navigationspezialisten Wifislam

Apple hat das Unternehmen Wifislam übernommen, das sich darauf spezialisiert hat, GPS in Innenräumen durch eine Ortung über WLAN zu ersetzen. So soll die Position des Anwenders in Gebäuden ermittelt werden.

Anzeige

Die GPS-Lösungen funktionieren in Innenräumen nicht zuverlässig, weil die Satellitenverbindung fehlt. Das Unternehmen Wifislam hat dafür eine Alternative entwickelt, die auf Basis von WLAN funktioniert. Apple hat nach einem Bericht des Wall Street Journals WiFiSlam für 20 Millionen US-Dollar übernommen.

Mit der Handyortung in Innenräumen könnte Apple seine Navigationslösung erweitern und Anwendern die Möglichkeit geben, auch in großen Gebäuden ihren Weg zu finden. Das bietet sich unter anderem in großen Shoppingmalls an. Wer will, kann eigene Gebäudepläne hochladen. Mittlerweile gibt es über 10.000 Karten.

Konkurrent Google hatte schon 2011 für Google Maps eine Funktion integriert, die auch Innenräume anzeigt. Das funktioniert innerhalb ausgewählter Gebäude wie Flughäfen, Einkaufszentren und Kaufhäusern.

Google und Apple sind nicht die einzigen Akteure auf dem Markt. Microsoft hat für Bing Maps eine Indoor-Lösung entwickelt und mehr als 3.000 Gebäudepläne dafür angekündigt. Die In-Location Alliance von Sony, Nokia, Samsung und mehr als ein Dutzend weiterer Unternehmen will ebenfalls die Innenraumortung propagieren.

Die Technik zum Modellieren von Innenräumen in seiner iOS-Kartenanwendung hat Apples schon seit langem im Portfolio. Apple hatte Ende 2011 das schwedische Unternehmen C3 Technologies übernommen, das eine Technik entwickelte, 3D-Städtekarten mit realistischen Gebäudemodellen anzuzeigen. Auch Innenräume können damit generiert werden.

Die Technik von Wifislam soll eine Ortungsgenauigkeit von bis zu 2,5 Metern in Innenräumen ermöglichen. Dabei werden nur WLAN-Signale aus der Umgebung genutzt. Grundsätzlich neu ist diese Technik nicht. Apple verwendet zum Beispiel beim iPod Touch, aber auch beim iPhone die WLAN-Ortung. Dabei wird die Datenbank der Firma Skyhook genutzt, die die Position zahlreicher WLAN-Hotspots kennt. Je mehr Netzwerksignale empfangen werden, desto genauer gelingt eine Berechnung des Standortes. Innenräume zeigt die Apple-Kartenanwendung jedoch bisher nicht an. Denkbar ist neben einer Navigationslösung auch eine Freunde-finden-Funktion, bei der der eigene Standort Dritten mitgeteilt werden kann.


Levial 26. Mär 2013

Ich dachte beim ganzen Artikel tatsächlich an ein Wortspiel aus WiFi und Islam. Meine...

Mac-Harry 25. Mär 2013

Apple kauft in der regel immer nur kleine Unternehmen, höchstens für einige hundert Mio...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektleiter/in (SAP)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Gruppenleiter (m/w) für Software-Qualitätsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  3. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen
  4. Softwareentwickler (m/w) .NET/C#
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  2. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  3. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  4. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  5. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  6. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  7. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  8. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  9. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert

  10. Sammelkarten

    Hearthstone erst 2015 auf Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  2. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars
  3. Raumfahrt Asteroidensonde Hayabusa-2 ist startklar

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel