Das Fairphone soll weitgehend nach Fair-Trade-Kriterien hergestellt werden und steht zum Vorverkauf bereit.
Das Fairphone soll weitgehend nach Fair-Trade-Kriterien hergestellt werden und steht zum Vorverkauf bereit. (Bild: Fairphone)

Smartphone mit Moral Vorverkauf des Fairphones beginnt

Die ersten Fairphones können vorbestellt werden. Die Hersteller der ethischen Smartphones wollen bis zum 17. Juni 2013 mindestens 5.000 Stück für jeweils 325 Euro verkaufen. Sie sollen im September 2013 ausgeliefert werden.

Anzeige

Das Fairphone-Projekt nimmt erste Bestellungen für sein Smartphone entgegen, das weitgehend nach fairen Bedingungen hergestellt wird und vor allem so weit wie möglich auf sogenannte Blutmetalle verzichtet. Fast alle der im Fairphone verarbeiteten Rohstoffe stammen aus Minen, deren Erträge nachweislich nicht aus konfliktbelasteten Gegenden kommen. Das Projekt setzt damit auf Nachhaltigkeit sowie eine sozial- und umweltverträgliche Herstellung - Fair Trade für Smartphones.

Dazu haben die Projektteilnehmer inzwischen ein chinesisches Unternehmen ausfindig gemacht und selbst begutachtet. Zunächst sollte die Endproduktion in Europa erfolgen. Da aber die meisten Komponenten bereits in China hergestellt werden, wäre der Aufwand für eine europäische Produktion zu hoch. Deshalb hat sich das Fairphone-Projekt für die Fabriken des Herstellers A'Hong entschieden, der zwei Fertigungshallen in Shenzhen und Chongqing hat. Zunächst mussten sich die Fairphone-Mitarbeiter bei zahlreichen anderen Herstellern aber Abfuhren holen.

Schwierige Suche nach dem Hersteller

Die Fertigungsanlagen mussten zahlreiche Kriterien erfüllen: Zunächst musste A'Hong Fairphones Philosophie teilen und auf eine langfristige Zusammenarbeit setzen wollen. Das Fairphone-Projekt besteht auch darauf, Einfluss auf die Produktionskette zu nehmen, etwa um die Arbeitsbedingungen der Angestellten zu verbessern oder eben den Einsatz von konfliktfreien Materialien durchzusetzen.

Da die Produktion des Fairphones sichergestellt ist, hat das Projekt mit den Vorbestellungen begonnen und gleichzeitig Details zur Hardware veröffentlicht, die in dem Smartphone verbaut werden soll. Das SoC stammt von Mediatek, trägt die Bezeichnung MTK6589M und ist mit vier Kernen ausgestattet, die mit bis zu 1,2 GHz getaktet werden können. Die integrierte GPU SGX544MP ist von PowerVR und treibt den 4,3-Zoll-TFT-Bildschirm mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln an. Die Abdeckung aus Dragontail-Mineralglas der Firma Asahi soll wie sein Pendant von Corning kratzresistent sein. Die Abmessungen des Gehäuses betragen 123 x 64,5 x 9,8 mm, das Fairphone soll 165 Gramm wiegen.

Aktuelle Hardware

Der austauschbare Akku soll eine Nennladung von 2.000 mAh haben. Wo die beiden SIM-Karten und die Micro-SD-Karte mit einer maximalen Kapazität von 32 GByte untergebrachten werden sollen, ist den Spezifikationen nicht zu entnehmen. Intern sind laut Hersteller 16 GByte Speicher verbaut. Hinzu kommt der Arbeitsspeicher mit 1 GByte. Das UMTS-Modem funktioniert mit den Frequenzen 850/900/1.800/1.900 MHz im GSM-Band und 900/2.100 MHz oder 850/2.100 MHz im UMTS-Band. WLAN und Bluetooth soll es ebenfalls geben, Details dazu kann der Hersteller aber noch nicht liefern. Die rückseitige Hauptkamera hat eine Auflösung von 8 Megapixeln, die vorderseitige Kamera ist mit 1,3 Megapixeln für die Videotelefonie geeignet. Ausgeliefert wird das Fairphone mit Android 4.2.

Die Spezifikationen zerstreuen erste Bedenken, dass sich das Fairphone aufgrund schwacher Hardware von vornherein nicht verkaufen wird. Zumindest die aktuellen Spezifikationen und der Preis von 325 Euro klingen vielversprechend, wenn auch der Bildschirm eine niedrige Auflösung hat. Bei Redaktionsschluss waren bereits fast 2.000 Smartphones aus dem ersten geplanten Kontingent von 5.000 verkauft.

Das Fairphone-Projekt erklärt auf seiner Webseite, welche Kriterien es für ein Fair-Trade-Smartphone für wichtig hält. Die Mitarbeiter sind sich aber bewusst, dass es gegenwärtig kaum möglich ist, ein vollkommen ethisches Smartphone herzustellen. Das Fairphone kann über den Shop des Projekts bestellt werden. Dazu wird ein Paypal-Account benötigt.


SSD 21. Mai 2013

ACK! ... als ob heute nicht bekannt wäre, dass Kinder Geld kosten (und das ist gut so...

RandomCitizen 19. Mai 2013

+1 Sehe ich auch so. Auch wenn das nicht das Ziel ist, ist es ein Weg dorthin.

RipClaw 18. Mai 2013

Das wirst du bei Handy nur schwer hinbekommen. Leider ist es im Embedded Bereich üblich...

bluesscream 17. Mai 2013

Eure Geschichte war gut und Ihr habt ein großes Herz...

Moe479 17. Mai 2013

mann müsste 5000-10000 euro für einentsprechendes gerät hinlegen was von vorn bis hinten...

Kommentieren


Henning Uhle / 17. Mai 2013

Das Fairphone kommt



Anzeige

  1. Business Analyst Pricing & Billing (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Funktionsentwickler/in Algorithmen - Systemüberwachung
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Tester in der Softwareentwicklung (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  4. Consultant Finance Processes & Applications (m/w)
    Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. TIPP: PS4-Spiele reduziert
    (u. a. GTA V 42,33€, Project CARS 43,79€, Tamriel Unlimited 43,79€, Alien: Isolation Ripley...
  2. NUR HEUTE: Lamptron FC5 V3 Fan Controller 5,25 Zoll
    mit Gutscheincode pcghsamstag für 74,90€ statt 79,90€ (Preis wird erst im letzten...
  3. TIPP: USB-Ventilatoren von Arctic
    ab 7,49€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Internet.org

    Mark Zuckerberg will Daten per Laser auf die Erde übertragen

  2. TLC-Flash

    Samsung plant SSDs mit 2 und 4 TByte

  3. Liske

    Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus

  4. Surfen im Ausland

    Apple SIM in Deutschland erhältlich

  5. Haushaltshilfe

    Rockets Helpling kauft Hassle.com

  6. Zynq Ultra Scale Plus

    Xilinx lässt erste 16-nm-Chips fertigen

  7. Apple

    iOS 8.4 soll Akku stärker belasten

  8. Soziale Netzwerke

    Reddit-Moderatoren streiken gegen Entlassung

  9. Worldwide Telescope

    Microsoft legt virtuellen Weltraum offen

  10. BND-Selektorenaffäre

    Die Hasen vom Bundeskanzleramt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Anonymes Surfen: Die Tor-Zentrale für zu Hause
Anonymes Surfen
Die Tor-Zentrale für zu Hause
  1. Anonymisierung Zur Sicherheit den eigenen Tor-Knoten betreiben
  2. Tor Hidden Services leichter zu deanonymisieren
  3. Projekt Astoria Algorithmen gegen Schnüffler im Tor-Netzwerk

Xperia Z4 Tablet im Test: Dünn, leicht und heiß
Xperia Z4 Tablet im Test
Dünn, leicht und heiß
  1. First Flight Sony stellt Crowdfunding-Plattform für eigene Ideen vor
  2. Android-Entwicklung Sony bietet Android-M-Vorschau für Xperia-Geräte an
  3. Android Recovery Mode jetzt offiziell für Sony-Smartphones verfügbar

Protokoll: DNSSEC ist gescheitert
Protokoll
DNSSEC ist gescheitert
  1. Security Viele VPN-Dienste sind unsicher

  1. Re: Warum ein Nexus 6, wenn es...

    AlphaStatus | 01:37

  2. Re: ...und das ist nicht schlimm. Im Gegenteil.

    Bonita.M | 01:31

  3. Re: Mit Linux wär das nicht passiert

    tingelchen | 00:56

  4. Re: Ohne Experten

    F4yt | 00:54

  5. Besser wären so kleine Fahrzellen ;-)

    GaliMali | 00:53


  1. 16:52

  2. 16:29

  3. 16:25

  4. 15:52

  5. 14:39

  6. 14:35

  7. 14:25

  8. 14:24


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel