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Eine Lehrerin nutzt ein interaktives Whiteboard.
Eine Lehrerin nutzt ein interaktives Whiteboard. (Bild: Jeff Pachoud/AFP/Getty Images)

Das Sharepoint-Learning-Kit als Herz des Systems

Hoffmann suchte mit seinen Kollegen nach Lösungen, wie sie im europäischen Ausland zum damaligen Zeitpunkt, 2002, bereits eingesetzt wurden. Das im selben Jahr veröffentlichte Moodle kam für das Team eher weniger infrage, die Lehrumgebung sollte kein reines Kurssystem werden, sondern eine zentrale Stelle zum Sammeln von Inhalten. "Wir haben irgendwann das Sharepoint-Learning-Kit eines englischen Entwicklers entdeckt", erzählt Hoffmann. "Das war natürlich hochspannend. Schnell war klar: Wir wollen Sharepoint nutzen, das wird das Herz unseres Systems."

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Und weil Microsoft als Partner gewonnen war, mussten für die Software keine Lizenzen gekauft werden - da kein Geld für das Projekt ausgegeben werden durfte, kam das gelegen. Doch Microsoft als Partner reichte nicht, denn auch das Hosting musste übernommen werden: Hoffmann wandte sich deswegen einfach an das nächste Rechenzentrum und fragte, ob dieses für die Hosting-Kosten aufkommen könne. Der Plan ging auf, ein Hosting-Partner war gefunden.

Ideen aus dem Alltag wurden eingebunden

"Drei bis vier Jahre haben wir an der Lehrumgebung entwickelt und sie immer wieder im Alltag erprobt, bis wir zufrieden waren", erzählt Hoffmann. Die Lehrer diskutierten teils bis in die Nacht, wie bestimmte Features umgesetzt werden sollten. Oder teilweise auch wieder gestrichen, da sie sich im Alltag als weniger praktisch herausstellten. "Wir haben uns nicht von anderen reinreden lassen und die Plattform so gestaltet, wie es für uns Lehrer am praktikabelsten ist."

Jetzt musste diese nur noch ordentlich gefüllt werden, allerdings nicht mit einfachen Arbeitsblättern zum Ausdrucken, immerhin will man sich an den digitalen Wandel anpassen und neue Medien und Formen von Wissensvermittlung nutzen. Und so haben Lehrer aus den verschiedenen Fächer über die Zeit immer mehr Inhalte nach SCORM erstellt, interaktive Schaubilder für smarte Whiteboards und andere Lehrinhalte für die unterschiedlichsten Jahrgangsstufen mit verschiedenen Anforderungen an die Schüler.

Auch für Inhalte fehlt das Geld

Einfach kaufen können die Lehrer die Inhalte nicht - zumal nur wenige überhaupt verfügbar sind. Denn auch hier gilt: Kein gesondertes Geld wird bereitgestellt. Ein klares Finanzierungskonzept gibt es einfach nicht. Zwar haben die einzelnen Fachbereiche kleine Budgets für Anschaffungen, doch werden diese eher für Sammlungen in der Biologie oder Stoffe in der Chemie verwendet. Software für digitale Bildung hätte man sich für das zur Verfügung stehende Geld laut Hoffmann eh nicht leisten können.

Lehrer mit Autorenrechten laden die Inhalte einfach auf die Plattform und können sie noch einmal von Kollegen überprüfen lassen. Danach schaut der Fachbereichsleiter noch einmal auf die Inhalte und stellt sie in der zentralen Bibliothek mit Schlagwörtern vertaggt zur Verfügung. Mittlerweile befinden sich so in der zentralen Bibliothek der Lehrplattform über 80.000 Inhalte. Denn die Plattform wird nicht mehr nur von der Gesamtschule Bellevue genutzt, sondern von über 30 Einrichtungen im Saarland.

Um bei den vielen Inhalten noch den Überblick zu behalten, ist eine genaue Verschlagwortung wichtig, wie das Kernteam schnell feststellte. In Zukunft will es auch noch Inhalte besser kuratieren und sammeln, was aber mit einigem Aufwand verbunden ist. "Eine engagierte Kollegin hat sich die Hauptschulabschlussprüfungen der letzten fünf Jahre angesehen und auf Basis der gestellten Aufgaben in der riesigen Mathematik-Bibliothek rund 70 interaktive Inhalte herausgesucht, die ideal auf die Prüfung vorbereiten", erzählt Hoffmann. Das sei natürlich ein riesiger Aufwand gewesen. Die Schüler seien aber sehr dankbar gewesen und würden es in Zukunft auch sein, denn wenn sich nichts am Lehrplan ändere, werde diese kuratierte Sammlung weiterhin gut auf die Prüfung vorbereiten.

Die vielen Inhalte teile man gerne mit anderen Schulen. Allerdings bleibe die Problematik mit den Kosten: Interessierte Schulen müssten erst Partner finden, die sie etwa beim Hosting unterstützen. Denn diese Kosten könne das Rechenzentrum nicht für alle saarländischen Schulen tragen.

 Smart School: Andere diskutieren, im Saarland wird Schule gemachtMit dem richtigen Farbspektrum zur Smart School 

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FattyPatty 16. Nov 2016

Den Tätowierer, der nur auf Tablets gemalt und geschrieben hat, würde ich besser nicht...

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Surry 16. Nov 2016

Klar, in IT-Forschung sind die vielleicht ganz gut. Und die Schulen werden nach und nach...

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theonlyone 16. Nov 2016

DAS würde ich als Nachteil ansehen. Was du als "Stress" beschreibst ist an sich schon...

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TrollNo1 16. Nov 2016

Tja, 80% der Lehrer über 50 werden da eh nicht mitmachen. Ich muss grade stark an den...

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sw (Golem.de) 16. Nov 2016

Hallo NobodZ, zuerst einmal: Bei Golem.de gibt es prinzipiell keine als Artikel getarnten...

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