Abo
  • Services:
Anzeige
Überwachungskamera am Ground Zero in New York
Überwachungskamera am Ground Zero in New York (Bild: Andrew Burton / Getty Images)

Woran erkenne ich eine harmlose Überwachungskamera?

Anzeige

Die Frage bei derlei Projekten ist aber nicht allein die nach dem Nutzen. Also, ob sich solche Systeme dazu eignen, den CO2-Ausstoß zu vermindern oder Platz und Zeit zu sparen. Es geht auch darum, wie diese durchaus lohnenswerten Ziele erreicht werden können, ohne dabei die Privatsphäre der Bürger zu verletzen. Ohne eine Atmosphäre der Überwachung zu schaffen. Ohne gewonnene Daten zweckentfremdet einzusetzen.

Nur selten erklären die Städte offen und transparent, was mit den erhobenen Daten passiert, wo und wie sie gespeichert werden, wann sie gelöscht werden und wer sie einsehen kann. Noch seltener sind entsprechende Verordnungen oder gar Gesetze, die sich dieses Problems annehmen.

"Menschen müssen Big Data vertrauen können"

Die Städte müssten den Umgang mit den gewonnenen Daten genau reglementieren. Das meint zumindest Viktor Mayer-Schönberger. Er forscht in Oxford über E-Governance und die Folgen von Big Data. "Im Kern geht es darum, dass Menschen Big Data nur dann akzeptieren werden, wenn sie das nachhaltige Gefühl haben, sie können Big Data auch vertrauen", sagt Mayer-Schönberger. Jene, die Big Data verwenden, müssten diese Verantwortung akzeptieren. Städte zum Beispiel könnten Ombudsstellen einrichten, die sich der Bedenken der Bürger annehmen und über die verwendete Technik informieren.

Im Falle der Kollaboration der Stadt New York mit Placemeter ist nichts dergleichen geschehen. Auf der Seite NYC.gov ist Placemeter lediglich als Quelle für Fußgängerdaten aufgeführt. Eine datenschutzrechtliche Erklärung fehlt. Placemeter wiederum beteuert, dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Unweit darunter prangt ein Button "Interested in buying our data?" ("Interessiert am Kauf unserer Daten?"). Das ist zumindest missverständlich.

Wird es normal, gefilmt zu werden?

Eine ganz andere Frage ist die, wie sich Öffentlichkeit verändert, wenn es normal wird, aus Fenstern heraus gefilmt zu werden. Denn ob die Kamera nun von Placemeter ist, oder dahinter ein Gesichtserkennungsprogramm läuft, wird niemand auf den ersten Blick erkennen können. Wer sich dann beobachtet fühlt, handelt vielleicht anders, als er eigentlich will - um nur nicht aufzufallen.

Die Stadt New York wird insoweit zum Testgelände. Mit dem Projekt wird sich dort zweierlei zeigen. Zum einen: Wie nachhaltig haben die Snowden-Enthüllungen das US-amerikanische Verständnis von Datenschutz verändert? Und zum anderen: Lassen sich etwaige Bedenken mit 50 Dollar im Monat zerstreuen?

 Smart City: New Yorker sollen sich gegenseitig überwachen

eye home zur Startseite
Endwickler 23. Jul 2014

War der in Chicago oder New York?

plutoniumsulfat 23. Jul 2014

Naa, ich merk den Stromverbrauch schon deutlich

Endwickler 23. Jul 2014

Im Artikel, wie ich ihn lese, geht es eigentlich nicht um Überwachung, Stasi, IMM oder...

User_x 22. Jul 2014

gabs das nicht schon als Informeller Mitarbeiter??? also haben wir schon alles erlernt...

bad1080 22. Jul 2014

wenn die einfach solche daten speichern würden... "Bedenken von Datenschützern, die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SKS Unternehmensberatung GmbH & Co. KG, Hochheim am Main
  2. Daimler AG, Ulm
  3. dSPACE GmbH, Paderborn
  4. Schwarz Business IT GmbH & Co. KG, Neckarsulm


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking
  2. 680,54€
  3. 164.99$

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes
  2. Leitfaden für den gezielten Einsatz von SAP HANA
  3. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Freudenberg IT


  1. Raumfahrt

    Chang'e 5 fliegt zum Mond und wieder zurück

  2. Android 7.0

    Sony stoppt Nougat-Update für bestimmte Xperia-Geräte

  3. Dark Souls 3 The Ringed City

    Mit gigantischem Drachenschild ans Ende der Welt

  4. HTTPS

    Weiterhin rund 200.000 Systeme für Heartbleed anfällig

  5. Verkehrsexperten

    Smartphone-Nutzung am Steuer soll strenger geahndet werden

  6. Oracle

    Java entzieht MD5 und SHA-1 das Vertrauen

  7. Internetzensur

    China macht VPN genehmigungspflichtig

  8. Hawkeye

    ZTE will bei mediokrem Community-Smartphone nachbessern

  9. Valve

    Steam erhält Funktion, um Spiele zu verschieben

  10. Anet A6 im Test

    Wenn ein 3D-Drucker so viel wie seine Teile kostet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch
  2. Arms angespielt Besser boxen ohne echte Arme
  3. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

  1. Re: Zu schwer? Kontrollierte Beschleunigung würde...

    nachgefragt | 19:56

  2. Re: Die Qualität der Autofahrer lässt eh immer...

    McWiesel | 19:56

  3. Re: Hyperloop BUSTED!

    Ach | 19:52

  4. Re: Schade, dass es keinen Kommunismus in China gibt

    Moe479 | 19:51

  5. Re: Endlich dem Trend gefolgt...

    letz | 19:47


  1. 18:19

  2. 17:28

  3. 17:07

  4. 16:55

  5. 16:49

  6. 16:15

  7. 15:52

  8. 15:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel