Slate 7 mit Android 4.1 HP bringt Nexus-7-Konkurrenten für 150 Euro

In wenigen Monaten will HP ein kleines 7-Zoll-Tablet auf den Markt bringen. Der ehemalige Hersteller von WebOS-Tablets setzt dabei auf Android, einen niedrigen Preis und einen Micro-SD-Schacht. Der erste Eindruck ist gut.

Anzeige

Mit dem Slate 7 bringt Hewlett-Packard ein kleines und günstiges Tablet auf den Markt. Der Konzern setzt aber nicht auf Windows oder gar WebOS respektive Open WebOS, sondern auf Android. Das hatte sich bereits Mitte Februar 2013 abgezeichnet. Für einen Preis von 150 Euro bekommt der Käufer ein Tablet mit blickwinkelstabilem 7-Zoll-Display und einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Zum Vergleich: Das Nexus 7 bietet 1.280 x 800 Pixel Auflösung. Gerade im Querformat ist das im Fall des Slate 7 nicht besonders viel, da einiges an Platz durch die Android-Menüleiste verloren geht. Beim ersten Ausprobieren anlässlich des Mobile World Congress 2013 hinterließ das Tablet durchaus einen guten Eindruck, zumindest für den Preis.

Die Farben des HFFS-Panels wirken jedoch etwas flau. Wir hatten das Gefühl, als hätte HP alles etwas angegraut. Dafür soll das Panel auch für draußen tauglich sein. Vermutlich handelt es sich um ein BOE-Hydis-Panel. Panels vom Hersteller Hydis sind häufiger in Outdoor-Optionen von HP-Notebooks zu finden. Wir kennen das Panel etwa von der 27x0p-Serie. Auch dieses bietet eine schlechte Farbdarstellung, ist aber dafür selbst unter Sonnenlicht bei geringer Helligkeit noch gut lesbar. Da HPs Slate 7 nur in einer schlecht beleuchteten Halle gezeigt wurde, können wir zur Outdoor-Fähigkeit noch nichts sagen.

Vernünftige Ausstattung trotz günstigem Preis

Die Konstruktion mit dem mattierten Gehäuse gefiel uns. Das Tablet wirkt stabil und griffig. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass die Tablets noch nicht fertig sind. Im Inneren steckt ein nicht weiter beschriebener Dual-Core-ARM-SoC mit Cortex-A9-Kernen, die mit 1,6 GHz getaktet sind. Zu dem Preis kann HP offenbar nicht viel Speicher verbauen, denn es sind nur 8 GByte vorhanden. Immerhin gibt es einen Schacht für Micro-SDHC-Karten. Damit können Daten auf einer maximal 32 GByte fassenden Micro-SD-Karte zusätzlich untergebracht werden. Rund 370 Gramm wiegt das Tablet laut Hersteller. Es ist damit rund 40 Gramm schwerer als ein Nexus 7 und mit 10,7 mm zudem 0,2 mm dicker als das von uns getestete Nexus 7 von Google.

Die weitere Ausstattung beinhaltet eine 3-Megapixel-Kamera an der Rückseite sowie eine VGA-Kamera für Videochats. Nicht für jeden dürfte die Beats-Audio-Unterstützung sowie das optional in Knallrot erhältliche Tablet geeignet sein. Technische Daten zum WLAN fehlen, was in der Regel ein Hinweis für Single-Band-WLAN ist. Eine Bluetooth-Einheit bestätigte uns HP auf Nachfrage, auch wenn diese in den technischen Daten bisher nicht gelistet wird.

Ausgeliefert wird das Tablet ab April 2013 mit Android 4.1 alias Jelly Bean. Ein Update auf Android 4.2 ist vorgesehen, wie uns ein Mitarbeiter von HP erklärte. Wann das kommen wird, ist nicht bekannt. HP hat an der Bedienungsoberfläche keine Anpassungen vorgenommen. Direkt in den Browser wurde eine Druckoption integriert, um bequem Informationen zu Papier zu bringen.

Das Slate 7 wird es nur in der beschriebenen Ausstattungsvariante geben. Ein Modell mit Mobilfunkmodem oder gar mehr internem Speicher ist vorerst nicht geplant.

Nachtrag vom 4. März 2013

HP hat mitgeteilt, dass das Slate 7 in Deutschland im Mai 2013 ausgeliefert wird.


medium_quelle 26. Feb 2013

Ich habe nen Nexus7 und kein Ipad mini. Manchmal muss man einfach nur akzeptieren, dass...

Schnarchnase 25. Feb 2013

Open webOS wird aktuell zumindest auf einige Nexus-Geräte portiert, also tot würde ich es...

iu3h45iuh456 25. Feb 2013

Erfahrungsgemäß ist das Management von HP enttäuscht, wenn nicht gleich im ersten Monat 1...

tunnelblick 25. Feb 2013

ich frage mich, warum golem dieses ding als n7-konkurrent verkauft. display-auflösung...

Kommentieren


mobilepulse / 25. Feb 2013

MWC 2013 Tag 1 Roundup



Anzeige
  1. Anwendungs- und Prozessberater/in
    HÜGLI NAHRUNGSMITTEL GMBH, Radolfzell
  2. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  3. Fachinformatiker Multimedia (m/w)
    CT Creative Technology GmbH & Co. KG, Nürtingen
  4. Stellvertretender Teamleiter (m/w) IT-Helpdesk
    Rhenus AG & Co. KG, Holzwickede

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One

  2. Microsoft

    Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

  3. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  4. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  5. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

  6. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  7. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  8. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  9. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  10. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Web Components: HTML-Elemente selber bauen
Web Components
HTML-Elemente selber bauen

Mit Web Components, die derzeit vom W3C standardisiert werden, kann sich jeder seine eigenen HTML-Elemente bauen - samt Aussehen und Logik - und sie wie Standardelemente in HTML-Dokumenten nutzen. Mit Googles neuer Bibliothek Polymer funktioniert das auch in den heute verfügbaren Browsern.

  1. Chrome 26 Beta Verbesserte Rechtschreibkorrektur und Template-Unterstützung

Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Sandisk und Toshiba: Flash-Speicher wird kleiner
Sandisk und Toshiba
Flash-Speicher wird kleiner

Sandisk und Toshiba kündigen die Einführung eines neuen Herstellungsprozesses für Flash-Speicher an. Der von Sandisk als 1Ynm bezeichnete Prozess bringt mehr Speicherkapazität auf weniger Raum unter.

  1. Flashsystem IBM steckt 1 Milliarde US-Dollar in Flash-Speicher
  2. Fusion-io 9,6 Millionen IOPS mit einem einzelnen ioDrive2

Zum Artikel