Skynet Botnetz wird via Tor-Netzwerk per IRC gesteuert

Der Betreiber des Botnetzes Skynet hat sich eine neue Methode zum Schutz vor Strafverfolgung ausgedacht: Der Kontrollserver ist nur per Tor-Netz erreichbar. Geklaut wird die Rechenzeit der Clients zum Errechnen von Bitcoins.

Anzeige

Schon seit einigen Monaten ist das Skynet genannte Botnetz bekannt, nun gibt es von Security Street eine umfassende Analyse der Schadsoftware, ihres Verbreitungswegs und der angestrebten Ziele. Zuvor hatte schon GData auf den Schädling hingewiesen und seine Besonderheit im Umgang mit dem Tor-Netzwerk erklärt.

Denn in diesem Geflecht aus anonym miteinander kommunizierenden Rechnern versteckt sich auch der Kontrollserver des Botnetzes, der sogenannte C&C - genauer: Der C&C ist nur durch Tor hindurch erreichbar. Weder der Benutzer des Kontrollservers noch ein infizierter PC hat jemals eine direkte und unverschlüsselte Verbindung zum C&C. Das macht das Aufspüren und Bekämpfen des Kontrollservers schwierig. Sowohl kommerzielle Sicherheitsunternehmen als auch Ermittler von Behörden versuchen zur Analyse von Botnetzen oft, die C&Cs unter ihre Kontrolle zu bringen und so an die Hintermänner zu gelangen.

Der Betreiber von Skynet fühlt sich mit seiner Konstruktion offenbar recht sicher, denn schon seit Monaten gibt es von ihm einen Thread bei Reddit, in dem er seine Aktivitäten beschreibt. Viele der dortigen Angaben konnte Security Street nun bestätigen und auch noch einige Details beisteuern.

Zeus, Tor und Bitcoin-Miner werden installiert

So ist der zugrundeliegende Trojaner zwar eine Modifikation des bekannten Programms Zeus. In den mit 15 MByte großen Malware-Archiven stecken aber auch noch ein Tor-Client für Windows, das Programm CGMiner zum Errechnen der virtuellen Währung Bitcoin sowie die OpenCL.dll, die CGMiner braucht, um die Bitcoins auf CPUs und GPUs errechnen zu können.

Denn das ist das Ziel des gesamten Botnets: fremde Computer dazu zu missbrauchen, die Bitcoins zu errechnen. Der mutmaßliche Betreiber von Skynet erklärt das auf Reddit auch offen und betont, dass er die Bitcoins nicht direkt in Geld verwandele, sondern nur weiterverkaufe. Das, so seine Meinung, sei in vielen Ländern gar nicht strafbar - wie das Kompromittieren und Benutzen fremder Rechner in Deutschland geahndet werden kann, spielt für den Skynet-Chef offenbar keine Rolle.

Verbreitungsweg Usenet 

Noisyboy 06. Jun 2013

Hi, wenn ich er wäre würde ich den Server hinter dem Tornetz als Rescue Server nehmen, so...

Ketzer2002 14. Dez 2012

...scheint vermutlich hier zu finden zu sein: http://back2hack.cc/showthread.php?tid=7082...

petameter 12. Dez 2012

Du bringst es gut auf den Punkt. Und das Bedauernswerte ist, dass so viele Menschen...

AdmiralAckbar 11. Dez 2012

nope, Minig bedeutet das welche generiert werden. mehr dazu hier http://de.wikipedia.org...

sasquash 11. Dez 2012

Naja, so wie ich das sehe, kann ich durchaus dlls außerhalb des dafür vorgesehenen...

Kommentieren




Anzeige
  1. Web Analyst (m/w)
    Hans Soldan GmbH, Essen
  2. Softwareentwickler/in
    Mönkemöller & Co. Ingenieurbüro GmbH, Stuttgart
  3. Softwareentwickler (m/w) Echtzeit-Betriebssystem für NC-Steuerungen
    DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH, Traunreut
  4. Software-Entwickler PHP / MySQL (m/w)
    jobvector/Capsid GmbH, Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Prism-Skandal

    Edward Snowden will Asyl in Island

  2. ICS

    Kaspersky will sicheres eigenes OS für Industrieanlagen

  3. Neuland Internet

    Merkel macht sich zum Gespött der Netzgemeinde

  4. Satoru Iwata

    Nintendo schließt Preissenkung für Wii U aus

  5. Video

    John McAfee ruft zum Deinstallieren der McAfee-Software auf

  6. Merkel zu Prism

    "Das Internet ist für uns alle Neuland"

  7. Flutkatastrophe

    Ein Spendenkonzert, die Gema und das Prinzip

  8. Load Impact

    Lasttests ganz einfach

  9. Butterfly S

    HTC verbessert sein erstes 5-Zoll-Smartphone

  10. Neue Rennspiele

    Forza 5, Drive Club und Gran Turismo 6 angespielt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
In eigener Sache: Golem.de öffnet sich für Autoren
In eigener Sache
Golem.de öffnet sich für Autoren

Wir erweitern für Blogger und andere Autoren die Möglichkeit, ihre Inhalte hier auf Golem.de zu veröffentlichen und so von unserer Reichweite und unseren Finanzierungsmöglichkeiten zu profitieren. Es geht uns darum, ein neues, zeitgemäßes Modell des Publizierens zu etablieren und unseren Lesern noch mehr relevante Inhalte zu bieten.

  1. #Blognetz Deutsche Blogger, vereinigt euch

Opt-out-Zwang: Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein
Opt-out-Zwang
Großbritannien führt ab 2014 Pornofilter für alle ein

Was erst nur für Neukunden galt, bekommen jetzt alle Kunden von Internet Service Providern und Nutzer öffentlicher WLANs: Pornofilter. Doch sie lassen sich (noch) ausschalten.

  1. Eco EU streicht Mittel für Bekämpfung von Kinderpornografie
  2. Urheberrecht Schweizer Rechteinhaber wollen Websites sperren
  3. Filesharing Schweiz will Internetsperren auf das Urheberrecht ausweiten

Test The Last of Us: Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit
Test The Last of Us
Meisterwerk der Playstation-3-Endzeit

Auf der gerade zu Ende gegangenen E3 2013 hat sich Sony mit überwiegend positivem Presseecho für die nächste Konsolengeneration in Stellung gebracht. The Last of Us lässt uns trotzdem für einen Augenblick vergessen, dass die Zeit der Playstation 3 schon bald vorbei sein soll.

  1. The Last of Us angespielt Überleben für Fortgeschrittene

Zum Artikel