Sigint 2012 "Seid nett zueinander!"

In einer Art Lightversion des Chaos Communication Congress haben sich Hacker zur Sigint 2012 in Köln getroffen. Es gab zwar insgesamt weniger Vorträge und hochkarätige Sprecher als zum Hacker-Haupttreff in Berlin, sie waren aber nicht weniger spannend.

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Das beschauliche Hackertreffen in Köln hat seine Vorteile, es gibt kein stundenlanges Anstehen vor vollen Sälen, kein hektisches Gewühl und immer genug Mate. Und die Vorträge der Sigint 2012 waren teils ebenso hochwertig wie auf dem winterlichen Chaos Communication Congress in Berlin. Die Sigint ist eine Veranstaltung des CCC Köln, an der etwa 700 Hacker teilgenommen haben.

  • Die Rakete "Fairydust" wurde...
  • ...auch in Köln aufgebaut.
  • Auf der Sigint 2012 waren deutlich weniger Teilnehmer als auf dem Chaos Communication Congress in Berlin.
  • Blinkenlights präsentierte...
  • ...zahlreiche Lichtinstallationen, ...
  • ...Bastelmöglichkeiten, ...
  • ...Platinen...
  • ...und das entsprechende Werkzeug.
  • T-Shirts und Hoodies wurden auch verkauft.
  • Openmusiccontest.org präsentierte seine Alternative zur Gema.
  • Das WLAN funktionierte wegen der geringen Teilnehmerzahl weitgehend problemlos.
  • Das Raumzeitlabor aus dem Rhein-Neckar-Kreis war ebenfalls auf der Sigint 2012...
  • ...mit Magnetstreifenleser und Nähmaschine.
  • Android- und ARM-Hacking war ein Thema der Sigint 2012.
  • Switches waren ominpräsent.
  • Noch mehr von Blinkenlights
  • Ohne analoge Geräte geht dann doch nix.
Die Rakete "Fairydust" wurde...

Hacker für den Frieden

Hacker sollten sich mehr für den Frieden und die Rechte anderer einsetzen, mahnte Stephan Urbach vom CCC Köln in seiner Keynote-Ansprache. Wer als Hacker für Waffenhersteller oder Geheimdienste arbeite, handele weder moralisch noch ethisch. Hacker seien in der Gesellschaft angekommen und sie müssten sich ihrer Verantwortung bewusst sein. "Seid nett zueinander!" rief er.

Dauerbrenner: Cybercrime

Gefahr drohe weiterhin von den Gesetzesgebern sowohl national als auch bei der EU, die teils aus Unwissen Initiativen verabschieden, die die Freiheit im Netz gefährden, sagten Fabian Walther und Ralf Bendrath vom CCC. Immerhin wurde Walther nach Brüssel eingeladen, um EU-Politiker zu beraten. Vor allem habe er den Eindruck, dass Unternehmen im Zuge der Diskussion um Cybercrime und Cyberwar eine neue Einnahmequelle witterten und verstärkt bei EU-Politikern vorsprächen.

Ab 2013 soll die Europol um das European Cybercrime Centre (E3C) erweitert werden und enger mit privaten Unternehmen zusammenarbeiten. Was diese Unterabteilung genau machen wird, konnte oder wollte niemand verraten, wie Walther sagte. Oft sei aber von dem Kampf gegen illegale Inhalte und Copyrightverstößen die Rede gewesen.

Aufklärung für Gesetzgeber

Außerdem überlegen die Gesetzgeber in Brüssel erneut, die Strafen zu erhöhen, etwa für das Betreiben eines Botnetzes, das Verwenden einer gestohlenen Identität oder den Besitz eines Hackergeräts. Erst auf wiederholte Anfrage, was denn ein Hackergerät genau sei, erhielt Walther die Auskunft: Das sei so etwas wie die Skimming-Devices an Geldautomaten.

In seinen Gesprächen unterbreitete er auch Gegenvorschläge. Unter anderem forderte er einen größeren Schutz für White-Hat-Hacker. Außerdem sollten die Softwarehersteller und Betreiber stärker in die Pflicht genommen werden, etwa wie es bei den Automobilherstellern schon längst der Fall ist.

Die geplante EU-Cert schreite jedoch nur langsam voran, sagte Walther. Inzwischen gebe es mehr als 40 gelistete Lücken auf der Webseite cert.europa.eu. Offiziell soll die EU-Cert aber erst ab Juli 2012 in Betrieb gehen. Die Webseite selbst war bis vor kurzem noch voller Sicherheitslücken, beispielsweise über MySQL-Injections angreifbar, so Walther.

Hacken und diskutieren 

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