Abo
  • Services:
Anzeige
Ein 3D-Drucker
Ein 3D-Drucker (Bild: Krassotkin/CC0 1.0)

Sidechannel-Angriff auf 3D-Drucker: Wie man 3D-Objekte über Audiosignale kopiert

Ein 3D-Drucker
Ein 3D-Drucker (Bild: Krassotkin/CC0 1.0)

Forschern ist es gelungen, ein 3D-gedrucktes Objekt anhand der Audiosignale des 3D-Druckers zu kopieren. Solche Side-Channel-Angriffe sind eher aus der Kryptographie bekannt.

Forscher der Universität von Kalifornien in Irvine haben ein ungewöhnliches Angriffsszenario für Industriespionage vorgestellt. Bei dem Proof-of-Concpet werden mit einem Smartphone aufgenommene Druckgeräusche eines 3D-Druckers aufgezeichnet, um aus den Audiodaten später Informationen über die Bewegungen der einzelnen Motoren und damit auch der Druckspitze abzuleiten. Side-Channel-Angriffe wie dieser umgehen Sicherungsmechanismen anstatt sie zu brechen und sind vor allem aus der Kryptographie bekannt.

Anzeige

Damit, so die Forscher, seien sie in der Lage gewesen, 3D-gedruckte Objekte mit einer Genauigkeit von etwa 90 Prozent nachzubilden. Eine solche Genauigkeit dürfte für einen korrekten Nachbau der Objekte zu gering sein, könnte aber durchaus interessante Einblicke in die Produktplanung einzelner Unternehmen ermöglichen. Denn gerade 3D-Drucker werden häufig vor allem genutzt, um Prototypen herzustellen.

"Zuerst waren wir nicht an den Sicherheitsaspekten interessiert", sagte Projektleiter Mohammad Al Faruque dem Portal GCN. "Dann haben wir aber gemerkt, dass andere Abteilungen der Universität und verschiedene US-Regierungsstellen interessiert sind."

Side-Channel-Angriffe aus der Kryptographie bekannt

Unternehmen investieren heute große Summen, um ihre Computersysteme gegen unbefugtes Eindringen abzusichern. Dieser Angriffsvektor umgeht diese Sicherungen und vertraut nicht darauf, komplexe Sicherheitsmechanismen zu brechen. Side-Channel-Angriffe sind vor allem aus der Kryptographie bekannt. So haben Teams um den israelischen Wissenschaftler Adi Shamir in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie private kryptographische Schlüssel, etwa PGP-Keys, von nicht mit dem Internet verbundenen Geräten extrahieren konnten.

Dazu nutzten sie zahlreiche verschiedene Parameter, etwa das Magnetfeld der Erde oder die elektromagnetische Abstrahlung eines Rechners. Im aktuellen Fall schlagen die Forscher vor, irreführende, zufällige akustische Signale (White Noise) zu produzieren, um entsprechende Analysen zu verhindern. Eine detaillierte Präsentation der Forschungsergebnisse soll im April auf der "Internationalen Konferenz für Cyber-Physische-Systeme" in Wien erfolgen.


eye home zur Startseite
derdiedas 18. Mär 2016

Um effizient 3D Drucker mitzuschneiden ist: 1. eine räumliche Nähe zum Drucker...

kazhar 17. Mär 2016

kommt drauf an, worauf sich die 10% genau beziehen. Wird das Werkstück generell um 10...

okeer 17. Mär 2016

Ich bin eigentlich kein Fan solch destruktiver Kommentare, aber hier war es mir dann doch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ORDIX AG, Paderborn, Wiesbaden, Köln, Gersthofen
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn
  3. gkv informatik, Wuppertal, Teltow
  4. Rakuten Deutschland GmbH, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. 94,90€ statt 109,90€
  2. 74,90€
  3. (u. a. The Expendables 3 Extended 7,29€, Fight Club 6,56€, Predator 1-3 Collection 24,99€)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Freudenberg IT
  2. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Keysniffer

    Millionen kabellose Tastaturen senden Daten im Klartext

  2. Here WeGo

    Here Maps kommt mit neuem Namen und neuen Funktionen

  3. Mesuit

    Chinesischer Hersteller bietet Android-Hülle für iPhones an

  4. Pokémon Go

    Pikachu versus Bundeswehr

  5. Smartphones

    Erste Chips mit 10-nm-Technik sind bei den Herstellern

  6. Nintendo

    Wii U findet kaum noch Käufer

  7. BKA-Statistik

    Darknet und Dunkelfelder helfen Cyberkriminellen

  8. Ticwatch 2

    Android-Wear-kompatible Smartwatch in 10 Minuten finanziert

  9. Hardware und Software

    Facebook legt 360-Grad-Kamera offen

  10. Licht

    Osram verkauft sein LED-Geschäft nach China



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalisierung: Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
Digitalisierung
Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
  1. Smart City Der Bürger gestaltet mit
  2. Internetwirtschaft Das ist so was von 2006
  3. Das Internet der Menschen "Industrie 4.0 verbannt Menschen nicht aus Werkhallen"

Geforce GTX 1060 im Test: Knapper Konter
Geforce GTX 1060 im Test
Knapper Konter
  1. Quadro P6000/P5000 Nvidia kündigt Profi-Karten mit GP102-Vollausbau an
  2. Grafikkarte Nvidia bringt neue Titan X mit GP102-Chip für 1200 US-Dollar
  3. Notebooks Nvidia bringt Pascal-Grafikchips für Mobile im August

Schrott im Netz: Wie Social Bots das Internet gefährden
Schrott im Netz
Wie Social Bots das Internet gefährden
  1. Netzwerk Wie Ausrüster Google Fiber und Facebooks Netzwerk sehen
  2. Secret Communications Facebook-Messenger bald mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  3. Social Media Ein Netzwerk wie ein Glücksspielautomat

  1. Sie könnten es auch Özuil nennen. kt

    qwertü | 20:59

  2. Re: Zu meiner Zeit...

    FreiGeistler | 20:57

  3. Re: Deutschland testet... wir habens schon lange

    Niggo372 | 20:57

  4. Re: Akkulaufzeit: Es gibt keine Macbook Air...

    schachbrett | 20:56

  5. Re: Autopilot...

    tokiox | 20:55


  1. 19:16

  2. 17:37

  3. 16:32

  4. 16:13

  5. 15:54

  6. 15:31

  7. 15:14

  8. 14:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel