Sicherheitstacho Telekom zeigt Netzwerkangriffe in Echtzeit

Die Telekom visualisiert auf ihrer neuen Website Sicherheitstacho Netzwerkangriffe in Echtzeit. Das Unternehmen verzeichnet allein bis zu 450.000 Angriffe pro Tag auf seine Locksysteme.

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Woher kommen derzeit die meisten Angriffe im Netz? Und was wird konkret angegriffen? Eine anschauliche Antwort auf diese Fragen liefert die Telekom mit ihrer neuen Website sicherheitstacho.eu. Knapp 100 Honeypots liefern die Daten in Echtzeit, ein Ticker meldet, welche Ziele sie ins Visier nehmen. Statistiken zeigen die aktuell häufigsten Angriffsarten und in welchen Staaten die aktivsten Angriffsserver stehen. Allerdings bedeutet deren Standort nicht zwangsläufig, dass auch die Angreifer aus diesem Land stammen.

Derzeit kommen die meisten von der Telekom verzeichneten Angriffe aus Russland, 2,4 Millionen allein im vergangenen Monat. Dahinter liegt Taiwan mit rund 900.000 und auf Platz 3 folgt bereits Deutschland mit 780.000. China liegt mit 168.000 Angriffen im vergangenen Monat nur auf Platz 12 in dieser Liste.

Die mit Abstand meisten Angriffe, rund 27,3 Millionen, verzeichnete die Telekom im Februar auf das SMB-Protokoll, also primär unsichere Windows-Rechner. Es folgen Angriffe auf Netbios (930.000), den Port 33434 (690.000) und SSH (670.000).

Die meisten der verzeichneten Angriffe erfolgen automatisiert und über bekannte Sicherheitslücken, beispielsweise in Wordpress oder Windows.

Die Telekom nutzt die gesammelten Informationen selbst dazu, den Schutz der eigenen Systeme auf dem aktuellen Stand zu halten und Kunden bei konkreten Bedrohungen zu warnen. So verschickt die Telekom monatlich mehrere zehntausend Informationsschreiben an Kunden, deren Anschlüsse für den Versand von Spam missbraucht werden. Ziel ist, die Ausbreitung von Schadsoftware wie Viren, Würmern und Trojanern einzuschränken.

Entstanden ist der Sicherheitstacho im Rahmen einer Partnerschaft mit der Allianz für Cyber-Sicherheit. Die gemeinsame Initiative des Branchenverbands Bitkom und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bringt Unternehmen und öffentliche Organisationen zusammen, um sich gegenseitig im Kampf gegen digitale Angriffe zu unterstützen. Die Telekom will die Lösung weiter ausbauen und die Zahl der Sensoren auch zusammen mit Partnerunternehmen erhöhen, um noch mehr Erkenntnisse zu gewinnen.


derdiedas 11. Mär 2013

Ja traceroute ist bestimmt verboten :-)

ichbert 09. Mär 2013

Das war ja meine Frage, ich möchte nicht wissen wieviel von den "angriffen" einfach nur...

volkskamera 09. Mär 2013

Bei welchem Kabelmodem kommst Du nicht drauf? Jedes Kabelmodem hat eine...

486dx4-160 07. Mär 2013

Sind das nicht nur MDNS-Anfragen von fehlgeleiteten Rechnern?

developer 07. Mär 2013

Ja oder man lässt 10.000 Rechner random request (also sehr warhrscheinlich nicht...

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