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Eine Sicherheitslücke zwingt das PostgreSQL-Team zu ungewöhnlichen Maßnahmen.
Eine Sicherheitslücke zwingt das PostgreSQL-Team zu ungewöhnlichen Maßnahmen. (Bild: PostgreSQL)

Sicherheitsmaßnahme: PostgreSQL-Team versteckt Sourcecode-Änderungen

Eine Sicherheitslücke zwingt das PostgreSQL-Team zu ungewöhnlichen Maßnahmen.
Eine Sicherheitslücke zwingt das PostgreSQL-Team zu ungewöhnlichen Maßnahmen. (Bild: PostgreSQL)

Wegen einer sehr gefährlichen Sicherheitslücke hat sich das PostgreSQL-Team zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden. Die Quelltexte der freien Datenbank werden für eine Weile gesperrt. So soll verhindert werden, dass durch Codeänderungen ein Angreifer das Sicherheitsproblem zu früh entdeckt.

Ab dem heutigen 1. April wird wegen einer Sicherheitslücke der Zugriff auf die Quellcodes des PostgreSQL-Projekts zum Teil gesperrt. In der Ankündigung heißt es, die Sperre gelte ab dem Nachmittag bis zur Veröffentlichung eines Sicherheitsupdates. Das wird voraussichtlich am 4. April passieren. Administratoren sollten sich also schon einmal darauf vorbereiten, PostgreSQL in einer neuen Version zu installieren.

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Die Zugriffssperre auf die Veränderungen des Quelltextes betrifft nicht alle Entwickler. Der anonyme Git-Mirror und die Commit-Nachrichten werden nicht mehr aktualisiert, wie PostgreSQL-Entwickler Magnus Hagander erklärt.

Nur registrierte PostgreSQL-Entwickler werden also die aktuellen Quellen und ihre Veränderungen sehen. Für alle anderen bleiben das Projekt und die Repositories auf einem älteren Stand, bis die Arbeiten an dem Sicherheitsupdate abgeschlossen sind.

Mit der Maßnahme verhindern die Entwickler, dass sich Projektfremde während der Tage, in denen das Sicherheitsupdate in den Quellcode integriert wird, anschauen können, was passiert. Sie könnten so die Sicherheitslücke nachvollziehen und noch vor Veröffentlichung des Patches mit Angriffen beginnen. Die Veröffentlichung braucht aber ein paar Tage, da der Patch erst einmal getestet werden muss.

Sobald der Quelltext wieder offen ist, können potenzielle Angreifer einen Vorher-nachher-Vergleich machen. Es empfiehlt sich also, das Sicherheitsupdate möglichst schnell zu installieren. Die Sicherheitslücke stecke schon seit Jahren im Quelltext, so Hagander. Die Entwickler haben aber keine Kenntnis davon, dass die Lücke von irgendjemandem gefunden oder gar ausgenutzt worden sei.

Wenn die Entwicklung des Patches abgeschlossen ist, wird das PostgreSQL-Projekt wieder ganz normal arbeiten. Die Änderungen bleiben transparent und auch Details zu der Sicherheitslücke, die die Entwickler zu dem drastischen Schritt bewegte, werden veröffentlicht. Die Maßnahme sei eine Ausnahme für einen "sehr bösen Exploit", so Hagander, um möglichst wenigen die Gelegenheit zu geben, einen solchen zu entwickeln. Den Entwicklern ist aber bewusst, dass durch die Ankündigung jetzt einige "Bad Guys" etwas genauer in die Quellen schauen.


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__destruct() 01. Apr 2013

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