Sicherheitslücke D-Link informiert Provider über gefährliche Router

Provider wie Unitymedia und KabelBW sollen ihre Kunden auf die schweren Lücken in den Routern DIR-300 und DIR-600 ansprechen, meint der Hersteller D-Link. Auch eine bisher noch nicht gepatchte Version eines Geräts könnte den Fehler enthalten, das wird derzeit geprüft.

Anzeige

In einer schriftlichen Stellungnahme sagte D-Link Golem.de, dass das Unternehmen derzeit seine direkten Kunden wie Händler und Provider auf die aktuelle Sicherheitslücke in den Routern DIR-300 und DIR-600 aufmerksam macht. Da D-Link seine Produkte nicht direkt an Endkunden verkauft, ist ein direkter Kontakt mit den Besitzern der gefährlichen Geräte nach Angaben des Unternehmens nicht möglich.

Wir hatten ausdrücklich nach Unitymedia gefragt, weil dieses Unternehmen und sein Partner KabelBW ihren Kunden lange beide Modelle als Zubehör zu einem Kabelmodem angeboten hatten. Laut D-Link sollen die Provider an die Kunden herantreten - auf den Webseiten der beiden Unternehmen ist davon bisher aber noch nichts zu finden.

Eine deutliche Warnung wäre aber angebracht, weil es sich bei den Fehlern in den Routern DIR-300 Revision B, DIR-600 Revision B1 und B2 sowie DIR-600 Revision B5 um eine besonders schwerwiegende Lücke handelt. Ein Angreifer kann über das Internet ohne Passwort Befehle mit Root-Rechten auf dem Router ausführen. Das ermöglicht jeglichen Missbrauch des Geräts und des Internetanschlusses seines Benutzers - angefangen vom Eindringen in ein privates Netz bis zum Nutzen des fremden Anschlusses, als wäre es der eigene.

D-Link hat für die genannten Modelle bereits Firmware-Updates bereitgestellt. Untersucht wird durch das Unternehmen derzeit noch, ob der Fehler beim DIR-300 Revision A1 auch existiert. Der Entdecker der Lücke bei den anderen Routern, Michael Messner, deutet in seinem Blog bereits an, dass auch die Revision A1 angreifbar ist. Ob es sich um einen so gravierenden Fehler wie bei den anderen Geräten handelt, ist aber noch nicht bekannt. Ausführlich dokumentiert hat Messner inzwischen aber auch Lücken in Routern von Linksys, Netgear und dem D-Link-Modell DIR-615.

Entwarnung gibt es immerhin für die anderen Revisionen B3 und B4 des DIR-600. Sie wurden nach Angaben von D-Link in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht verkauft.


xviper 08. Feb 2013

"Entwarnung gibt es immerhin für die anderen Revisionen B3 und B4 des DIR-600. Sie wurden...

Kommentieren




Anzeige
  1. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  3. Netzwerkspezialist für 2nd-Level Software Support (m/w)
    REALTECH Services GmbH, Walldorf
  4. SAP Modulbetreuer mit dem Schwerpunkt Logistik (m/w) Betriebswirtschaftliche Systeme
    CQLT SaarGummi Deutschland GmbH, Wadern-Büschfeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  2. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung
  3. Smartphones Apple büßt Marktanteile ein

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Zum Artikel