Mangelnde Verschlüsselung im App Store ermöglichte Passwortklau
Mangelnde Verschlüsselung im App Store ermöglichte Passwortklau (Bild: Elie Bursztein)

Sicherheitslücke Apple verschlüsselt App Store, um Passwortklau zu verhindern

Apple hat eine Sicherheitslücke in seinem App Store beseitigt, über die Google-Mitarbeiter Elie Bursztein das Unternehmen bereits im Juli 2012 informierte. Durch fehlende Verschlüsselung war es unter anderem möglich, Passwörter zu stehlen und Apps auf Kosten der Nutzer auf ihren Geräten zu installieren.

Anzeige

Mehr als ein halbes Jahr hat Apple benötigt, um seinen App Store per SSL zu sichern und so seine Nutzer besser vor Angreifern zu schützen. Schon im Juli 2012 hatte Elie Bursztein, der als Forscher bei Google arbeitet, Apple auf die mit der fehlenden Verschlüsselung einhergehenden Probleme hingewiesen.

Apples App Store ist zwar als native App umgesetzt, stellt aber vor allem Webinhalte dar. Diese werden weitgehend per SSL verschlüsselt, ein kleiner Teil der Kommunikation lief bisher aber unverschlüsselt ab. Angreifer im gleichen Netz, beispielsweise in einem offenen WLAN, konnten so den entsprechenden Netzwerkverkehr manipulieren.

Öffnet ein Nutzer beispielsweise den App Store, holt dieser vom Server eine Liste mit verfügbaren Updates. Ein Angreifer konnte die Antwort bislang so manipulieren, dass der App Store den Nutzer nach seinem Passwort fragt, was aus Nutzersicht kaum als Angriff zu erkennen ist. Das so ermittelte Passwort konnte sich der Angreifer dann über ein eingeschleustes Script zusenden lassen, wie Bursztein in einem Video demonstriert und in seinem Blog mit Beispielcode erläutert.

Auf ähnliche Art und Weise war es auch möglich, die Detailseiten von Apps zu manipulieren und so dafür zu sorgen, dass eine andere App gekauft und installiert wurde, als dem Nutzer vorgespielt wurde. Dabei könnte es sich um eine sehr teure App handeln, an der der Angreifer verdient. Auch die Installation einzelner Apps konnte so verhindert werden, solange sich Nutzer und Angreifer im gleichen Netz befanden. Auch der Update-Button ließ sich auf diesem Weg manipulieren und so bei einem vermeintlichen Update eine andere App installieren.

Bursztein hat die möglichen Angriffe jetzt detailliert veröffentlicht, nachdem Apple die Sicherheitslücke in der vergangenen Woche geschlossen hatte. Bursztein will nach eigenen Angaben Entwickler auf die Probleme hinweisen und sie ermutigen, konsequent auf SSL zu setzen.

Und Bursztein war offenbar nicht der Einzige, der Apple auf die Probleme hinwies: Neben Bursztein nennt Apple in diesem Zusammenhang auch Bernhard 'Bruhns' Brehm von Recurity Labs und Rahul Iyer von Bejoi.


Kommentieren




Anzeige

  1. Senior Software-Entwickler/in Java
    Bosch Energy and Building Solutions GmbH, Ismaning
  2. Principal Business Analyst (m/w) Projektmanager für strategische IT-Projekte
    Vector Informatik GmbH, Stuttgart
  3. Web-Programmierer (m/w) Frontend-Entwicklung
    Detlev Louis GmbH, Hamburg
  4. Referent (m/w) Testmanagement
    ING-DiBa AG, Frankfurt

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. 3 3D-Blu-rays für 15 EUR
    (u. a. Abenteuer Karibik 3D, Neuseeland 3D, Dead Before Dawn, Best of Erde 3D)
  2. 2 3D-Blu-rays für 35 EUR
    (u. a. Avatar, Life of Pi, Die Croods, Rio 3D, Epic, Predator, Prometheus)
  3. 3D-Blu-rays zum Aktionspreis
    (u. a. Hobbit 1+2 je 14,97€, Gravity 14,97€, Pacific Rim 12,99€, Der große Gatsby 12,99€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Deutscher Entwicklerpreis 2014

    Lords of the Fallen schafft eines von drei Triples

  2. General vor dem NSA-Ausschuss

    Der Feuerwehrmann des BND

  3. Outcast 1.1

    Technisch überarbeiteter Klassiker bei Steam und GOG

  4. Microsoft

    Webbrowserauswahl in Windows ist abgeschafft

  5. Streaming

    Netflix schließt Offline-Videos kategorisch aus

  6. KDE Applications 14.12

    Erste Frameworks-5-Ports der KDE-Anwendungen erschienen

  7. Spearfishing

    Icann meldet Einbruch in seine Server

  8. Amiibos

    Zubehör für Super Smash Bros wird rar und teuer

  9. x86-64-Architektur

    Fehler im Linux-Kernel kann für Abstürze ausgenutzt werden

  10. Manhattan

    Amazon liefert per Radkurier in einer Stunde aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Security: Smarthomes, offen wie Scheunentore
Security
Smarthomes, offen wie Scheunentore
  1. Software-Plattform Bosch und Cisco gründen Joint Venture für Smart Home
  2. Pantelligent Die funkende Bratpfanne
  3. Smarthome Das intelligente Haus wird nie fertig

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

    •  / 
    Zum Artikel