Whatsapp-Zugänge sind nicht geschützt.
Whatsapp-Zugänge sind nicht geschützt. (Bild: Whatsapp)

Sicherheitslücke Accounts von Whatsapp weiterhin leicht zu übernehmen

Auch die aktuelle Version von Whatsapp weist eine Lücke auf, durch die sich Accounts kapern lassen. Dann ist es möglich, im Namen einer anderen Person Nachrichten zu senden und zu empfangen.

Anzeige

Auch mit der aktuellen Version 2.8.7326 für Android weist die Kurznachrichtenanwendung Whatsapp eine Sicherheitslücke auf, die mindestens seit September 2012 bekannt ist: Mit wenigen, leicht zu beschaffenden Informationen kann der Account einer anderen Person übernommen werden. Dann ist es möglich, im Namen des Anderen Nachrichten zu versenden und zu empfangen.

Wie Heise Online berichtet, reicht es dafür wie bei ersten Exploits der Lücke aus, die Telefonnummer und die Seriennummer (IMEI) der Zielperson zu beschaffen. Das ist insbesondere bei Bekannten recht leicht, mit denen man ohnehin in Kontakt steht. Die IMEI ist in der Regel im Akkufach des Handys aufgedruckt, bei manchen Geräten auch auf der Verpackung oder der Rückseite des Handys. Hat der Angreifer Zugriff auf ein eingeschaltetes und nicht gesperrtes Telefon, lässt sich die IMEI bei Android und iOS auch ohne weitere Tools über das Betriebssystem auslesen. Betroffen scheint von der neuen Lücke bisher nur Android zu sein, unter iOS erzeugt Whatsapp den Account nicht aus der IMEI, sondern der MAC-Adresse des WLAN-Moduls.

Mit IMEI und Telefonnummer konnte Heise Online einen fremden Account übernehmen. Dafür war ein Skript nötig, das ein Leser des Dienstes bereitgestellt hatte. Es generiert aus den bekannten Daten das Passwort, mit dem sich die App bei ihrem Server anmeldet.

Whatsapp reagiert, aber völlig unzureichend

Anders als in der Vergangenheit hat der Anbieter der Software auf die Lücke reagiert, wenn auch nur sporadisch: Auf eine Anfrage von Heise zu der Lücke gab es nach einigen Tagen eine Antwort, in der sich das Unternehmen nach der genutzten Version der App erkundigte. Weitere Anfragen, unter anderem mit dem Angebot, weitere Informationen zur Verfügung zu stellen, blieben unbeantwortet. In seinem Blog hat Whatsapp zu der neuen Lücke bisher nicht Stellung genommen.

Da davon auszugehen ist, dass sich die neuen Exploits früher oder später öffentlich zugänglich im Netz finden werden und sich der Hersteller der App auch in der Vergangenheit nicht um Transparenz bemüht hat, kann vom Einsatz von Whatsapp weiterhin nur abgeraten werden. Es gibt auch andere Apps für den kostenlosen Versand von Kurznachrichten, wie unser Report 'Alternativen zum unsicheren Whatsapp' zeigt.


jurtsche 30. Nov 2012

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.woodkick.pgpsms :)

gollumm 30. Nov 2012

Aus dem Internet und aus der Logik heraus? Wie sollen sie Dir sagen, wer den Dienst...

azeu 29. Nov 2012

eine Sicherheitswarnung?

BenediktRau 29. Nov 2012

Dafür nervt ICQ mit Täglichen russischen Freundesanfragen weil das Konzept Nutzername...

Kampfmelone 29. Nov 2012

Weil du für 5-10¤ im Monat auch eine schnelle Verbindung bekommst, die zuverlässig...

Kommentieren



Anzeige

  1. Referent Informationssicherheitsmanag- ement (m/w)
    EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  2. Head of Customer Service (m/w)
    Nemetschek Allplan Deutschland GmbH, München
  3. IT-Consultant Mobile Applications (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  4. Consultant (m/w) Daten- und Prozessmanagement
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Samsung, Apple und Nokia

    Welche Smartphone-Kamera ist die Beste?

  2. Filesharing

    Gesetz gegen unseriöses Inkasso tritt in Kraft

  3. Bundesverkehrsministerium

    Kennzeichen-Scan statt Maut-Vignette

  4. Haftungsprivilegien

    Wann macht sich ein Hoster strafbar?

  5. Settop-Box

    Skys Streaming-Client ist der Roku 3

  6. Steam

    Square Enix weitet Geo-Lock bei Spielen aus

  7. Smartphone

    LGs 5-Zoll-Display hat einen 0,7 mm dünnen Rand

  8. Staatsanwaltschaft Dresden

    Öffentliche Fahndung nach Kinox.to-Betreiber

  9. Sicherheit

    Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen

  10. HDMI-Handshake

    Firmware 2.0 lässt manche Playstation 4 verstummen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel