Drohne Reaper: Abhörsoftware für weniger als 30 US-Dollar
Drohne Reaper: Abhörsoftware für weniger als 30 US-Dollar (Bild: US Department of Defense)

Sicherheit US-Drohnen funken immer noch unverschlüsselt

Höchstens jede zweite Drohne des US-Militärs funkt derzeit verschlüsselt. Alle anderen kommunizieren im Klartext mit der Bodenstation und können abgehört werden. Erst 2014 soll das Problem behoben sein.

Anzeige

Eine bekannte Sicherheitslücke in militärischen US-Drohnen ist auch nach Jahren noch nicht geschlossen: Noch immer sei es möglich, die Funkkommunikation der unbemannten Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) vom Typ Predator und Reaper abzuhören, berichtet das US-Technologiemagazin Wired.

2008 hatte das US-Militär Computer im Irak sichergestellt, auf denen Videomaterial gespeichert war, das Aufständische von US-Drohnen hatten. Eine Software, die weniger als 30 US-Dollar kostet, hatte es ihnen ermöglicht, die Kommunikation der Drohnen mit der Bodenstation abzuhorchen.

Verschlüsselung nachrüsten

Das Militär versprach daraufhin, die UAVs mit neuen Kommunikationseinrichtungen auszustatten, die über eine Verschlüsselung verfügen. Bisher sei aber wenig passiert, sagte eine Quelle, die Kenntnisse über die Umrüstung hat, Wired. Nur etwa 30 bis 50 Prozent der Predator und Reaper könnten verschlüsselt kommunizieren. Voraussichtlich erst 2014 würden alle US-Drohnen entsprechend umgebaut sein. Die Drohnen, die im Ausland im Einsatz seien, würden zuerst umgerüstet, erklärte die Quelle. Andere Informanten aus dem Umfeld der Drohnenoperationen bestätigten das.

Seit 2008 seien ihnen keine weiteren Fälle bekanntgeworden, in denen Aufständische Informationen aus Drohnen abgezapft hätten, sagten die Informanten. Das sei allerdings überraschend, und es könnte durchaus sein, dass es trotzdem geschehe.

Virus im Kommandostand

Das ist aber nicht die einzige Sicherheitslücke: Im Oktober vergangenen Jahres wurde laut Wired ein Virus in den Computern in den Steuerständen entdeckt, von denen aus die UAVs aus den USA gesteuert werden. Der Virus, der sämtliche Tastatureingaben der Drohnenpiloten aufzeichnete, erwies sich als sehr hartnäckig: Es dauerte mehrere Wochen, ihn von den Computern zu entfernen.

Ende 2011 war eine Drohne des US-Auslandsgeheimdienstes CIA im Iran verlorengegangen. Die Iraner erklärten, sie hätten die Drohne mit einem gefälschten GPS-Signal zur Landung gebracht. Im Sommer dieses Jahres zeigten US-Forscher, wie es per GPS-Spoofing möglich ist, die Kontrolle über eine Drohne zu übernehmen.


Atalanttore 20. Nov 2012

kein Text

gaym0r 30. Okt 2012

Kapier ich nicht.

tingelchen 30. Okt 2012

Was soll man sagen? Es scheint eine regelrechte Naivität bei den Obirgkeiten zu herschen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Developer - Cloud Services (m/w)
    Bosch Software Innovations GmbH, Berlin
  2. Head of Ad Management (m/w)
    Heise Medien GmbH & Co. KG, Hannover
  3. Senior Consultant SAP BI (m/w)
    INTENSE AG, Würzburg und Köln
  4. Ingenieur (m/w) Funktionsabsicherung für Airbagelektronik
    Automotive Safety Technologies GmbH, Ingolstadt, Gaimersheim

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. Xbox One The Witcher: Wild Hunt Bundle
    399,00€
  2. Aktion: The Witcher 3: Wild Hunt + Comicbuch
  3. VORBESTELLBAR: Uncharted: The Nathan Drake Collection - Special Edition [PlayStation 4]
    79,95€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Supernerds

    Angst schüren gegen den Überwachungswahn

  2. O2-Netz

    Mobilfunkkunden von Kabel Deutschland gekündigt

  3. Landkreistag

    Warum der Bund den Glasfaserausbau nicht fördert

  4. Millionen Tonnen

    Große Mengen Elektronikschrott verschwinden aus Europa

  5. Autosteuerung

    Uber heuert die Jeep-Hacker an

  6. Contributor Conference

    Owncloud führt Programm für Bug-Bounties ein

  7. Flexible Electronics

    Pentagon forscht mit Apple und Boeing an Wearables

  8. Private Cloud

    Proxy für Owncloud soll Heimnutzung erleichtern

  9. Geheimdienste

    NSA kann weiter US-Telefondaten sammeln

  10. Die Woche im Video

    Diskettenhaufen und heiße Teilchen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Open Source: Sticken! Echt jetzt?
Open Source
Sticken! Echt jetzt?
  1. München CSU-Stadträte wettern über Limux
  2. Guadec15 "Beiträge zu freier Software sind zu schwer"
  3. Guadec15 "Open-Source-Software braucht Markenrechte"

Game Writer: Warum Quereinsteiger selten gute Storys für Spiele schreiben
Game Writer
Warum Quereinsteiger selten gute Storys für Spiele schreiben
  1. Swapster Deutsche Börse plant Handelsplattform für Spieler
  2. Ninja Theory Hellblade und eine Heldin mit Trauma
  3. Unterwasser Aquanox sucht Community

Uberchord ausprobiert: Besser spielen statt Highscore jagen
Uberchord ausprobiert
Besser spielen statt Highscore jagen
  1. Play Music Googles Musikdienst bekommt kuratierte Playlisten
  2. GTA 5 Rockstar-Editor bald für PS4 und Xbox One
  3. DAB+ WDR schaltet seine Mittelwellensender ab

  1. Re: Jede Wette

    Xstream | 19:52

  2. Re: DSL...

    LinuxMcBook | 19:47

  3. Re: "Rufnummer sei nicht übernehmbar"

    Ultronkalaver | 19:46

  4. Re: Kontrollverlust

    Poison Nuke | 19:37

  5. Re: Welche U-Bahn???

    niklasR | 19:32


  1. 12:57

  2. 11:23

  3. 10:08

  4. 09:35

  5. 12:46

  6. 11:30

  7. 11:21

  8. 11:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel