Sicherheit: Nanofarbe erkennt Schäden in Bauwerken
Saafi (rechts) und Kollege beim Mischen der Farbe (Bild: University of Strathclyde)

Sicherheit Nanofarbe erkennt Schäden in Bauwerken

Schottische Forscher haben eine Farbe entwickelt, die zur Überwachung von Bauwerken eingesetzt werden soll. Eine Oberfläche wird mit der leitfähigen Farbe bestrichen. Dann werden Elektroden angebracht, die die Leitfähigkeit messen. Veränderungen daran können auf Schäden hinweisen.

Anzeige

Flugasche, ein Abfallprodukt von Verbrennungen unter anderem in Kohlekraftwerken, könnte künftig nutzbringend eingesetzt werden: Schottische Forscher haben eine Farbe entwickelt, die Schäden an Bauwerken erkennen soll.

Die Farbe besteht aus Flugasche und aus Kohlenstoffnanoröhrchen. Damit werden Bauwerke, etwa die Wände eines Tunnels, eine Brücke oder ein Windrad angemalt. Die Flugasche verleihe der Farbe die dafür nötige Haltbarkeit, erklären die Wissenschaftler der Universität von Strathclyde in Glasgow um Mohammed Saafi.

Landkarte der Leitfähigkeit

Ist die Farbe aufgetragen, wird das Bauwerk mit drahtlosen Elektroden ausgestattet, die mit der Farbe verbunden werden. Die Nanoröhrchen zeichnen sich durch eine hohe elektrische Leitfähigkeit aus. Die Elektroden erstellen eine Art Landkarte der Leitfähigkeit der mit der Farbe bestrichenen Oberfläche. Bilden sich in der Farbe Risse, erkennt das Sensornetz diese als Veränderungen in dieser Landkarte. Die Elektroden sollen auch Bewegungen erfassen, die Hinweise auf eine Schwachstelle oder Korrosion geben.

Die Überwachung übernehme ein drahtloses Sensornetzwerk, erklärt Saafi. Die Farbe sei mit drahtlosen Kommunikationsknoten gekoppelt, die über ein Energy-Harvesting-System verfügten, das sie unabhängig mache sowie die Möglichkeit gebe, eine Warnung abzusetzen. Auf diese Weise sei es möglich, "aus der Ferne unsichtbare Schäden wie Mikrorisse im Betonfundament einer Windkraftanlage zu erkennen."

Schäden früher erkennen

Mit Hilfe der Nanofarbe ließen sich Schäden nicht nur früher aufspüren als es mit herkömmlichen Überwachungsmethoden möglich sei. Zudem sei sie recht günstig, nicht zuletzt auch, weil sie zu einem guten Teil aus dem Abfallprodukt Flugasche bestehe. Durch die Farben ließen sich die Unterhaltskosten von Windrädern oder anderen großen Bauwerken deutlich senken, glauben die Entwickler.

Die Forscher haben das System im Labor erfolgreich getestet. Jetzt wollen sie die Funktionsfähigkeit an einem großen Bauwerk im Freien vorführen.


fratze123 02. Feb 2012

steht ja auch im artikel...

LoLTroll 01. Feb 2012

Das ist das gleiche Prinzip wie bei Dehnungsmesssteifen. Ganz einfach. Dort gibt es ja...

dossi 01. Feb 2012

Ich glaube, da hat jemand die Grammatik/Rechtschreibprüfung übersprungen ... Vielleicht...

Kommentieren



Anzeige

  1. Organisations- & Prozessberater Support und Service (m/w) (IV) (Expertenstelle)
    W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg
  2. User Experience Engineer (m/w) GUI Modellierung
    e.solutions GmbH, Ulm
  3. SAP Application Manager (m/w) SD, CS, GTS
    über p3b, Winterthur (Schweiz)
  4. Software-Integrator (m/w)
    Siemens AG, Erlangen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ausgründung

    Ebay und Paypal trennen sich

  2. OS X

    Apple liefert Patch für Shellshock

  3. Elektromagnetik

    Der Dietrich für den Dieb von heute

  4. O2 Car Connection

    Autodaten auf das Smartphone funken

  5. Wii U

    Firmware-Update räumt den Homescreen auf

  6. Mobilfunk

    Amazon verkauft neuerdings Smartphones mit Tarif

  7. Ello

    Das Anti-Facebook, nächster Versuch

  8. Konami

    PES 2015 und die Auflösung auf der Xbox One

  9. Microduino

    Kleine Bastlerboards zum Stapeln

  10. VR Clay

    3D-Sculpting mit Oculus Rift und Razer Hydra



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



PC-Spiele mit 4K, 5K, 6K: So klappt's mit Downsampling
PC-Spiele mit 4K, 5K, 6K
So klappt's mit Downsampling
  1. Leak Gopro Hero 4 soll in 4K aufnehmen
  2. Ifa Vodafone Deutschland und Cisco bringen 4K-Set-Top-Box
  3. Alpentab Wienerwald Das Holztablet mit Bay Trail oder als Nobelversion

Ascend Mate 7 im Test: Huaweis fast makelloses Topsmartphone
Ascend Mate 7 im Test
Huaweis fast makelloses Topsmartphone
  1. Cloud Congress 2014 Huawei verkauft Intel-Standardserver nur als Türöffner
  2. Huawei Cloud Congress Huawei will weltweit der führende IT-Konzern werden
  3. Ascend G7 Huawei-Smartphone mit 13-Megapixel-Kamera für 300 Euro

iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test: Aus klein mach groß und größer
iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test
Aus klein mach groß und größer
  1. #Bentgate Verbiegt sich das iPhone 6 Plus in der Hosentasche?
  2. Flir One PIN-Ausspähung per Wärmesensor
  3. Swarovski Fernglas verleiht iPhones Fernsicht

    •  / 
    Zum Artikel