Sicherheit Hotelschlösser sollen gegen Geld wieder sicher werden

Die Sicherheitslücke der Schlösser von Onity, die bei Hoteltüren eingesetzt werden, soll bald geschlossen werden. Der Hersteller verlangt für die Schließung der Lücke von den Hotels allerdings Geld - für einen mechanischen Verschluss des Ports hingegen nicht.

Anzeige

Hersteller Onity hat auf einen Hack seiner Hoteltüren mit elektronischen Schlüsselkarten reagiert und bietet Hotelbesitzern zwei Lösungsmöglichkeiten an. Softwareentwickler Cody Brocious hatte den Hack gezeigt. Dabei wurde die Anlage über eine Buchse angegriffen, die sich zur Stromversorgung und Programmierung an der Unterseite des Schlosses befindet. Mit dem Hack, der mit einem Arduino vollzogen wurde, konnte die Schlüsselkarte umgangen und der Öffnungscode ausgelesen werden. Arduino ist eine Open-Source-Hardware-Platine. Brocious hat den Hack auf seiner Website genau (PDF) dokumentiert.

Eine der Lösungsmöglichkeiten des Herstellers Onity hat umfasst einen kostenlosen Deckel für die Buchse, der nicht entfernt werden kann, ohne das Schloss halb auseinanderzunehmen, so Onity. Das soll künftigen Hackern den mechanischen Zugriff auf den Port erschweren.

Hotelbesitzer bleiben auf den Kosten sitzen

Eine wirkliche Lösung, die die Sicherheitslücke schließt, ist bei den Schlössern nur durch ein Upgrade der Firmware möglich, so Forbes. Die Kosten für den dazu erforderlichen Ein- und Ausbau der Elektronik sowie den Versand muss der Hotelbesitzer alleine tragen. Bei Schlössern ohne Upgrademöglichkeit will Onity verbilligte Lösungen für Neukäufe anbieten.

Beide Lösungen sollen Ende August 2012 verfügbar sein.

Mozilla-Softwareentwickler Cody Brocious hat auf der Conference Black Hat in Las Vegas einen Hack für Hoteltüren mit elektronischen Schlüsselkarten vorgeführt. Mit einer Arduino-Plattform sei ihm das Öffnen von einigen Hoteltüren in Sekunden gelungen, erklärte Brocious. "Ich mach den Stecker rein, schalte ein, und das Schloss öffnet sich", sagte er dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes. In einem Test mit einem Reporter war der Angriff jedoch auf Anhieb nicht immer erfolgreich. Mittlerweile soll die Zugriffsmethode jedoch verfeinert worden sein.

Brocious kritisierte in einem Blogpost den Hersteller für seine kostenpflichtige Updatepolitik. Außerdem sei es unredlich, von einem Firmwareupdate zu sprechen, wenn letztlich die Hardware ausgetauscht werden müsse. Zudem müsse unbedingt von externen Spezialisten untersucht werden, ob die Sicherheitsmaßnahmen auch greifen, so Brocious.

Brocious war als Chief Technology Officer beim Startup Unified Platform Management tätig, das per Reverse Engineering versuchte, die Schlösser von Onity nachzubauen, um sie selbst preisgünstiger herzustellen. Das Startup verkaufte seine Untersuchungsergebnisse im Jahr 2011 für 20.000 US-Dollar an das Locksmith Institute (LSI), wohin auch Strafverfolgungsbehörden, Polizei und Geheimdienste ihre Mitarbeiter zur Ausbildung schicken.


__destruct() 21. Aug 2012

Das kann ja auch vom Hersteller angeboten werden.

Tiberius Kirk 21. Aug 2012

Wie erkennt man als Hotelgast, ob das Schloss sicher ist oder nicht? Die wenigsten Hotels...

__destruct() 21. Aug 2012

Man kann nachweisen, dass das verkaufte System zu keiner Zeit den angepriesenen...

theWhip 20. Aug 2012

Hotelliers sollten gucken ob es alternative Angebote gibt und wenn ja Angebote einholen...

HerrMannelig 20. Aug 2012

Selten so passend der Begriff ;)

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektmanager für Webapplikationen (m/w)
    Information Factory Deutschland GmbH, Nürnberg
  2. Solution Architect (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, Frankfurt
  3. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  4. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  2. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA

  3. Yahoo Japan

    Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert

  4. Flying Wild Hog

    Der Shadow Warrior kämpft wieder

  5. Sony

    Die Playstation 4 ist schwarz - und verschwommen

  6. Palava

    Videokonferenzlösung auf Basis von WebRTC

  7. Browser

    Opera für Android mit Webkit-Engine ist da

  8. Travelstar 5K1500

    Notebookfestplatte mit 1,5 TByte

  9. Sandisk und Toshiba

    Flash-Speicher wird kleiner

  10. Samsung

    Galaxy-S4-Funktionen für das Galaxy S3



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Security: Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
Security
Gefährliche Lücke im Linux-Kernel

Über eine Schwachstelle im Linux-Kernel kann sich ein lokaler Angreifer von einem eingeschränkten Konto Root-Rechte verschaffen. Die Schwachstelle besteht bereits seit mehreren Jahren. Die Lücke wurde klammheimlich geschlossen.

  1. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung
  2. Security D-Link patcht Sicherheitslücken in Routern und IP-Kameras
  3. Stonesoft Intel bietet 389 Millionen Euro für Firewall-Anbieter

Larry Page: "Microsoft will uns ausnutzen"
Larry Page
"Microsoft will uns ausnutzen"

Larry Page hat sich darüber beschwert, dass Microsoft bei Chatprogrammen kleingeistig sei, und sich für Interoperabilität eingesetzt. "Das ist wirklich traurig, so ist kein Fortschritt möglich", sagte er auf der Entwicklerkonferenz Google I/O.

  1. Google-Chef Larry Page leidet an einer Stimmbandlähmung
  2. Eric Schmidt Google Glass kommt später
  3. Multiscreen-Welt Google macht 3,35 Milliarden US-Dollar Gewinn

Milliarden-Deal: Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr
Milliarden-Deal
Yahoo kauft Blogging-Plattform Tumblr

Der Internetkonzern Yahoo hat Tumblr für 1,1 Milliarden US-Dollar gekauft. An dem Konzept der Blogging-Plattform soll sich laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer nichts ändern.

  1. Videostreaming Yahoo interessiert sich für Hulu
  2. Nach Summly Google und Apple wollen Nachrichtenkürzungs-App Wavii
  3. Summly Yahoo kauft Nachrichtenkürzungs-App

Zum Artikel