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Eine Drohne des französischen Kurierdienstes Geopost
Eine Drohne des französischen Kurierdienstes Geopost (Bild: Boris Horvat/AFP/Getty Images)

Sicherheit: Drohnen brauchen ein einheitliches Betriebssystem

Eine Drohne des französischen Kurierdienstes Geopost
Eine Drohne des französischen Kurierdienstes Geopost (Bild: Boris Horvat/AFP/Getty Images)

Zur Aufklärung, zum Transport und als Hobbyobjekt: Drohnen sind dabei, den Alltag zu verändern. Doch so vielfältig die Anwendung, so unterschiedlich sind auch die Betriebssysteme. Dabei würde eine vernetzte und offene Plattform für alle Geräte einiges erleichtern.

Die Geschichte der Drohnen begann im militärischen Bereich, im Jahr 1931 in Großbritannien. Führerlose Fluggeräte wurden entwickelt, um heikle Missionen zu übernehmen. In den letzten Jahren wurden immer mehr Drohnen vom Militär eingesetzt, unter anderem bei den unrühmlichen Tötungen von Terroristen durch die USA und Großbritannien, bei denen der Tod vieler Unbeteiligter in Kauf genommen wurde..

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Aber wie schon so oft werden Entwicklungen des Militärs auch im zivilen Bereich übernommen. So beschäftigt sich die Maker-Szene bereits seit Jahren mit Drohnen und nutzt sie auf vielfältige Weise friedlich. Auch der industrielle Bereich setzt Drohnen verstärkt ein, als Transportmittel für Lasten. In der Wissenschaft dienen sie, mit Kameras und Sensoren ausgestattet, der Erkundung und Überwachung. So unterschiedlich die Anwendungsbereiche von Drohnen sind, so unterschiedlich sind deren Betriebssysteme.

In den nächsten Jahren wird es wichtig werden, offene Systeme zu bevorzugen, wenn es um die Standardisierung der Software zum Betrieb von Drohnen geht. Denn offene Standards verhindern sogenannte Walled Gardens und erhöhen die Sicherheit. Außerdem beschleunigen sie die Forschung und Entwicklung. Die bisherigen Systeme sind davon meist weit entfernt. Im militärischen Bereich sind die Betriebssysteme in einer Blackbox untergebracht. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass etwa die US-Marine 2012 begann, auf Linux umzustellen, um der Virenanfälligkeit von Microsofts Betriebssystem zu entgehen. Luftwaffe und Heer werden folgen.

Standardisierung ist auch wichtig für die Sicherheit im Luftraum, es muss einen Mindeststandard an Sicherheitsmaßnahmen geben. Setzt jeder Hersteller ein anderes proprietäres geschlossenes System ein, wird der Staat mit Überregulierung reagieren und viele Chancen der neuen Technologie abwürgen. Hier wird eine vernetzte, offene Plattform gebraucht.

Breites Spektrum

Zwei Beispiele sollen den Stand der derzeitigen Entwicklung aufzeigen. Beide Ansätze haben ganz oder teilweise Linux als Basis und sind für unterschiedliche Segmente des Drohnenmarkts ausgelegt. Für die kleineren Drohnen, die privat als Hobby genutzt werden oder im kommerziellen Einsatz überwachen sowie aufzeichnen, hat Canonical auf Basis des Quellcodes von Ubuntu Core die für das gesamte IoT konzipierte Distribution Ubuntu Snappy Core veröffentlicht. Am anderen Ende des Spektrums entwickelt der 31-jährige MIT-Absolvent und Flug-Enthusiast Jonathan Downey, der eine eigene Fluglizenz besitzt und einige Flugrekorde hält, mit seiner Firma Airware eine standardisierte, aber in weiten Teilen geschlossene Plattform auch für größere Drohnen, die im industriellen Umfeld zum Einsatz kommen.

Open-Source-Framework für alle UAV

Unter dem Schirm der Linux Foundation will seit letztem Jahr das kollaborative Projekt Dronecode Entwickler und Industrie zusammenbringen. Neben Intel und Qualcomm zählen derzeit 44 spezialisierte Unternehmen wie 3D Robotics, Erle Robotics, Yuneec oder Matternet zu den Unterstützern. Rund 1.300 Entwickler haben dabei ein Open-Source-Framework zum Ziel, das als offener Standard für Software bei unbemannten Flugobjekten im privaten und kommerziellen Bereich etabliert werden soll. Im Rahmen der gerade in Dublin abgeschlossenen Linuxcon Europe fand ein Workshop zur Programmierung von Software für Drohnen unter Linux statt. Dronecode setzt für seine Linux-Lösung auf ein Standard-Debian/Ubuntu, an dem ein Real-Time-Betriebssystem (RTOS) wie etwa NuttX andockt. Den Linux-Echtzeit-Stack sieht der Projektleiter derzeit als nicht ausgereift genug an. Als Autopilot-Plattformen verwendet Dronecode die beiden Open-Source-Projekte APM/Ardupilot und das PX4-Projekt der ETH Zürich. Den Entwicklungsstand von PX4 an der Hochschule zeigt eindrucksvoll ein aktuelles Youtube-Video.

Linux für die Lüfte 

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centerspeaker 10. Nov 2015

Aus Sicht des Regulierers und der Sicherheitsorgane bestimmt, aber aus Sicht des Nutzers...

irata 06. Nov 2015

Das hat auch niemand je ernsthaft behauptet.

joypad 03. Nov 2015

+1

Wallbreaker 03. Nov 2015

Das ist Unfug. Mal von abgesehen das kein Betriebssystem etwas dafür kann, wenn...

jsm 02. Nov 2015

So ist es! Die Natur hat nicht umsonst die Evolution und das Energie-Aufwändige tauschen...



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