Sicherheit Deutliche Zunahme von Malware für Android

Mit der steigenden Popularität und der Verbreitung von mobilen Geräten mit Android nimmt auch die Gefahr von Malware für das mobile Betriebssystem zu. Mittlerweile gibt es zahlreiche Sicherheitsapplikationen, die Nutzer schützen sollen.

Anzeige

Die zunehmende Verbreitung von Android-Geräten und die steigende Popularität der mobilen Plattform ruft auch Malware-Programmierer auf den Plan. Die unabhängige Testplattform AV-Test verzeichnete einen Zuwachs von monatlich etwa 4.000 Malware-Anwendungen für Android seit November 2011, mit steigender Tendenz. Dem wollen zahlreiche Hersteller von Sicherheitssoftware entgegentreten, teils mit Komplettlösungen, die auch Backups oder Diebstahlschutz anbieten.

Bei der von AV-Test entdeckten und gesammelten Malware handelt es sich in erster Linie um Spyware, Root-Exploits oder Phising-Apps. Aber auch Trojaner, Bots, falsche Installer oder Betrug per SMS zählen zu den gängigen Angriffen auf Android-Geräten. Grund zur Panik bestehe aber nicht, wenn der Anwender einige Grundregeln beachtet, sagte AV-Test-Mitarbeiter Hendrik Pilz auf der Droidcon 2012.

  • Die Anzahl der von AV-Test bekannten Malware für Android steigt.
Die Anzahl der von AV-Test bekannten Malware für Android steigt.

Eines der größten Einfallstore für Malware sei die Möglichkeit, ungeprüfte Applikationen von Drittanbietern unter Android zu installieren. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Anwender die entsprechende Option in den Einstellungen aktiviert. Hier sei die größte Vorsicht geboten, sagte Pilz. Allerdings sei auch der Android Market nicht immer sicher. Google habe erst im vergangenen Monat bekanntgegeben, mit Bouncer ein Prüfverfahren implementiert zu haben, das Applikationen spezifisch nach Malware durchsucht. Pilz rät Anwendern auch, genau zu prüfen, welche Berechtigungen Applikationen für sich beanspruchen wollen. Ebenfalls nützliche Informationen seien die Benutzerwertungen und die Popularität einer Anwendung.

Viele Scanner sind nutzlos

Nicht alle Sicherheitsapplikationen von teils namhaften Herstellern sind allerdings nützlich, sagte Pilz. Das ergab ein Prüfung, den AV-Test in der ersten Märzwoche 2012 veröffentlichte und nun nochmals aktualisierte. Grund für das Update sei der Einwand einiger Hersteller gewesen, das Prüfverfahren von AV-Test sei nicht ausreichend. An den ursprünglichen Testergebnissen habe sich aber nur wenig geändert. Die als unzureichend eingestuften Scanner sind es nach den neuen Ergebnissen immer noch.

Pilz räumt ein, dass die Malware-Sammlung, die als Grundlage für die Tests dient, nicht umfassend genug sei. Denn sie enthält nur sehr wenig Schadsoftware aus dem asiatischen Raum, den einige der Hersteller abdecken. Auch die Anzahl der Malware sei noch nicht ausreichend.

Alle Malware-Scanner für die Android-Plattform hingegen suchen bislang anhand von bereits bekannten Signaturen und verwenden noch keine Heuristik, um Schadsoftware zu erkennen. Daher werden neue Schadanwendungen von den Produkten meist nicht erkannt.

Der aktuelle Testbericht ist auf der Webseite von AV-Test erhältlich.


renegade334 15. Mär 2012

Also wenn man unter Linux "sudo ./crack" eingibt, muss schon bewusst sein, was man da...

Dadie 14. Mär 2012

Was aber nicht sehr "Out-of-the-box" ist und daher nur begrenzt Verbreitung findet. Mir...

JanZmus 14. Mär 2012

Und wer erklärt dir das, wenn du von all dem noch gar keine Ahnung hast, weil du dein...

samy 14. Mär 2012

Anscheinend gibt es immer noch zu wenig Malware, mir ist noch keine begegnet... Aber klar...

Dadie 14. Mär 2012

Ich bestreite es um ehrlich zu sein. Auch ohne SourceCode kann man sehr wohl überprüfen...

Kommentieren



Anzeige

  1. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  2. Softwareentwickler (m/w) Java EE
    D.O.M. Datenverarbeitung GmbH, Nürnberg, Ingolstadt
  3. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  4. Trainee (m/w) für Telematik-Anwendungen im After Sales
    Daimler AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Marketplace

    Amazon-Händler verklagt Kunden wegen negativer Bewertung

  2. Elektromobilitätsgesetz

    Parken Elektro- und Hybridautos bald kostenlos?

  3. FlashQ

    Entfesselt blitzen mit Crowd-Unterstützung

  4. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  5. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  6. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  7. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  8. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  9. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  10. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energie: Wasser + Energie = Treibstoff
Energie
Wasser + Energie = Treibstoff

Die US-Marine erzeugt Flugzeugtreibstoff aus Meerwasser, einer praktisch unbegrenzt verfügbaren Ressource. Das funktioniert und ist zukunftsträchtig. Aber bitte mit einer umweltfreundlichen Stromquelle, sagt ein Experte.

  1. Windenergie Strom erzeugen mit Flügelschlag
  2. Greendatanet Autoakkus für Rechenzentren

Reprap: "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"
Reprap
"Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"

Ein 3D-Drucker gehört in jeden Haushalt, sagt der Reprap-Erfinder Adrian Bowyer. Er erklärt weshalb, und wieso wir schon auf dem besten Wege dahin sind.

  1. Lix Pen Winziger 3D-Druckstift malt Kunststoff in die Luft
  2. Micro 3D Printer 3D-Drucker für 220 Euro macht Furore auf Kickstarter
  3. 3D-Druck Hamburger Bibliothek stellt 3D-Drucker auf

Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

    •  / 
    Zum Artikel