Glass Up auf der Cebit 2013
Glass Up auf der Cebit 2013 (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Si14 Glass Up - die Datenbrille aus Italien

Glass Up blendet dem Nutzer Textnachrichten wie etwa E-Mails oder Terminerinnerungen ein. Die in Italien entwickelte Brille soll im September auf den Markt kommen.

Anzeige

Google Glass bekommt Konkurrenz aus Italien: Glass Up heißt die Datenbrille, die das Unternehmen Si14 aus Maghera bei Venedig entwickelt hat. Sie zeigt Nachrichten an, die auf dem Smartphone eintreffen. Die Italiener zeigen die Brille auf der Cebit (Halle 17, Stand H54).

Die Daten werden von einem kleinen Projektor über Spiegel und Linsen in das rechte Brillenglas projiziert - der Projektor ist in den rechten Bügel des Brillengestells integriert. Hinzu kommen die elektronischen Komponenten, die ebenfalls im Gestell untergebracht sind: Akku, Prozessor, Speicher sowie ein Funkchip. Die Daten kommen per Bluetooth 3.1 vom Smartphone auf die Brille. Das Unternehmen habe sich für diesen Standard entschieden, weil er der am weitesten verbreitete sei. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit einem Tag an.

Text mitten im Gesichtsfeld

Das Smartphone funkt Textnachrichten an die Brille. Dem Betrachter erscheine es dann, als schwebe der Text etwa zwei Meter vor ihm in der Mitte seines Gesichtsfeldes, sagt Francesco Giartosio, Chef und Gründer des Unternehmens, im Gespräch mit Golem.de. Das sei ein Vorteil gegenüber der Google-Brille, bei der der Text in einer oberen Ecke erscheine. Das ermüde zum einen die Augen des Nutzers, zum anderen könne es dessen Gegenüber irritieren, wenn der Brillenträger im Gespräch die Augen verdrehe.

Die Auflösung ist nicht sehr hoch: 320 x 240 Pixel. Allerdings sei Glass Up auch nicht dazu gedacht, Bilder oder Filme anzuzeigen, sondern Textnachrichten und eventuell das Icon des Dienstes, der die Nachricht übermittelt, etwa Twitter. Dazu reiche die Auflösung aus, sagt Giartosio. Der Text ist farbig, aber nicht bunt: Die Buchstaben sind einfarbig, in einem Farbton zwischen Gelb und Orange.

Touchpad-Bedienung

Um auf der Brille Daten zu empfangen, aktiviert der Nutzer zuerst eine App auf dem Smartphone. Darin kann er definieren, welche Meldungen - etwa Mails, SMS oder Tweets - er in die Brille eingeblendet bekommen möchte. Die Bedienung, etwa das Hin- und Herschalten zwischen Nachrichten oder das Abschalten der Brille, - erfolgt über ein Touchpad im Gestell.

Ursprünglich sei Glass Up dazu gedacht gewesen, E-Mails, SMS, Nachrichten aus sozialen Netzen oder Termine anzuzeigen. Inzwischen seien aber viele neue Anwendungsszenarien für die Datenbrille hinzugekommen, sagt Giartosio: Fahrer oder Fußgänger können sich die Richtung anzeigen lassen, in der ihr Ziel liegt. Im Kino können Untertitel für einen Film eingeblendet werden, im Museum die Erklärungen zu einem Exponat, im Theater der Text der Opernarien. Das Unternehmen verhandele bereits mit entsprechenden Interessenten.

Apps für Glass Up

Das Gerät soll vom Hersteller aus mit zehn Apps ausgeliefert werden. Si14 will zudem ein Software Development Kit bereitstellen sowie Schnittstellen offenlegen, damit Entwickler weitere Apps für Glass Up entwickeln können. Deshalb seien auch weitere Komponenten hinzugekommen wie etwa ein Kompass und ein Beschleunigungsmesser. Damit kann beispielsweise die Blickrichtung erfasst werden, so dass die Brille mit einer entsprechenden App als Navigationssystem eingesetzt werden kann.

Die Brille soll im September für knapp 300 Euro auf den Markt kommen. Der Termin erscheint allerdings etwas ehrgeizig: Auf der Cebit zeigen die Italiener einen Prototyp. Eine industrielle Produktion für das Gerät steht noch nicht - um diese vorzubereiten und zu finanzieren, will Si14 im April ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Kickstarter initiieren.


Chili 12. Mär 2013

Kurz gesagt wird das Bild nicht vor dem Auge auf einem Schirm dargestellt, sondern direkt...

Slamy 09. Mär 2013

Schön, dass hier noch ein anderer ist, der die Brille aufgesetzt hat. Ich habe es leider...

Robert0 08. Mär 2013

Halt : Welche Sprache und Betriebssystem verwendet man, wenn man das SDK verwenden will ?

Moe479 08. Mär 2013

tja so ist das halt auf messen, viel show und wenig details ... für wirklich...

Rulf 08. Mär 2013

das ding sieht aber schon recht fertig(entwickelt) aus, wogegen googles lösung noch in...

Kommentieren




Anzeige

  1. eBusiness Engineer (m/w) - Connected Services
    Robert Bosch GmbH, Karlsruhe
  2. IT Services Manager (m/w)
    Sanofi Pasteur MSD, Berlin
  3. Scrum / Agile Master (Projektkoordinator) für Prozessoptmimierungs-Projekte (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  4. Anwendungsentwickler CAD-Datenmanagement (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Schweinfurt

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. TIPP: Die Hobbit Trilogie (3 Steelbooks + Bilbo's Journal) [3D Blu-ray] [Limited Edition]
    74,00€ - Release 23.04.
  2. Ghostbusters 2 - Sie sind zurück (4K Mastered) [Blu-ray]
    7,99€
  3. Mad Max 2 - Der Vollstrecker (Steelbook) (exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] [Limited Edition]
    14,99€ - Release 07.05.

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Ein Zombie, Insekten und Lollipop

  2. Star Wars Battlefront

    Planetenkampf vor dem Erwachen der Macht

  3. Geodaten

    200 Beschäftigte verpixelten Google-Street-View-Häuser

  4. Windkraftwerke

    Kletterroboter überprüft Windräder

  5. Inside Abbey Road

    Mit Google durch das berühmteste Musikstudio der Welt

  6. ÖBB

    WLAN im Spaceshuttle einfacher zu machen als im Zug

  7. Google

    Chrome unterstützt Windows XP bis Ende 2015

  8. Kernel

    GNU Hurd 0.6 erschienen

  9. Highway Star

    Wikos Alu-Smartphone kostet 370 Euro

  10. MM1

    VR-Stuhl mit Fünf-Punkte-Gurt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



P8 im Hands On: Huawei setzt auf die Kamera
P8 im Hands On
Huawei setzt auf die Kamera
  1. Huawei P8 Max Riesen-Smartphone mit 6,8-Zoll-Display kostet 550 Euro
  2. Netzwerk und Smartphone Huawei verdient 4,5 Milliarden US-Dollar
  3. Neue Kirin-Prozessoren Nächstes Google Nexus soll von Huawei kommen

Vorratsdatenspeicherung: Das erste Placebo mit Nebenwirkungen
Vorratsdatenspeicherung
Das erste Placebo mit Nebenwirkungen
  1. Überwachung Telekom begrüßt Speicherdauer der Vorratsdatenspeicherung
  2. Vorratsdatenspeicherung Regierung will Verkehrsdaten zehn Wochen lang speichern
  3. Asyl für Snowden Bundesregierung bestreitet Drohungen der USA

Vindskip: Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
Vindskip
Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
  1. Volvo Lifepaint Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer
  2. Munin Moderne Geisterschiffe brauchen keinen Steuermann
  3. Globales Transportnetz China will längsten Tunnel am Meeresgrund bauen

  1. Re: Eigentlich kann man mit diesem Quatsch mal...

    Der Held vom... | 10:41

  2. Wo liegt das Problem?

    HaMa1 | 10:36

  3. Re: Einfach selber Fotos machen!

    Mingfu | 10:34

  4. Re: Selbst wenn man 100mbit hätte

    plutoniumsulfat | 10:33

  5. Re: Smartgrid&Smartmeter unabdingbar für die...

    robinx999 | 10:32


  1. 09:01

  2. 20:53

  3. 19:22

  4. 18:52

  5. 16:49

  6. 16:35

  7. 15:14

  8. 14:53


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel