Si14 Glass Up - die Datenbrille aus Italien

Glass Up blendet dem Nutzer Textnachrichten wie etwa E-Mails oder Terminerinnerungen ein. Die in Italien entwickelte Brille soll im September auf den Markt kommen.

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Google Glass bekommt Konkurrenz aus Italien: Glass Up heißt die Datenbrille, die das Unternehmen Si14 aus Maghera bei Venedig entwickelt hat. Sie zeigt Nachrichten an, die auf dem Smartphone eintreffen. Die Italiener zeigen die Brille auf der Cebit (Halle 17, Stand H54).

Die Daten werden von einem kleinen Projektor über Spiegel und Linsen in das rechte Brillenglas projiziert - der Projektor ist in den rechten Bügel des Brillengestells integriert. Hinzu kommen die elektronischen Komponenten, die ebenfalls im Gestell untergebracht sind: Akku, Prozessor, Speicher sowie ein Funkchip. Die Daten kommen per Bluetooth 3.1 vom Smartphone auf die Brille. Das Unternehmen habe sich für diesen Standard entschieden, weil er der am weitesten verbreitete sei. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit einem Tag an.

Text mitten im Gesichtsfeld

Das Smartphone funkt Textnachrichten an die Brille. Dem Betrachter erscheine es dann, als schwebe der Text etwa zwei Meter vor ihm in der Mitte seines Gesichtsfeldes, sagt Francesco Giartosio, Chef und Gründer des Unternehmens, im Gespräch mit Golem.de. Das sei ein Vorteil gegenüber der Google-Brille, bei der der Text in einer oberen Ecke erscheine. Das ermüde zum einen die Augen des Nutzers, zum anderen könne es dessen Gegenüber irritieren, wenn der Brillenträger im Gespräch die Augen verdrehe.

Die Auflösung ist nicht sehr hoch: 320 x 240 Pixel. Allerdings sei Glass Up auch nicht dazu gedacht, Bilder oder Filme anzuzeigen, sondern Textnachrichten und eventuell das Icon des Dienstes, der die Nachricht übermittelt, etwa Twitter. Dazu reiche die Auflösung aus, sagt Giartosio. Der Text ist farbig, aber nicht bunt: Die Buchstaben sind einfarbig, in einem Farbton zwischen Gelb und Orange.

Touchpad-Bedienung

Um auf der Brille Daten zu empfangen, aktiviert der Nutzer zuerst eine App auf dem Smartphone. Darin kann er definieren, welche Meldungen - etwa Mails, SMS oder Tweets - er in die Brille eingeblendet bekommen möchte. Die Bedienung, etwa das Hin- und Herschalten zwischen Nachrichten oder das Abschalten der Brille, - erfolgt über ein Touchpad im Gestell.

Ursprünglich sei Glass Up dazu gedacht gewesen, E-Mails, SMS, Nachrichten aus sozialen Netzen oder Termine anzuzeigen. Inzwischen seien aber viele neue Anwendungsszenarien für die Datenbrille hinzugekommen, sagt Giartosio: Fahrer oder Fußgänger können sich die Richtung anzeigen lassen, in der ihr Ziel liegt. Im Kino können Untertitel für einen Film eingeblendet werden, im Museum die Erklärungen zu einem Exponat, im Theater der Text der Opernarien. Das Unternehmen verhandele bereits mit entsprechenden Interessenten.

Apps für Glass Up

Das Gerät soll vom Hersteller aus mit zehn Apps ausgeliefert werden. Si14 will zudem ein Software Development Kit bereitstellen sowie Schnittstellen offenlegen, damit Entwickler weitere Apps für Glass Up entwickeln können. Deshalb seien auch weitere Komponenten hinzugekommen wie etwa ein Kompass und ein Beschleunigungsmesser. Damit kann beispielsweise die Blickrichtung erfasst werden, so dass die Brille mit einer entsprechenden App als Navigationssystem eingesetzt werden kann.

Die Brille soll im September für knapp 300 Euro auf den Markt kommen. Der Termin erscheint allerdings etwas ehrgeizig: Auf der Cebit zeigen die Italiener einen Prototyp. Eine industrielle Produktion für das Gerät steht noch nicht - um diese vorzubereiten und zu finanzieren, will Si14 im April ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Kickstarter initiieren.


Chili 12. Mär 2013

Kurz gesagt wird das Bild nicht vor dem Auge auf einem Schirm dargestellt, sondern direkt...

Slamy 09. Mär 2013

Schön, dass hier noch ein anderer ist, der die Brille aufgesetzt hat. Ich habe es leider...

Robert0 08. Mär 2013

Halt : Welche Sprache und Betriebssystem verwendet man, wenn man das SDK verwenden will ?

Moe479 08. Mär 2013

tja so ist das halt auf messen, viel show und wenig details ... für wirklich...

Rulf 08. Mär 2013

das ding sieht aber schon recht fertig(entwickelt) aus, wogegen googles lösung noch in...

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