Serverprozessoren AMD baut ARM-CPUs mit integriertem Fabric

2014 sollen sie fertig sein: AMDs erste Prozessoren mit ARM-Kernen. Vorgesehen sind sie für sparsame Server, und nicht nur die AMD-Tochter Seamicro soll sie verbauen. Mit Dell und HP sind bereits starke Partner gefunden.

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Wie bereits vorab durchgesickert war, arbeitet AMD an Serverprozessoren, die nicht mit x86-, sondern mit ARM-Kernen bestückt sind. Dies bestätigte das Unternehmen nun im Rahmen einer Pressekonferenz. Bis zum Jahr 2014 sollen die ersten Produkte erscheinen.

Dabei will AMD mehrere Kerne der 64-Bit-Architektur ARM v8 zusammen mit einem Fabric auf einem Chip vereinen. Als Fabric werden bei Servern und Supercomputern die in der Regel proprietären Netzwerkstrukturen bezeichnet, mit denen sich mehrere Prozessorsockel, aber auch Switches und Speichersysteme verknüpfen lassen.

Ein solches Fabric hatte AMD durch die Übernahme des Microserverherstellers Seamicro bereits in seinen Besitz gebracht. Seamicro stellte im September 2012 seine neue Serverlinie SM15000 vor, die über das Fabric auch ein Storage-System mit bis zu 1.408 Festplatten ansteuern kann. Bisher werden die Fabric-Bausteine von TSMC hergestellt. Wer die neuen CPUs mit ARM-Kernen und Fabric fertigen soll, gab AMD noch nicht bekannt.

Als Einsatzgebiete für die ARM-Server sieht AMD vor allem Internetinfrastruktur. So sollen Webserver wie Apache, und auch PHP, Memcached und andere Anwendungen vorzugsweise auf diesen Rechnern laufen. Auch zur Analyse von großen Datenmengen (Big Data) sollen sich die Server eignen, AMD nennt hier Hadoop und Cassandra.

Ein Partner, der Software für die neuen Rechner entwickeln soll, ist auch schon gefunden: Red Hat unterstützt die ARM-Initiative von AMD. Noch wichtiger ist für das Unternehmen aber, dass auch andere Serverhersteller als Seamicro die neuen Prozessoren verbauen wollen. Dell und HP haben sich dazu bereits bekannt.

Eine Abkehr von der x86-Architektur stellt AMDs Ankündigung nicht dar. Die x86-Opterons sollen auch für Server weiterhin angeboten werden, vor allem für technisch/wissenschaftliche Aufgaben. Bei den Clients bleibt das Unternehmen seinen APUs treu, die Kombinationen aus x86-CPU und GPU darstellen.


matok 30. Okt 2012

Ich vermute, dass die ARMs bei so einem Vergleich sogar den kürzeren ziehen würden...

matok 30. Okt 2012

Quatsch. Meinst du, das würde sich durchsetzen? Diese CPUs sind wohl vorwiegend für...

fuzzy 30. Okt 2012

ARM unterstützt inzwischen auch CPUID. Ich sehe also das Problem nicht so ganz...

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