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Ein Wafer mit älteren Haswell-EP-Chips
Ein Wafer mit älteren Haswell-EP-Chips (Bild: Intel)

Serverprozessor: Broadwell-EP erhält mehr Kerne bei weniger Takt

Ein Wafer mit älteren Haswell-EP-Chips
Ein Wafer mit älteren Haswell-EP-Chips (Bild: Intel)

Intels neue Server-CPUs vom Typ Broadwell-EP erhalten bis zu 22 statt 18 Kerne wie ihre Haswell-EP-Vorgänger. Im Gegenzug sinken die Basisfrequenzen etwas, der Turbo könnte aber höher ausfallen.

Die CPU-World hat in einem IBM-Dokument die Spezifikationen der kommenden Xeon E5 2600 v4 entdeckt (PDF). Die von Intel intern als Broadwell-EP bezeichneten Serverprozessoren verfügen über bis zu 22 CPU-Kerne und eignen sich für den LGA-Sockel 2011-3. Die für die gleiche Fassung geeigneten Haswell-EP-Vorgänger alias Xeon E5 2600 v3 weisen bis zu 18 CPU-Kerne auf und takten ein bisschen höher - zumindest wenn nur die Basisfrequenzen und nicht der Turbo berücksichtigt wird.

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Neues Spitzenmodell wird der Xeon E5-2699 v4 mit 22 CPU-Kernen, einem L3-Cache von 55 MByte und einem Grundtakt von 2,2 GHz. Der Vorgänger Xeon E5-2699 v3 kommt auf 18 CPU-Kerne, 45 MByte L3-Cache und eine Basisfrequenz von 2,3 GHz. Der Turbo reicht allerdings bis hinauf zu 2,6 bis 3,3 GHz (mit AVX-Code) und 2,8 bis 3,6 GHz (ohne AVX-Code). Wie hoch die Boost-Taktraten beim neuen Xeon E5-2699 v4 und den weiteren Modellen ausfallen, ist bisher unbekannt. Klar ist nur: Einzig der Xeon E5-2699 v4 hat 22 CPU-Kerne, alle anderen Broadwell-EP hingegen 20 oder weniger Rechenwerke.

Nicht nur mehr CPU-Kerne, sondern auch flotterer DRAM

Wie schon bei Haswell-EP fertigt Intel auch von Broadwell-EP drei unterschiedliche Dies: In der HCC-Variante (High Core Count) stecken 24 Kerne, der Vollausbau bleibt allerdings den Xeon E7 v4 vorbehalten, intern Broadwell-EX genannt. Hinzu kommen eine MCC- (Medium Core Count) und eine LCC-Variante (Low Core Count). Letztere dürfte Intel für die Desktop-Ableger wie den Core i7-6950X verwenden, die bis zu zehn Kerne nutzen sollen.

Gleich geblieben ist bei den Xeon E5 2600 v4 wenig überraschend die maximale thermische Verlustleistung der Chips, die bis zu 145 Watt beträgt. Neu ist der schnellere Speicher für die größeren Varianten, die wie erwartet mit DDR4-2400 statt bisher DDR4-2133 umgehen können. Abseits der regulären Modelle plant Intel zudem sogenannte Off-Roadmap-SKUs wie den Xeon E5-2602 v4: Bei dem sind nur vier Kerne freigeschaltet, die aber takten mit 5,1 GHz - eventuell zuzüglich Turbo. Die TDP beträgt allerdings hohe 165 Watt.


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