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Zugbegegnung mit der Ecobee in Seoul-Incheon
Zugbegegnung mit der Ecobee in Seoul-Incheon (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die Bahn schleicht ganz schnell dahin

Von der erreichten Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h ist während der Fahrt praktisch nichts zu spüren. Die an sich schnelle Fortbewegung fühlt sich wie die Fahrt mit einem Schneckenzug an. Wer einmal mit der New Yorker Rumpelmetro gefahren ist, weiß: Geräusche sorgen für subjektive Geschwindigkeit.

Bei Südkoreas Ecobee muss man umdenken. Nur wer darauf achtet, spürt die darunterliegende Infrastruktur. Während bei der Eisenbahn regelmäßig ein Tack-Tack Tack-Tack über die Drehgestellte zu hören und bei schlechten Systemen auch deutlich zu spüren ist, erfühlt man bei der Ecobee allenfalls die Weichen durch ein minimales Vibrieren. Da muss man sich als Fahrgast aber schon konzentrieren und vor allem wissen, welcher Teil der Trasse zu einer Magnetbahnweiche gehört. Wer sich nicht auskennt, vor allem mit Monorail-Systemen, wundert sich über sinnlos herumliegende Trassenstücke zwischen den einzelnen Spuren.

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  • Wir starten in Yongyu, einem Ort, der gefühlt nur aus Transithotels besteht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sonst ist am Endbahnhof nichts los. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wenn die Züge losfahren, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... ist fast nichts zu hören. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Südkoreanischer Standard: eine große Umgebungskarte mit Ausrichtung zur Leserichtung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nebenan ist ein KTX-Zugdepot. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die aufgeständerte Trasse zeigt keine Auffälligkeiten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Detailansicht der Umgebungskarte (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • 12 Minuten vom Flughafen entfernt gibt es eine Abflugtabelle für Fluggäste. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sechs Stationen in der ersten Ausbaustufe und viersprachige Anzeige (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das E-Ticket-System T-Money mussten wir nicht nutzen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eigentlich für Notfälle, aber die 3D-Ansicht des Bahnhofs hilft auch bei der Orientierung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Blick auf die Kehranlage (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bahnsteigtüren sind in Süd- und Ost-Asien weit verbreitet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Blick auf die Trasse. Das sieht wie ein People-Mover-System aus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unsere Strecke bei Google Maps (Screenshot: Golem.de)
  • Die andere Seite des Bahnhofs (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir warten auf die nächste Ecobee. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ankunft in Yonyu ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und Fahrt zur Kehranlage (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • 1.500-Volt-Warnung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Da der Zug ohne Fahrer arbeitet, konnten wir vorne herausschauen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Andere Verkehrsteilnehmer kreuzen uns in der Regel in der Luft. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser Gegenzug. An dieser Stelle fuhr die Ecobee erstaunlich langsam. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Viele Baustellen im Niemandsland (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nanu? Ein einsames Gleisstück zwischen den Fahrwegen? Die Lösung ist einfach, hier ist eine Weichenkonstruktion zu sehen.(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Für den Pufferküsser gibt es eine Geschwindigkeitsanzeige. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Abstände zwischen den Bahnhöfen sind teils sehr kurz. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Endbahnhof. Hier kreuzt sich die Ecobee mit herkömmlichen Eisenbahnen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Gekehrt wird ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... am Bahnsteig. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Umgebungskarte Incheon (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Incheon ist eigentlich ein sehr bevölkerter Flughafen. Nur dieser Bahnhof lässt für Fotos viel Zeit. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Südkoreanischer Standard: eine große Umgebungskarte mit Ausrichtung zur Leserichtung (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)


Im Vergleich zur Eisenbahn, bei der jede Lücke spürbar ist und man aufwendige Technik wie bewegliche Herzstücke verwendet oder auf Spurkränzen fährt, um ein paar konzeptionelle Schwächen auszugleichen, ist das ein erheblicher Komfortgewinn. Auffällig ist bei der Fahrt allenfalls das Schaukeln des Wagenkastens, vor allem beim Einfahren in eine Kurve. Es fühlt sich wie eine sehr sanft arbeitende Luftfederung an. Festhalten sollte man sich trotzdem: Die Züge sind recht sprintstark, etwa auf dem Niveau von U-Bahnen. Das ist allerdings auch das Potenzial der Technik: Leichte Wagenkästen lassen sich schnell auf Geschwindigkeit bringen, da die schwere Technik im Fahrweg steckt.

Auffallend sind im Betrieb ein paar Langsamfahrstellen, insbesondere beim Kehren am Flughafen-Bahnhof. Der Zug wird übervorsichtig automatisch in den Bahnhof gefahren. Auf der anderen Seite der Strecke wird im Prinzip eine Kehranlage verwendet, dort fährt der Zug schnell in den Bahnhof ein. Sehr langsam sind auch Gleiswechsel mit der Ecobee. Die Weichen sind allerdings auch recht eng gebaut. Es wäre vermutlich äußerst aufwendig, langgezogene Weichen zu konstruieren, die schnell befahren werden können. Im Moment ist das bei der Ecobee auch noch nicht wichtig, denn die Weichen werden nur für Kehrfahrten gebraucht.

Fahren wie auf Schienen ist von gestern

Fahren wie auf Schienen ist auch heute noch der Inbegriff des Komforts. Gute Systeme sind komfortabel und ruckeln nicht. Doch mit der Ecobee müsste man diese Referenzbezeichnung eigentlich umdeuten auf "fahren wie auf Magneten". Das Fahrgefühl erinnert ein wenig an gummibereifte Eisenbahnsysteme, seien es die klassischen Flughafen-People-Mover oder Taipehs erste U-Bahn-Linie, bei denen Gummireifen auf Betonschienen fahren, die meist seitlich oder wagenkastenmittig geführt werden, oder Rad-Schiene-Fahrzeuge (Montreal, Paris), die mit parallel angebrachten Gummireifen auf Laufflächen ihre Last verteilen.

Vibrationen werden an Gebäude und Untergrund kaum weitergegeben und aus der Entfernung sind die Systeme kaum zu hören. Für den Fahrgast sind die quietschenden oder hochfrequenten Reifengeräusche aber eher unangenehm und laut. Zudem ist die Infrastruktur durch die Reifen immer noch spürbar. Die Magnetbahn löst das Problem und bietet dennoch die genannten Vorteile. Zudem ruckelt die Ecobee-Magnetschwebebahn nicht so sehr wie gummibereifte Bahnen bei der Anfahrt.

 Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert: Eine sanfte Magnetbahnfahrt im NirgendwoSüdkorea steigt zur dritten Magnetbahn-Nation auf 

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gadthrawn 07. Dez 2016

Manche Sachen muss man eben nicht entwickeln, wenn sie nur Selbstbeschäftogung sind.

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gadthrawn 06. Dez 2016

hm.. dann sollte man sehr viel mehr Staatsschulden bei den Inländern machen. Japan ist...

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Aha500 01. Dez 2016

Bisher bin ich mit zwei Monorails gefahren. Eine in Sydney, eine in Seattle. https://de...

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plutoniumsulfat 30. Nov 2016

Eine Mutter gibt ihrem Kind doch auch nicht erst was ungenießbares, bevor sie es füttert? :D

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brainstormtrooper 28. Nov 2016

http://magnetbahnforum.de/phpBB2/viewtopic.php?start=0&t=10277&topic_view=flat&sid...

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