Semi-Custom AMD gründet Entwicklungsabteilung für SoCs

Mit einer neuen Sparte will AMD künftig kundenspezifische Chips entwickeln. Nach dem Vorbild des Bausteins in der Playstation 4 erhofft sich das Unternehmen weitere Erfolge mit Semi-Custom-Designs.

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Mit der "Semi-Custom Business Unit" hat AMD eine neue Sparte im Unternehmen gegründet. Die Abteilung soll auf Basis von bestehenden Funktionsblöcken aus x86-Prozessoren, GPUs und Multimediaeinheiten neue Bausteine entwickeln. Dabei denkt AMD an ein Baukastensystem, wie es auch ARM seinen Lizenznehmern anbietet. Auch eigene Entwicklungen von Kunden sollen in die Chips eingebaut werden können, wie das auch bei ARM-SoCs der Fall ist.

Die neue Abteilung soll laut AMD zahlreiche Ingenieure beschäftigen, eine genaue Zahl der Entwickler nannte das Unternehmen aber noch nicht. Geleitet wird die Semi-Custom-Sparte von Saeid Moshkelani, der im vergangenen Jahr von Trident Microsystems zu AMD wechselte. Trident befand sich damals in der Abwicklung, inzwischen ist die bis vor zehn Jahren auch mit eigenen Grafikchips präsente Firma aufgelöst.

Offenbar will AMD mit der neuen Abteilung auf den Erfolg des Chips in der Playstation 4 aufbauen. Diesen Baustein, den AMD nach Vorgaben von Sony entwarf, bezeichnete das Unternehmen schon als Semi-Custom. Mit dem PS4-Baustein hatte AMD erstmals seine Jaguar-Kerne mit einer erweiterten GCN-Grafikeinheit auf einem Chip vereint - einen solchen Prozessor gibt es für PCs bisher noch nicht.

Das Unternehmen kündigte aber kürzlich an, dass mit der Architektur Huma die Vorteile dieser Integration auch für PCs umgesetzt werden sollen. Der erste derartige Chip trägt den Codenamen Kaveri, er soll Ende 2013 erscheinen. Unbestätigten Angaben zufolge soll auch der Prozessor der nächsten Xbox von AMD stammen, Microsoft will die Konsole am 21. Mai 2013 vorstellen.


Ovaron 03. Mai 2013

Bei ARM schnappt der Kunde sich das Design und marschiert damit zu einer beliebigen...

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