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Das Nike Fuelband wurde für die Selbstvermessung entwickelt.
Das Nike Fuelband wurde für die Selbstvermessung entwickelt. (Bild: IntelFreePress/flickr.com/(CC BY-SA 2.0))

Apps zur Selbstvermessung sind Zeitverschwendung

Auch Anja Tanas, Oecotrophologin aus Köln, ist nicht uneingeschränkt begeistert von Apps zur Selbstvermessung der eigenen Ernährung: Oft würden sie bei Laien zu Fehlinfomationen führen, seien ungenau und zu wenig auf die individuellen Ernährungsbedürfnisse zugeschnitten. Zwar sei es Grundlage jeder Ernährungsberatung, Ernährungsprotokolle zu führen - und einfache Apps erhöhten die Chance, dass ihre Klienten dies auch wirklich tun. "Aber für Menschen, die gesund sind und sich fit fühlen, halte ich es für Zeitverschwendung, solche Apps zu nutzen." Kranke hingegen sollten immer mit Ärzten und Ernährungsberatern zusammenarbeiten.

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Apps wie die, mit der man Trinkverhalten und Wasserhaushalt überprüfen kann, sind nach Tanas' Einschätzung zwar eine nette Spielerei. Generell hält sie aber nichts davon, sich von Apps täglich Mahlzeiten auseinanderzupflücken oder sich den Alltag diktieren zu lassen.

Ganz so negativ sieht Kai Sostmann, Kinderarzt und Leiter des Bereichs eLearning an der Berliner Charité, die Selbstvermessung mit Consumer-Geräten nicht. "Ärzte freuen sich, wenn Menschen sich auf der Laienebene mit ihrem Körper auseinandersetzen", sagt er. "Weil jede Art der Bewegung gut ist." Ob jemand dreimal die Woche Sport treibt und wie seine Pulsfrequenz dabei in die Höhe schnelle, könne man aus diesen Daten problemlos ablesen.

Doch auch Sostmann räumt ein: "Im Bereich der Forschung wäre ich mit der Verwendung selbstvermessener Daten vorsichtiger. Da würde ich mich nicht auf Daten von einem Kopfhörer von Apple verlassen." Im Februar wurde bekannt, dass der kalifornische Konzern ein Patent für Kopfhörerstecker zugesprochen bekommen hat, die Puls, Temperatur, Schweißbildung und andere Körperdaten messen können. Die Meldung stellte sich wenig später zwar als ein Hoax heraus. Doch sie zeigt, dass gerade von Apple in der Selbstvermesserszene einiges erwartet wird

Jenseits des Spaßfaktors: Quantified Self 2.0

Mit Healthkit, das Apple am 2. Juni 2014 vorgestellt hat, werden nicht nur Fitness- und Gesundheitsdaten von Wearables zentral in einer App verwaltet und die eigene Fitness kontrolliert. Auf Wunsch werden die Daten auch an einen Arzt weitergeleitet.

Die App Healthbook soll künftig auch komplexere Gesundheitsdaten wie Blutdruck, Blutzucker, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz und Hydration zusammentragen. Diese Daten können die Sensoren der aktuellen iPhones nicht erheben, aber schon jetzt gibt es entsprechende Zusatzgeräte, die ans Smartphone angeschlossen werden können. Außerdem wird bereits jetzt viel darüber spekuliert, welche Rolle eine Smartwatch von Apple in diesem Zusammenhang spielen könnte. Ein kleiner Biosensor namens Healthpatch soll außerdem nach Informationen des Dienstes 9to5mac.com iPhone-Nutzern zur Verfügung stehen, um Daten von Herzschlagvariabilität über Hauttemperatur bis zu Körperhaltung zu messen.

Und Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das im Bereich Selbstvermessung noch einmal nachlegt: Die Firma Jawbone, bekannt vor allem für ein Gadget, das Schritte zählt, bei langer Inaktivität Alarm schlägt und Schlaf vermessen kann, hat gerade für 100 Millionen Dollar die Firma Body Media gekauft, deren Hightech-Armbänder auch komplexere Parameter wie Beschleunigung, Leitfähigkeit der Haut und Wärmefluss überprüfen. In einem Testprojekt mit einer US-Krankenkasse testen beide gerade aus, ob sich qua Coaching mit Hilfe von Gadget und App Diabetes bei Risikopatienten verhindern lässt.

"Wenn Firmen wie Apple oder Jawbone sich bei der Entwicklung ihrer Produkte mit der Universität Stanford zusammensetzen würden, dann hätte das bei Medizinern eine Chance", sagt Mediziner Neisecke. Das Health Patch und die Sensoren von Body Media verfügen immerhin über ein FDA-Zertifikat.

Die Zukunft der digitalen Selbstvermessung sieht Neisecke eher in der Nische: "Randgruppen, die von bestimmten Krankheiten betroffen sind, wollen oder müssen Apps und Messgeräte nutzen. Hier wird eine Professionalisierung erfolgen, ärztlich getragen, in Unikliniken - und medizinisch gecoacht."

 Selbstvermessung: Warum Ärzte keine Wearables verschreiben würdenDen Blutdruck immer im Blick 

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blobhopp 17. Jun 2014

Dieses Thema ist uralt und wenn ich es richtig mitbekommen habe auch relativ einfach...

jude 13. Jun 2014

Die heute ab einer simplen Blutprobe zu gewinnenden Daten überfordern die Mediziener...

KritikerKritiker 08. Jun 2014

haha, schon lustig der Thread hier :D

KritikerKritiker 08. Jun 2014

Ich weis ja nicht wie ihr das macht, aber beim Laufen ist es doch unglaublich unangenehm...

freddypad 05. Jun 2014

Mittwochs geschlossen. Ja, das habe ich auch schon mal erlebt. Allerdings kenne ich auch...



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