Abo
  • Services:
Anzeige
Eine fehlerhafte Konfiguration der Debugging-Umgebung "Werkzeug" führte zu dem Hack.
Eine fehlerhafte Konfiguration der Debugging-Umgebung "Werkzeug" führte zu dem Hack. (Bild: Detectify)

Security: Wie Patreon gehackt wurde

Eine fehlerhafte Konfiguration der Debugging-Umgebung "Werkzeug" führte zu dem Hack.
Eine fehlerhafte Konfiguration der Debugging-Umgebung "Werkzeug" führte zu dem Hack. (Bild: Detectify)

Die Spendenseite Patreon nutzte falsch konfigurierte Debugging-Umgebungen - diese ermöglichten den umfangreichen Hack in der vergangenen Woche. Tausende weiterer Webseiten sollen den gleichen Fehler machen und weisen ähnliche Sicherheitslücken auf.

Anzeige

Die Betreiber der Webseite Patreon wurden fünf Tage vor dem erfolgreichen Hack in der vergangenen Woche von Forschern der Sicherheitsfirma Detectify vor einer Sicherheitslücke gewarnt - das schreibt das Unternehmen in seinem Blog. Tausende weiterer Webseiten sollen den Forschern zufolge ähnliche Fehler wie Patreon machen - und sind somit für Angriffe verwundbar.

Die Patreon-Entwickler ließen Detectify zufolge Entwicklerwerkzeuge aus der "Werkzeug utility library" auf einer öffentlichen Subdomain laufen. Eine oder mehrere Web-Apps unter zach.patreon.com wären mit aktivierten Werkzeug-debugging-Funktionen gelaufen.

Schwachstelle durch Shodan erkannt

Detectify entdeckte die fehlerhafte Konfiguration durch eine Shodan-Suche. Nachdem sie die Schwachstelle gefunden hatten, informierten sie Patreon nach eigenen Angaben am 23. September. Neben Patreon sollen Tausende weiterer Webseiten den gleichen Fehler machen und sind daher ebenfalls verwundbar.

Die Dokumentation von Werkzeug warnt ausdrücklich vor dem Einsatz in Online-Produktivsystemen. Denn sobald eine Fehlermeldung ausgelöst wird, öffnet der Debugger eine Konsole. Über die Konsole können Angreifer dann Code ausführen und alle Daten abgreifen, auf die die Applikation Zugriff hat. Nach Angaben von Detectify wurde die Konsole schon durch den bloßen Aufruf der Domain getriggert und ermöglichte so direkt eine Remote Code Execution.

Der Sicherheitsforscher Coling Keigher warnte bereits im vergangenen Jahr vor Sicherheitsgefahren durch Debugging-Umgebungen in Livesystemen. Nachdem Detectify Patreon, nach eigenen Angaben, am 23. September über die Lücke informiert hatte, antwortete das Unternehmen, man sei dabei, die Probleme zu beheben.

Bei dem Hack wurden neben den verschlüsselten Passwörtern private Nachrichten der Nutzer, trunkierte Kreditkartendaten, E-Mail-Adressen und Postadressen sowie der Quellcode der Seite kompromittiert.


eye home zur Startseite
Xiut 06. Okt 2015

In der News zu dem Hack war die Rede davon, dass Passwörter bei Patreon zusätzlich neben...

schap23 05. Okt 2015

Alles richtig, aber wenn ein Konzern immer noch auf Gesamtreleases alle vier Monate...

elf 05. Okt 2015

Die Lücke ist ziemlich klein. Es dürfte kein all zu großer Aufwand sein, das bisschen...

ThiefMaster 05. Okt 2015

Geht standardmäßig auch ohne Exception.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Leipzig
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  4. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin, Köln


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 134,99€
  3. 399,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 02.08.

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Freudenberg IT
  2. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM
  3. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft


  1. SSD

    Crucial erweitert MX300-Serie um 275, 525 und 1.050 GByte

  2. Shroud of the Avatar

    Neustart der Ultima-ähnlichen Fantasywelt

  3. Spielekonsole

    In Nintendos NX stecken Nvidias Tegra und Cartridges

  4. Nach Terroranschlägen

    Bayern fordert Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung

  5. Android-Smartphone

    Update soll Software-Probleme beim Oneplus Three beseitigen

  6. Tim Sweeney

    "Microsoft will Steam zerstören"

  7. Störerhaftung weg

    Kommt nun der Boom für offene WLANs?

  8. Fusion mit Hailo

    Mytaxi wird zum größten App-basierten Taxivermittler Europas

  9. AG600

    China baut größtes Wasserflugzeug der Welt

  10. Telltale Games

    2.000 Batman-Spieler treffen die Entscheidungen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
Xiaomi Mi Band 2 im Hands on
Fitness-Preisbrecher mit Hack-App
  1. Xiaomi Hugo Barra verkündet Premium-Smartphone
  2. Redmi 3S Xiaomis neues Smartphone kostet umgerechnet 95 Euro
  3. Mi Band 2 Xiaomis neues Fitness-Armband mit Pulsmesser kostet 20 Euro

Schwachstellen aufgedeckt: Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
Schwachstellen aufgedeckt
Der leichtfertige Umgang mit kritischen Infrastrukturen
  1. Pilotprojekt EU will Open Source sicherer machen
  2. Vodafone EasyBox 804 Angeblich Hochladen von Schadsoftware möglich
  3. Cyber Grand Challenge Finale US-Militär lässt Computer als Hacker aufeinander los

Core i7-6820HK: Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
Core i7-6820HK
Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
  1. Stresstest Futuremarks 3DMark testet Hardware auf Throttling

  1. Aber sicher doch

    /mecki78 | 19:50

  2. Re: Selbst schuld

    Emulex | 19:47

  3. Re: Nintendo GO

    Spiritogre | 19:46

  4. Re: Wäre der Täter abgeschoben worden (Asylantrag...

    Mingfu | 19:46

  5. Ultima als Immobilienmaklereisimulation?

    demon driver | 19:45


  1. 18:13

  2. 18:06

  3. 17:37

  4. 16:54

  5. 16:28

  6. 15:52

  7. 15:37

  8. 15:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel