Anzeige
Die längeren Renderzeiten besuchter Links können zur Identifizierung des Surfverhaltens eines Anwenders genutzt werden.
Die längeren Renderzeiten besuchter Links können zur Identifizierung des Surfverhaltens eines Anwenders genutzt werden. (Bild: Paul Stone/Screenshot: Golem.de)

Security: Renderzeiten verraten Surfverhalten

Erneut haben Sicherheitsforscher entdeckt, dass von Anwendern besuchte Links ausgelesen werden können. Dabei kommt das Javascript-API requestAnimationFrame zum Einsatz.

Anzeige

Es gibt wieder einen Grund, den privaten Modus in sämtlichen Browsern zu nutzen, um sein Surfverhalten zu kaschieren. Dem Studenten Aäron Thijs ist es gelungen, eine Schwachstelle in den Browsern Chrome, IE und Firefox zu nutzen, um besuchte Links eines Anwenders zu sammeln. Er verwendete dafür das Javascript-API requestAnimationFrame. Seine Arbeit basiert auf Forschungen des Sicherheitsexperten Paul Stone, der seinen Angriff bereits 2013 auf der Sicherheitskonferenz Black Hat präsentierte.

Das API requestAnimationFrame dient dazu, Animationen glatter anzuzeigen. Webseiten können es beispielsweise nutzen, um den Aufbau einer Seite gleichmäßig im Browser darzustellen. Über eine speziell präparierte Webseite können damit die zeitlichen Diskrepanzen zwischen dem ersten Aufbau der Webseite und dem darauf folgenden Redraw messen, um inzwischen besuchte Links zu identifizieren.

Gerenderte Links aufspüren

Sowohl der Internet Explorer 11 als auch Firefox führen asynchrone Datenbankabfragen durch, um zu ermitteln, ob eine Webseite besucht wurde oder nicht. Erst wenn die Abfrage durch ist, wird der besuchte Link in einer anderen Farbe neu gerendert. Genau dieses Verhalten nutzen Stone und Thijs für ihre Angriffe aus. Selbst auf schnellen Rechnern sei dieser Zeitunterschied zu messen, wenn die Webseite mit genügend Effekten versehen wird, so dass sich der Seitenaufbau verlangsamt, schreibt Stone.

Mit einem genügend kalibrierten Algorithmus und weiteren Elementen auf der präparierten Webseite lasse sich der Angriff auch im Chrome-Browser ausführen, der anders als der Internet Explorer 11 oder Firefox synchrone Datenbankabfragen durchführt.

Problem wird analysiert

Die Entwickler bei Mozilla wollen einen Fix für die Lücke bereitstellen. Allerdings dürfte das eine Weile dauern. Stone und Thijs haben Microsoft und Google ebenfalls über die Schwachstelle informiert, sagten sie der Webseite Ars Technica. Die Chrome-Entwickler diskutierten bereits ein Workaround, während Microsoft noch nicht reagiert habe, sagten die beiden Forscher. Bis dahin müssen Anwender entweder regelmäßig ihre Verlaufsdaten löschen oder den privaten Modus der Browser nutzen. Beide hätten die Browser Safari und Opera noch nicht auf die Schwachstelle untersucht.

Bereits 2010 gab es eine ähnliche Lücke in Browsern, über die jedoch der gesamte Browserverlauf aus dem DOM ausgelesen werden konnte. Youporn hatte die Sachwachstelle ausgenutzt, um zu ermitteln, auf welchen anderen Streamingseiten seine Besucher Videos ansehen.


eye home zur Startseite
M.P. 11. Jun 2014

Hmm, oder eher um den Unterschied zwischen zweitem und drittem Mal... Die Ladezeit der...

Jonnie 10. Jun 2014

Ich hoffe mal deine Ironie zielt darauf ab dass der "Angriff" schwachsinn ist da keine...

Jonnie 10. Jun 2014

der "Angriff" ist eh mehr Schwachsinn als nützlich... IMHO ist JEDER "Angriff...

Sammie 07. Jun 2014

Na das ist widerum Unsinn. Da kannste auch sagen, du kannst mit einer Kerze ne Glühbirne...

HerrMannelig 07. Jun 2014

setzt voraus, dass man den link auf der seite anklickt. die methode, die früher klappte...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) Automatisierung
    Rasco GmbH, Kolbermoor Raum Rosenheim
  2. Software-Entwickler/in für den Bereich HMI
    Robert Bosch GmbH, Crailsheim
  3. (Junior) Technical Consultant Automotive Vernetzte Dienste (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, München, Gaimersheim, Leinfelden-Echterdingen
  4. Systemarchitekt (m/w) - Surround View (ADAS)
    Continental AG, Ulm

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 3 Blu-rays für 20 EUR
    (u. a. Die Maske, Die Goonies, Kiss Kiss Bang Bang, Batman: Under the Red Hood)
  2. Jack Ryan Box [Blu-ray]
    13,97€
  3. 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Interstellar, American Sniper, Edge of Tomorrow, Jupiter Ascending)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Axanar

    Paramount/CBS erlaubt Star-Trek-Fanfilme

  2. FTTH/FTTB

    Oberirdische Glasfaser spart 85 Prozent der Kosten

  3. Botnet

    Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  4. Google

    Livestreaming direkt aus der Youtube-App

  5. Autonome Autos

    Fahrer wollen vor allem ihr eigenes Leben schützen

  6. Boston Dynamics

    Spot Mini, die Roboraffe

  7. Datenrate

    Tele Columbus versorgt fast 840.000 Haushalte mit 400 MBit/s

  8. Supercomputer

    China und Japan setzen auf ARM-Kerne für kommende Systeme

  9. Patent

    Die springenden Icons von Apple

  10. Counter-Strike

    Klage gegen Wetten mit Waffen-Skins



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mighty No. 9 im Test: Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
Mighty No. 9 im Test
Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
  1. Mirror's Edge Catalyst im Test Rennen für die Freiheit
  2. Warp Shift im Test Zauberhaftes Kistenschieben
  3. Alienation im Test Mit zwei Analogsticks gegen viele Außerirdische

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

  1. Gutsherrenart der EU-Kommission

    /dev/42 | 06:21

  2. Das ist ein Fan-Film-Verbot

    Jad | 06:19

  3. Re: Warum ist Eyeo gut, weil Adblocker gut sind?

    Rulf | 06:07

  4. Re: Als ob ein Mensch in so einer Situation

    nuvi | 05:50

  5. Re: Ist doch korrekt

    Milber | 05:41


  1. 17:47

  2. 17:01

  3. 16:46

  4. 15:51

  5. 15:48

  6. 15:40

  7. 14:58

  8. 14:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel