Security Forscher entdecken Sicherheitslücken in Cisco-Routern

Router des US-Anbieters Cisco, die bei der Vernetzung von Unternehmens- und Behördenstandorten eingesetzt werden, enthalten Sicherheitslücken, über die sich auch verschlüsselte Daten ausspionieren lassen.

Anzeige

Über Schwachstellen in Cisco-Routern lassen sich auch verschlüsselte Daten auslesen. Dies haben Forscher der Technischen Universität Ilmenau nach einer umfangreichen Sicherheitsanalyse festgestellt, die der Wirtschaftswoche vorliegt. Die Forscher warnen, dass sich die von Cisco benutzte Verschlüsselung über GET (Group Encrypted Transport) leicht knacken und dechiffrieren lasse, wenn ein Angreifer Zugriff über einen speziellen verdeckten Kanal im Netzwerk auf einen einzigen Router bekomme. Die Lücke kann genutzt werden, um verschlüsselte Daten aus Unternehmensnetzen über einen verdeckten Kanal abzufangen und zu dechiffrieren. Das Forscherteam unter der Leitung von Professor Günter Schäfer konnte dem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge während einer Videopräsentation sogar demonstrieren, dass sich auch Video- und Überwachungskameras steuern lassen, um Livebilder einzufangen. Auch das Abhören von Internettelefonaten ist über diese Schwachstelle möglich.

Nach Informationen der Wirtschaftswoche beschäftigt sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit dem Problem. "Akut" gehe keine Bedrohung durch die "Ausnutzung des verdeckten Kanals" aus, heißt es dazu in einer offiziellen Stellungnahme des BSI gegenüber der Wirtschaftswoche. Erst bei Installationen mit erhöhtem Schutzbedarf sei die Schwachstelle kritisch. Das von Cisco verwendete Protokoll sei deshalb "nicht geeignet für den Schutz von amtlich eingestuften Verschlusssachen". Die Technik des US-Netzausrüsters Ciscos weise Sicherheitslücken auf, die sie für die Übermittlung hochsensibler Daten fragwürdig erscheinen ließen. Eine Information für die Nutzer mit erhöhtem Schutzbedarf befinde sich "aufgrund aktueller Erkenntnisse in Vorbereitung".

Einsatz bei der Bundeswehr

Die Router werden auch zur Vernetzung der Bundeswehrstandorte eingesetzt. Bei der Bundeswehr sind die Sicherheitslücken bekannt. Sie seien durch Veränderungen bei der "Architektur und Konfiguration minimiert" worden, heißt es dazu bei der für die Beschaffung zuständigen BWI Informationstechnik GmbH in Meckenheim bei Bonn. Zusätzliche Vorkehrungen sollen die Defizite der Netzwerkkomponenten beheben.

Auf Anfrage relativierte Cisco die Bedrohung. "Wir widersprechen der Analyse der TU Ilmenau, weil sie von anderen Voraussetzungen als denen, die Cisco für den Einsatz empfiehlt", ausgehe, so die offizielle Stellungnahme. "In dieser Untersuchung werden Anforderungen an GET gestellt, für die die Lösung nicht entwickelt wurde."


jayrworthington 16. Sep 2013

Nein, es hat dafuer DREISSIG "Specials"-Links auf der Seite, die sind wichtiger als...

jayrworthington 16. Sep 2013

Er ist Vulkanier, die haben kein F.

Günther 16. Sep 2013

So wie ich das verstehe, handelt es ich damit doch primär um ein Problem in GET VPN...

stoney0815 16. Sep 2013

Also keine Netzwerktechnik von huawei, weil man Angst hat, dass die Chinesen hier...

Nerd_vom_Dienst 15. Sep 2013

Schon klar zwinker*

Kommentieren



Anzeige

  1. Business Intelligence Analyst Logistik (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning (Raum München)
  2. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  3. Netzwerk Administrator (m/w)
    Loyalty Partner Solutions GmbH, keine Angabe
  4. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  2. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  3. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  4. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  5. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  6. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  7. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück

  8. Scannerdaten

    Landesdatenschützer wird wegen Zalando-Überwachung aktiv

  9. Test Wind-up Knight 2

    Endlos rennen bei Zeit- und Geldmangel

  10. Onlinehandel

    Wieder zwei Amazon-Standorte im Streik



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel