Security: Forscher entdecken Sicherheitslücken in Cisco-Routern
In Routern von Cisco soll es Schwachstellen geben, über die auch verschlüsselte Daten ausgelesen werden können. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Security Forscher entdecken Sicherheitslücken in Cisco-Routern

Router des US-Anbieters Cisco, die bei der Vernetzung von Unternehmens- und Behördenstandorten eingesetzt werden, enthalten Sicherheitslücken, über die sich auch verschlüsselte Daten ausspionieren lassen.

Anzeige

Über Schwachstellen in Cisco-Routern lassen sich auch verschlüsselte Daten auslesen. Dies haben Forscher der Technischen Universität Ilmenau nach einer umfangreichen Sicherheitsanalyse festgestellt, die der Wirtschaftswoche vorliegt. Die Forscher warnen, dass sich die von Cisco benutzte Verschlüsselung über GET (Group Encrypted Transport) leicht knacken und dechiffrieren lasse, wenn ein Angreifer Zugriff über einen speziellen verdeckten Kanal im Netzwerk auf einen einzigen Router bekomme. Die Lücke kann genutzt werden, um verschlüsselte Daten aus Unternehmensnetzen über einen verdeckten Kanal abzufangen und zu dechiffrieren. Das Forscherteam unter der Leitung von Professor Günter Schäfer konnte dem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge während einer Videopräsentation sogar demonstrieren, dass sich auch Video- und Überwachungskameras steuern lassen, um Livebilder einzufangen. Auch das Abhören von Internettelefonaten ist über diese Schwachstelle möglich.

Nach Informationen der Wirtschaftswoche beschäftigt sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit dem Problem. "Akut" gehe keine Bedrohung durch die "Ausnutzung des verdeckten Kanals" aus, heißt es dazu in einer offiziellen Stellungnahme des BSI gegenüber der Wirtschaftswoche. Erst bei Installationen mit erhöhtem Schutzbedarf sei die Schwachstelle kritisch. Das von Cisco verwendete Protokoll sei deshalb "nicht geeignet für den Schutz von amtlich eingestuften Verschlusssachen". Die Technik des US-Netzausrüsters Ciscos weise Sicherheitslücken auf, die sie für die Übermittlung hochsensibler Daten fragwürdig erscheinen ließen. Eine Information für die Nutzer mit erhöhtem Schutzbedarf befinde sich "aufgrund aktueller Erkenntnisse in Vorbereitung".

Einsatz bei der Bundeswehr

Die Router werden auch zur Vernetzung der Bundeswehrstandorte eingesetzt. Bei der Bundeswehr sind die Sicherheitslücken bekannt. Sie seien durch Veränderungen bei der "Architektur und Konfiguration minimiert" worden, heißt es dazu bei der für die Beschaffung zuständigen BWI Informationstechnik GmbH in Meckenheim bei Bonn. Zusätzliche Vorkehrungen sollen die Defizite der Netzwerkkomponenten beheben.

Auf Anfrage relativierte Cisco die Bedrohung. "Wir widersprechen der Analyse der TU Ilmenau, weil sie von anderen Voraussetzungen als denen, die Cisco für den Einsatz empfiehlt", ausgehe, so die offizielle Stellungnahme. "In dieser Untersuchung werden Anforderungen an GET gestellt, für die die Lösung nicht entwickelt wurde."


jayrworthington 16. Sep 2013

Nein, es hat dafuer DREISSIG "Specials"-Links auf der Seite, die sind wichtiger als...

jayrworthington 16. Sep 2013

Er ist Vulkanier, die haben kein F.

Günther 16. Sep 2013

So wie ich das verstehe, handelt es ich damit doch primär um ein Problem in GET VPN...

stoney0815 16. Sep 2013

Also keine Netzwerktechnik von huawei, weil man Angst hat, dass die Chinesen hier...

Nerd_vom_Dienst 15. Sep 2013

Schon klar zwinker*

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Prozess- und Projektmanager/in
    Robert Bosch GmbH, Willershausen
  2. SAP-Trainee-Programm
    Erhardt + Leimer GmbH, Stadtbergen
  3. Mitarbeiter für die technische Service-Hotline (m/w)
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Stuttgart
  4. Mitarbeiter (m/w) in der technischen Beratung und Softwareentwicklung - Mobile und Mixed Reality Lösungen
    Daimler AG, Stuttgart-Untertürkheim

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Oracle

    Larry Ellison tritt als CEO zurück

  2. Mitbewohner geärgert

    Böser Streich mit Facebook-Werbung

  3. Square Enix

    Final Fantasy 13 erscheint für PC

  4. Entlassungen

    Telekom verkleinert Online-Innovationsabteilung stark

  5. Buchpreisbindung

    Buchhandel erzwingt höheren Preis bei Amazon

  6. PC-Spiele mit 4K, 5K, 6K

    So klappt's mit Downsampling

  7. Piratenpartei

    Berliner Landeschef Lauer verlässt die Partei

  8. Paketverwaltung

    Apt mit Lücken bei der Validierung

  9. Amazon-Tablet

    Neues Fire HD mit 6 Zoll für 100 Euro

  10. Chipsätze

    Ericsson stellt Modem-Entwicklung für Smartphones ein



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen
NFC
Apple Pay könnte sich auszahlen
  1. Visa Europe Verhandlungen für Apple Pay in Europa laufen
  2. Apple Smartwatch soll eigenen App Store bekommen
  3. Apple Digitale Geldbörse in iPhone 6 macht offenbar Fortschritte

Amazons Fire Phone im Kurztest: Überzeugendes Bedienungskonzept und clevere Funktionen
Amazons Fire Phone im Kurztest
Überzeugendes Bedienungskonzept und clevere Funktionen
  1. Online-Handel Bei externen Händlern mit Amazon-Konto einkaufen
  2. Trade-In Amazon.de kauft gebrauchte Smartphones und Tablets an
  3. Vor dem Netflix-Marktstart Amazons Video-Streaming-App für Android ist da

NFC in der Analyse: Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
NFC in der Analyse
Probleme und Chancen der Nahfunktechnik
  1. NFC iPhone 6 soll zum digitalen Portemonnaie werden
  2. Mini-PC Broadwell- und Braswell-NUCs laden Smartphones drahtlos

    •  / 
    Zum Artikel