Abo
  • Services:
Anzeige
Microsofts Untersuchung zeigt eine erneute alarmierende Verbreitung von Makroviren.
Microsofts Untersuchung zeigt eine erneute alarmierende Verbreitung von Makroviren. (Bild: Microsoft)

Security: Die Makroviren kehren zurück

Microsofts Untersuchung zeigt eine erneute alarmierende Verbreitung von Makroviren.
Microsofts Untersuchung zeigt eine erneute alarmierende Verbreitung von Makroviren. (Bild: Microsoft)

Sie galten als nahezu verschwunden, nun tauchen sie vermehrt wieder auf: Viren und Trojaner, die in Makros in Microsofts Office-Dokumenten versteckt sind. Microsoft selbst warnt jetzt wieder vor ihnen.

Anzeige

Eine Plage kehrt zurück: Makroviren, die vor zwanzig Jahren weit verbreitet waren. Microsoft hat jetzt eine Warnung veröffentlicht und belegt die zunehmende Verbreitung manipulierter Makros mit Zahlen. Demnach hat sich die Anzahl infizierter Rechner weltweit nahezu verfünffacht. Und das, obwohl sich an dem Infektionsweg nichts geändert hat: Makroviren werden weiterhin per E-Mail versendet und müssen explizit vom Nutzer aktiviert werden.

Allein die Art und Weise, wie das Interesse der E-Mail-Empfänger so geweckt wird, dass sie unbedacht die infizierten Makros öffnen, sei neu und werde immer perfider, so die Experten. Statt sich wie früher meist in Spaß-E-Mails zu verbergen, erstellen Angreifer heute offiziell aussehende Dokumente wie Rechnungen, Benachrichtigungen von Kurierdiensten oder Bewerbungsschreiben. Ein aktueller Blick in den Spam-Ordner eines E-Mail-Postfachs dürfte Microsofts Erhebung bestätigen. Oftmals werden Benutzer gezielt mit für sie relevanten Phishingmails regelrecht bombardiert.

Weltweite Infektion

Alarmierend sind jedoch die Zahl erfolgreicher Infektionen. Microsoft zählte in den letzten Monaten weltweit über 500.000 Rechner, die mit Viren und Trojanern infiziert wurden, die in Makros eingebettet waren. Deutschland liegt mit fast 29.000 Infektionen noch im Mittelfeld, die Liste führen Großbritannien mit etwa 125.000 und die USA mit etwa 100.000 Infektionen an.

Nach den ersten massiven Angriffe um die Jahrhundertwende hat Microsoft reagiert und Schutzmechanismen in seine Office-Produkte eingebaut. Der Nutzer muss das Ausführen des Makros nun bestätigen. Anschließend ging die Anzahl der Infektionen nahezu auf Null zurück.

Immer noch in DOC-Dateien

Heute heißen die Makroviren nicht mehr Melissa, sondern tragen Namen wie Adnel, Donoff und Jeraps. Sie werden meist als Einfallstor verwendet und laden nach dem Aktivieren weiteren Schadcode nach, meist Trojaner oder Backdoors.

Auch wenn die Makroviren neu sind, sie werden laut Microsoft fast immer in Dokumenten im DOC-Format mit dem internen Header D0 CF eingebettet. Das Format wurde in allen Word-Versionen bis Office 2007 genutzt. Systemadministratoren können deren Ausführung in Microsofts Trust Center global blockieren.

Allerdings erkennen aktuelle Antivirenprogramme und auch Microsofts Windows Defender oder Security Essentials Makroviren nicht immer zuverlässig. Hier hilft nur ein gesundes Misstrauen der Nutzer. Sie sollten der Aufforderung zum Ausführen eingebetteter Makros nur dann nachkommen, wenn das Dokument aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt.


eye home zur Startseite
guenther62 03. Jul 2015

Mit dem Betriebssystem Windows ist das (Sicherheit) allerdings nicht möglich. Das moderne...

SchreibenderLeser 02. Mai 2015

Wie groß ist denn der Anstieg?

SchreibenderLeser 02. Mai 2015

Die Meldung überrascht mich nicht. Dadurch, dass die Gefahr seit gut 20 Jahren als...

phre4k 02. Mai 2015

... ist anscheinend nicht betroffen. Habe dazu jedenfalls nichts finden können...

nicoledos 01. Mai 2015

Angreifbar ist jedes Programm, in dessen Dateien man Scripte bzw. Makros einbetten kann...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt bei Stuttgart
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg
  3. Dataport - Anstalt des öffentlichen Rechts, Hamburg
  4. Wolf Maschinenbau AG, Brackenheim-Hausen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und doppelten Cashback von 150 € bis 1.000 € sichern
  2. ab 219,90€
  3. 699,00€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing
  2. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  3. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM


  1. Leistungsschutzrecht

    Oettingers bizarre Nachhilfestunde

  2. Dating-Portal

    Ermittlungen gegen Lovoo werden eingestellt

  3. Huawei

    Mobilfunkbetreiber sollen bei GBit nicht die Preise erhöhen

  4. Fuze

    iPhone-Hülle will den Klinkenanschluss zurückbringen

  5. Raspberry Pi

    Bastelrechner bekommt Pixel-Desktop

  6. Rollenspiel

    Koch Media wird Publisher für Kingdom Come Deliverance

  7. Samsung

    Explodierende Waschmaschinen sind ganz normal

  8. USB Audio Device Class 3.0

    USB Audio over USB Type-C ist fertig

  9. HY4

    Das erste Brennstoffzellen-Passagierflugzeug hebt ab

  10. Docsis 3.1

    Erster Betreiber versorgt alle Haushalte im Netz mit GBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Soziale Netzwerke: Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
Soziale Netzwerke
Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
  1. iOS 10 und WatchOS 3.0 Apple bringt geschwätzige Tastatur-App zum Schweigen
  2. Rio 2016 Fancybear veröffentlicht medizinische Daten von US-Sportlern
  3. Datenbanksoftware Kritische, ungepatchte Zeroday-Lücke in MySQL-Server

Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

Swift Playgrounds im Test: Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
Swift Playgrounds im Test
Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
  1. Asus PG248Q im Test 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt

  1. Re: Wie siehts mit Autonomen fahren aus?

    Berner Rösti | 06:55

  2. Ja, aber...

    Berner Rösti | 06:50

  3. Re: zweimal Blödsinn vom Huawei Sprecher

    cyzz | 06:42

  4. Re: Öttinger und Trump

    Sharra | 06:38

  5. Neues zum Thema ?

    Melibokus | 06:28


  1. 18:17

  2. 17:39

  3. 17:27

  4. 17:13

  5. 16:56

  6. 16:41

  7. 15:59

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel