Security: Android-App infiziert Windows-Rechner
Die bereits aus dem Play Store entfernte App Superclean infiziert auch Windows-Rechner. (Bild: Kaspersky Labs)

Security Android-App infiziert Windows-Rechner

Die Android-Applikation Superclean infiziert Windows-Rechner über angeschlossene Smartphones. Inzwischen ist sie nicht mehr im Play Store erhältlich.

Anzeige

Einen bislang ungewöhnlichen Angriffsvektor haben Malware-Entwickler ersonnen. Über eine Android-App wird Schadsoftware auf einen Windows-Rechner gespielt. Die App namens Superclean ist inzwischen aus Googles Play Store entfernt worden.

Superclean gibt vor, Android-Smartphones zu optimieren. Tatsächlich überträgt es aber Schadsoftware über den USB-Port des Android-Geräts. Die Schadsoftware lässt sich wiederum nutzen, um Gespräche auf einem Rechner des Opfers aufzunehmen. Superclean enthält aber auch Funktionen, mit denen sich Smartphones manipulieren lassen.

Veralteter Autorun-Angriff

Die Sicherheitsexperten bei Kaspersky Labs haben die Malware analysiert. Die Übertragung mit Hilfe einer präparierten Autorun.inf-Datei sei nicht mehr zeitgemäß, schreiben sie. Tatsächlich hat Microsoft die Autorun-Funktion bereits in späteren Versionen von Windows XP deaktiviert. Nicht alle Rechner haben aber entsprechende Updates für Windows XP erhalten. Allerdings lassen sich USB-Geräte generell so manipulieren, dass sie beispielsweise vom Betriebssystem auch als Tastatur eingerichtet werden und per Skript entsprechende Befehle übertragen.

Superclean hatte im Play Store zahlreiche positive Bewertungen und gab einen ähnlichen Funktionsumfang vor wie die legitime App Droid Cleaner.

Svchosts mit Audiobibliothek

Nach der Installation führte das Skript die Funktion "usb_autorun_attack" aus, eine eher unbedarfte Namensgebung, da sie leicht zu erkennen ist. Die Funktion holte sich eine präparierte Autorun.inf-Datei sowie ein entsprechendes Icon von einem Server. Die eigentliche Malware war in der Datei Svchosts.exe verborgen und trägt unter anderem den Namen Backdoor.MSIL.Ssucl.a, die laut Kaspersky bereits sei 2012 im Umlauf ist.

In dem Backdoor-Programm ist die Audiobibliothek Naudio enthalten, die frei erhältlich ist. Über Naudio überwacht die Malware den Mikrofoneingang. Sobald dieser aktiv ist, zeichnet die Schadsoftware den Audiostrom auf.

Ausgereifte Malware

Superclean schnüffelt auch auf dem infizierten Smartphone. Es kann SMS verschicken und sämtliche SMS-Nachrichten auf externe Server hochladen und auf dem Smartphone löschen. Außerdem kann Superclean WLAN aktivieren, Links im Browser öffnen und den gesamten Inhalt der SD-Karte auf externe Server übertragen. Es sei die umfangreichste Funktionsliste in einer Malware-App bisher, schreibt Victor Chebyshev im Kaspersky-Labs-Blog. Lediglich die veraltete Übertragungsart habe verhindert, dass sich Superclean effektiver verbreitet hat.

Die Malware-App ist inzwischen aus dem Play Store entfernt worden.


Abseus 07. Feb 2013

Du benutzt Linus Torwald? Iiieeeehhh das wollte hier glaub ich keiner wissen!

Ben Dover 06. Feb 2013

ein beispiel facebook app

jt (Golem.de) 06. Feb 2013

Stimmt. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.

Kommentieren



Anzeige

  1. SEO Manager (m/w)
    redcoon GmbH, Aschaffenburg
  2. Inhouse Spezialist SAP (m/w)
    ROTA YOKOGAWA GmbH & Co. KG, Wehr am Rhein
  3. Entwickler im Team Fachverfahren (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, Ulm
  4. Teamleiter Java Softwareentwicklung (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. iFixit

    iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputt geht

  2. Nvidia-Treiber

    Auto-Downsampling jetzt auch ab Geforce-Serie 400

  3. Microsoft

    Kinect für Xbox One auch am Windows-PC nutzbar

  4. Mini-PC

    Alienware Alpha tritt mit Maxwell gegen PS4 und Xbox One an

  5. Android 5.0

    Lollipop in zwei Wochen für Nexus 4, 5, 7 und 10

  6. Getac S400-S3

    Das Ruggedized-Notebook mit SSD-Heizung

  7. Augmented Reality

    Metaio unterstützt 3D-Sensor für das iPad

  8. Olloclip

    Zusatzobjektive für iPhone 6 und 6 Plus

  9. 2Play Premium 200

    Unitymedia KabelBW bietet 200 MBit/s für 35 Euro

  10. Fabric

    Twitter stellt eigenes Developer-Kit vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  2. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10
  3. Windows 10 Microsoft will nicht an das unbeliebte Windows 8 erinnern

Sony Alpha 7S im Test: Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz
Sony Alpha 7S im Test
Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz
  1. FPS 1000 Kamera soll 18.500 Frames pro Sekunde aufnehmen
  2. Bericht Sony will 4K-Superzoom-Kamera entwickeln
  3. Minikamera Ai-Ball Die WLAN-Kamera aus dem Überraschungsei

    •  / 
    Zum Artikel