Seamicro AMD wird Serverhersteller - mit Intel-Prozessoren

AMD hat ein Startup gekauft, dessen Server auf Intels Atom und Xeon basieren. Der Prozessorhersteller will den Kunden von Seamicro weiter Server mit Intel-Chips anbieten.

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AMD übernimmt für 334 Millionen US-Dollar den Micro-Server-Hersteller Seamicro. Das gab das Unternehmen am 29. Februar 2012 bekannt. Prozessorhersteller bieten normalerweise keine Systeme mit ihren eigenen Chips an, um eine Konkurrenzsituation mit den eigenen Kunden zu vermeiden. Doch Rory Read, ein früherer Lenovo-Manager, der im August 2011 Chef von AMD wurde, hatte erklärt, dass unkonventionelle Methoden nötig seien, um gegen einen viel größeren Konkurrenten zu bestehen.

In der Telefonkonferenz mit Analysten erklärten AMD-Manager, dass das Hauptmotiv für die Übernahme von Seamicro nicht gewesen sei, selbst Serveranbieter zu werden, sondern Kommunikationstechnologie und andere Entwicklungen von Seamicro zu verkaufen, damit andere Serverhersteller ähnliche Produkte anbieten könnten. "Wir wollen nicht mit unseren Kunden konkurrieren", sagte Lisa Su, die erst kürzlich als Senior Vice President und General Manager für Global Business bei AMD angefangen hat. Doch AMD plane die Unterstützung für bestehende Kunden "für absehbare Zeit" und werde weiter Seamicro-Server anbieten. Diese Serversysteme basieren gegenwärtig auf den Intel-Prozessoren Atom und Xeon. AMD plane für die zweite Jahreshälfte auch Seamicro-Server mit Opteron-Chips. Vor weniger als einem Monat hatten Intel und Seamicro eine gemeinsame Pressekonferenz abgehalten und über gemeinsame Zukunftsperspektiven gesprochen.

Seamicro begeistert über AMDs Offenheit für Intel-Prozessoren

Seamicro-Chef Andrew Feldman wird General Manager bei AMDs neuer Sparte Data-Center Server Solutions. Feldman erklärte, es habe mehrere Kaufinteressenten für das Unternehmen gegeben. AMDs offene Haltung zu anderen Chipdesigns habe den Ausschlag gegeben.

Im Sommer 2010 stellte Seamicro einen Rackeinschub von knapp 45 Zentimetern Höhe vor, indem über 500 Atom-Prozessoren untergebracht waren. Die CPUs waren über ein eigenes Netz verbunden, das auch 64-Gigabit-Ports für Ethernet bediente. Die für Rechenanwendungen gedachten Server sollten nur ein Viertel der Leistungsaufnahme von vergleichbaren x86-Maschinen erreichen. Seamicro begann seinen SM10000 genannten Server sofort auszuliefern.


YoungManKlaus 01. Mär 2012

ahem, sun anyone? is halt _im_moment_ nicht in Mode dass man alles aus einer Hand...

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