Scott McNealy hat sich bei Gericht auf Oracles Seite geschlagen.
Scott McNealy hat sich bei Gericht auf Oracles Seite geschlagen. (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Scott McNealy "Ohne Copyright hätten wir in Java nicht investiert"

Wäre damals bekannt gewesen, dass Java keinen Copyrightschutz erhalten hätte, hätte Sun niemals so viel Zeit und Geld in die Entwicklung der Programmiersprache gesteckt. Das schreibt Scott McNealy an das Gericht, vor dem der Berufungsprozess zwischen Oracle und Google verhandelt wird.

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In einem mehrseitigen Schreiben an das Bundesgericht, vor dem ein Berufungsverfahren zwischen Oracle und Google stattfinden soll, hat Sun-Firmengründer Scott McNealy begründet, warum er an dem Copyright für Java festhält. McNealy hat sich als "Freund des Gerichts" ("amici curiae") angeboten. Zuvor hatten Microsoft, EMC und Netapp ähnliche Erklärungen bei Gericht eingereicht, um Oracle zu unterstützen.

"Eine Bedrohung durch Konkurrenten wie Google, die einfach die Namensgebungen und Organisation von Java-Paketen übernehmen können, hätte Sun damals davon abgehalten, jahrzehntelang die Softwareentwicklung mit Java zu revolutionieren", schreibt McNealy. Wenn Sun vorher gewusst hätte, dass die Investitionen von Millionen von US-Dollar und jahrelanger Entwicklung nicht durch das Copyright abgedeckt wären, hätte seine Firma niemals so viel in Java investiert, heißt es weiter in dem Schreiben.

Unterschiedliche Methoden für Zeitzonen

Er und der ehemalige Sun-Vizepräsident Brian Sutphin führen an Hand eines Beispiels auf, dass auch APIs "einmalig und kreativ" sein können. Während Javas Methode setTimeZone" eine Zeitzone setze, böte Apple in iOS die Klasse NSTimeZone", mit der Zeitzonen über deren Namen eingeholt und anschließend als Standardzeitzone gesetzt werden. Auch Microsoft habe die Klasse TimeZoneInfo, die zusätzliche Funktionen wie ein Konvertierung zwischen Zeitzonen bietet.

Während Microsoft und Apple ihre eigenen APIs zu Zeitzonen entwickelt hätten, habe Google lediglich das Java-API kopiert und keine eigenen Akzente gesetzt, schreiben McNealy und Sutphin.

Oracle hat nach dem Urteil des Bezirksgerichts unter der Leitung von Richter Alsup Berufung eingelegt. Alsup hatte befunden, dass Google mit der Nutzung von 37 Java-APIs grundsätzlich nicht das US-Copyright-Recht verletzt hat - auch aufgrund dessen, dass Java als freie Programmiersprache gilt. Oracle ficht das Urteil an.


billyx 01. Mär 2013

Wo soll der Unterschied zwischen der Dalvik-VM, der Java-Mipd-VM auf dem Handy, der MS-VM...

billyx 01. Mär 2013

Wo soll der Unterschied zwischen der Dalvik-VM, der Java-Mipd-VM auf dem Handy, der MS-VM...

billyx 01. Mär 2013

Wo soll der Unterschied zwischen der Dalvik-VM, der Java-Mipd-VM auf dem Handy, der MS-VM...

grorg 01. Mär 2013

Weil es ECMA-Script heisst und nicht JavaScript ...

mag 01. Mär 2013

Genau, dass eine Implementierung geschützt ist und auch sein sollte, das ficht ja...

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