Scott McNealy "Ohne Copyright hätten wir in Java nicht investiert"

Wäre damals bekannt gewesen, dass Java keinen Copyrightschutz erhalten hätte, hätte Sun niemals so viel Zeit und Geld in die Entwicklung der Programmiersprache gesteckt. Das schreibt Scott McNealy an das Gericht, vor dem der Berufungsprozess zwischen Oracle und Google verhandelt wird.

Anzeige

In einem mehrseitigen Schreiben an das Bundesgericht, vor dem ein Berufungsverfahren zwischen Oracle und Google stattfinden soll, hat Sun-Firmengründer Scott McNealy begründet, warum er an dem Copyright für Java festhält. McNealy hat sich als "Freund des Gerichts" ("amici curiae") angeboten. Zuvor hatten Microsoft, EMC und Netapp ähnliche Erklärungen bei Gericht eingereicht, um Oracle zu unterstützen.

"Eine Bedrohung durch Konkurrenten wie Google, die einfach die Namensgebungen und Organisation von Java-Paketen übernehmen können, hätte Sun damals davon abgehalten, jahrzehntelang die Softwareentwicklung mit Java zu revolutionieren", schreibt McNealy. Wenn Sun vorher gewusst hätte, dass die Investitionen von Millionen von US-Dollar und jahrelanger Entwicklung nicht durch das Copyright abgedeckt wären, hätte seine Firma niemals so viel in Java investiert, heißt es weiter in dem Schreiben.

Unterschiedliche Methoden für Zeitzonen

Er und der ehemalige Sun-Vizepräsident Brian Sutphin führen an Hand eines Beispiels auf, dass auch APIs "einmalig und kreativ" sein können. Während Javas Methode setTimeZone" eine Zeitzone setze, böte Apple in iOS die Klasse NSTimeZone", mit der Zeitzonen über deren Namen eingeholt und anschließend als Standardzeitzone gesetzt werden. Auch Microsoft habe die Klasse TimeZoneInfo, die zusätzliche Funktionen wie ein Konvertierung zwischen Zeitzonen bietet.

Während Microsoft und Apple ihre eigenen APIs zu Zeitzonen entwickelt hätten, habe Google lediglich das Java-API kopiert und keine eigenen Akzente gesetzt, schreiben McNealy und Sutphin.

Oracle hat nach dem Urteil des Bezirksgerichts unter der Leitung von Richter Alsup Berufung eingelegt. Alsup hatte befunden, dass Google mit der Nutzung von 37 Java-APIs grundsätzlich nicht das US-Copyright-Recht verletzt hat - auch aufgrund dessen, dass Java als freie Programmiersprache gilt. Oracle ficht das Urteil an.


billyx 01. Mär 2013

Wo soll der Unterschied zwischen der Dalvik-VM, der Java-Mipd-VM auf dem Handy, der MS-VM...

billyx 01. Mär 2013

Wo soll der Unterschied zwischen der Dalvik-VM, der Java-Mipd-VM auf dem Handy, der MS-VM...

billyx 01. Mär 2013

Wo soll der Unterschied zwischen der Dalvik-VM, der Java-Mipd-VM auf dem Handy, der MS-VM...

grorg 01. Mär 2013

Weil es ECMA-Script heisst und nicht JavaScript ...

mag 01. Mär 2013

Genau, dass eine Implementierung geschützt ist und auch sein sollte, das ficht ja...

Kommentieren



Anzeige

  1. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  2. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  3. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)
  4. Entwicklungsingenieur/in Hands Free Akustik
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  2. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  3. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  4. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  5. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  6. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  7. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  8. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  9. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  10. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel