Schnelle Internetanschlüsse Koalition brüskiert Deutsche Telekom

Es ist ein herber Rückschlag für Telekom-Chef René Obermann und seine rund 100 Lobbyisten: Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will mit zum Teil drastischen Maßnahmen den Ausbau schneller Internetanschlüsse in ländlichen Regionen beschleunigen und keine Rücksicht mehr auf den Exmonopolisten nehmen.

Anzeige

Das geht aus dem Abschlussbericht der von CDU/CSU und FDP eingerichteten Koalitionsarbeitsgemeinschaft "Ländliche Räume" hervor, der am 25. Juni verabschiedet, aber noch nicht veröffentlicht wurde und der Wirtschaftswoche vorliegt. Um "die digitale Spaltung Deutschlands zu verhindern", fordert die vom CDU-Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing geleitete Koalitions-AG unter anderem, dass "interessierte Anbieter uneingeschränkten Zugang zu allen Kabelverzweigern und Schaltverteilern bekommen sollen". Mehr noch: Die für die Mitbenutzung des Telekom-Netzes zu zahlende Miete, die sogenannte Teilnehmeranschlussgebühr (TAL), soll durch eine "investitionsfördernde Berechnungsmethode" gesenkt werden, die sich "an den tatsächlichen Marktpreisen und einem abgeschriebenen Netz orientiert". Zum Schutz der Telekom standen solche Vorschläge bisher auf der Tabu-Liste. Allein die niedrigere TAL-Gebühr könnte der Telekom Einnahmeausfälle in dreistelliger Millionenhöhe bescheren.

Im Rahmen ihrer Breitbandoffensive hatte die Bundesregierung das ehrgeizige Ausbauziel beschlossen, im Jahr 2014 bereits 75 Prozent und bis 2018 alle Haushalte mit einem superschnellen Internetanschluss zu versorgen - mit einer Mindestgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde. Doch bisher kommt der Ausbau nicht schnell genug voran. "Wenn wir mit diesem Tempo weitermachen, werden wir das Ziel nicht erreichen", sagt Liebing, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. "Wir machen nicht Politik für einzelne Unternehmen - auch nicht für die Deutsche Telekom." Noch ist allerdings offen, ob die FDP-Fraktion den Abschlussbericht weiter mitträgt. Einzelnen Abgeordneten gehen die Vorschläge offenbar zu weit.


nicoledos 03. Jul 2012

Auf den ersten Blick mag manche Strecke im Nahverkehr nicht rentabel sein. Aber nur, wenn...

Apple_und_ein_i 03. Jul 2012

Hab mich auch ueber die komische Abkuerzung gewundert. Schoen, dass es noch jemandem...

dreamtide11 03. Jul 2012

Ja, da hast du Recht, aber ich sehe da die Ursachen verschoben. Ich will es gar nicht...

VRzzz 02. Jul 2012

Schöne Milchmädchenrechnung, kannst du gleich beim nächsten Stammtisch bringen. Zum...

RcRaCk2k 02. Jul 2012

Da stimme ich dir vollständig zu. Wo Telekom nicht ausbaut, dort bauen normalerweise auch...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  2. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  3. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  4. JAVA, JEE Entwickler (m/w)
    IT FRANKFURT GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel