Abo
  • Services:
Anzeige
Variable Geschwindigkeit: Injektionsgerät vom MIT
Variable Geschwindigkeit: Injektionsgerät vom MIT (Bild: MIT BioInstrumentation Lab)

Schmerzlos: MIT-Forscher entwickeln Injektor mit Lorentzkraft-Antrieb

Variable Geschwindigkeit: Injektionsgerät vom MIT
Variable Geschwindigkeit: Injektionsgerät vom MIT (Bild: MIT BioInstrumentation Lab)

Ein Injektionsinstrument, das ein Medikament annähernd mit Schallgeschwindigkeit durch die Haut schießt, haben Forscher am MIT entwickelt. Da der Strahl nur hauchdünn ist, soll der Patient die Injektion praktisch nicht spüren.

Keine Angst vor Spritzen mehr, versprechen Ian Hunter und Catherine Hogan vom Massachusetts Institute of Technology: Sie haben ein Gerät entwickelt, das ein Medikament mit Druck in einem feinen Strahl durch die Haut ins Gewebe befördert.

Der Druck wird nicht, wie bei vergleichbaren Geräten, von einer Feder erzeugt, sondern durch die Lorentzkraft: Der Antrieb besteht aus einem starken Permanentmagneten, der von einer Spule umgeben ist. Diese ist mit einem Kolben verbunden. Vorne an dem Instrument sitzt eine Ampulle mit dem Medikament.

Anzeige

Strahl von der Größe eines Stechrüssels

Wird eine Spannung an die Spule angelegt, treibt die Lorentzkraft die Spule vorwärts und damit den Kolben in die Ampulle. Das Medikament wird dann mit hohem Druck und beinahe mit Schallgeschwindigkeit in das Gewebe geschossen. Der Strahl, der aus der Ampulle komme, habe den Durchmesser des Stechrüssels einer Mücke, erklärt Hunter. Das bedeute, der Patient spüre von der Injektion so viel wie von einem Mückenstich.

Das Instrument ist computergesteuert. Das bedeutet, anders als bei einem von einer Feder angetriebenen Pendant, dass der Nutzer bei diesem Instrument zu jedem Moment der Injektion die Kontrolle behält. So könne beispielsweise die Ausstoßgeschwindigkeit variiert werden, so dass das Medikament mit einer anderen Geschwindigkeit in das Gewebe eingebracht als durch die Haut geschossen werde, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Medical Engineering & Physics. Es sei auch möglich, das Medikament wieder aus dem Gewebe herauszuziehen, wenn das nötig sein sollte.

Medikament in Pulverform

Dadurch kann das Injektionsgerät darauf programmiert werden, eine beliebige Dosis des Medikaments abzugeben - ein von einer Feder angetriebener Injektor könne nur die ganze Dosis abgeben. Auch wie tief die Arznei in die Haut eingebracht werden soll, ist einstellbar. Schließlich muss das Medikament nicht als Lösung vorliegen - das Gerät kann auch Pulver injizieren. Es sei sogar möglich, ein Medikament durch das Auge in die Retina oder durch das Trommelfell ins Innenohr einzubringen, sagt Hunter.

Wissenschaftler suchen schon seit einiger Zeit nach der Möglichkeit, Medikamente ohne zu spritzen durch die Haut zu bringen. Bei Stoffen, deren Moleküle klein genug sind, dass sie durch die Poren der Haut passen, geht das - bei einem Nikotinpflaster etwa. Medikamente, die auf Proteinen basieren, lassen sich jedoch nicht auf diese Weise verabreichen.


eye home zur Startseite
joysleplelf 05. Okt 2012

Despite strict fire protection regulations, the predominant use of wood in building, a...

Misdemeanor 29. Mai 2012

Haha :-) *facepalm*

sssssssssssssss... 29. Mai 2012

Nicht so unwahrscheinlich. Hatte Jahre lang einen Zahnarzt, der mir ständig sagte...

Autor-Free 29. Mai 2012

Ty für die Info. Und Gratulation zum Wegkommen.

DaM 29. Mai 2012

Klein, hinterlässt keine Spuren, der "Patient" spürt nichts - das ist doch Stoff für...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall
  2. über Robert Half Technology, Koblenz
  3. IT-Dienstleistungszentrum Berlin, Berlin
  4. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,99€
  2. 299,90€ (UVP 649,90€)
  3. und bis zu 40 Euro Sofortrabatt erhalten

Folgen Sie uns
       


  1. Leistungsschutzrecht

    Oettingers bizarre Nachhilfestunde

  2. Dating-Portal

    Ermittlungen gegen Lovoo werden eingestellt

  3. Huawei

    Mobilfunkbetreiber sollen bei GBit nicht die Preise erhöhen

  4. Fuze

    iPhone-Hülle will den Klinkenanschluss zurückbringen

  5. Raspberry Pi

    Bastelrechner bekommt Pixel-Desktop

  6. Rollenspiel

    Koch Media wird Publisher für Kingdom Come Deliverance

  7. Samsung

    Explodierende Waschmaschinen sind ganz normal

  8. USB Audio Device Class 3.0

    USB Audio over USB Type-C ist fertig

  9. HY4

    Das erste Brennstoffzellen-Passagierflugzeug hebt ab

  10. Docsis 3.1

    Erster Betreiber versorgt alle Haushalte im Netz mit GBit/s



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Soziale Netzwerke: Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
Soziale Netzwerke
Wie ich einen Betrüger aufspürte und seine Mama kontaktierte
  1. iOS 10 und WatchOS 3.0 Apple bringt geschwätzige Tastatur-App zum Schweigen
  2. Rio 2016 Fancybear veröffentlicht medizinische Daten von US-Sportlern
  3. Datenbanksoftware Kritische, ungepatchte Zeroday-Lücke in MySQL-Server

Canon vs. Nikon: Superzoomer für unter 250 Euro
Canon vs. Nikon
Superzoomer für unter 250 Euro
  1. Snap Spectacles Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor
  2. MacOS 10.12 Fujitsu warnt vor der Nutzung von Scansnap unter Sierra
  3. Bildbearbeitungs-App Prisma offiziell für Android erhältlich

Swift Playgrounds im Test: Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
Swift Playgrounds im Test
Apple infiziert Kinder mit Programmiertalent
  1. Asus PG248Q im Test 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt

  1. Re: zweimal Blödsinn vom Huawei Sprecher

    cyzz | 06:42

  2. Re: Öttinger und Trump

    Sharra | 06:38

  3. Neues zum Thema ?

    Melibokus | 06:28

  4. Re: Tja, liebe Leute, alles ...

    mrgenie | 06:28

  5. Re: Lobbyarbeit verbieten

    gadthrawn | 06:23


  1. 18:17

  2. 17:39

  3. 17:27

  4. 17:13

  5. 16:56

  6. 16:41

  7. 15:59

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel