Schadsoftware Empfänger von Angry-Birds-SMS muss Strafe zahlen

14.000 Android-Nutzer weltweit haben sich eine gefälschte Angry-Birds-App heruntergeladen, die beim Öffnen eine 15 Pfund teure Kurznachricht per SMS verschickt. Der Dienstleister, dessen Kontrolle versagte, muss das Geld nun zurückzahlen und 50.000 Pfund Strafe zahlen.

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Die britische Regulierungsstelle Phonepayplus hat den Premium-Kurznachrichten-Empfänger A1 Agregator Limited mit einer Strafe von 50.000 britischen Pfund belegt. A1 Agregator Limited ist selbst nicht für die Verteilung der Schadanwendung verantwortlich. Stattdessen versagte offenbar die Kontrolle bei dem Dienstleister A1, der das Zahlungssystem für Premium-Dienste anbietet.

Die verteilte Schadanwendung hat sich dabei den Bekanntheitsgrad des Spiels Angry Birds zunutze gemacht. Die App hat sich als kostenloses Angry Birds ausgegeben. Laut Phoneplayplus wurden Angriffe in insgesamt 18 Ländern vorgenommen.

Die Regulierungsstelle nennt auch einige interessante Statistiken. Gerade einmal 14.000 Nutzer haben sich die App installiert. Es handelt sich dabei um einen Angriff, der auch als Rufraud bekanntgeworden ist. In Anbetracht der millionenfachen Downloads des Spiels von Rovio sind 14.000 Downloads nicht sehr viel. Selbst das reicht aber aus, um sehr viel Geld einzunehmen. Ein Start der kostenlosen App versendet eine Kurznachricht per SMS an eine Premium-Rufnummer von A1. Die Kosten betragen stolze 15 Pfund, also fast 19 Euro. Dabei unterdrückt die App den Versand, damit der Nutzer keinen Verdacht schöpft. Allein in Großbritannien wurde mit 1.391 Mobilfunkrufnummern ein Umsatz von 27.850 Pfund generiert. Zahlen für die weltweit Geschädigten nennt Phonepayplus nicht.

Die Kriminellen kamen nicht ans Geld

Der Regulierungsstelle ist es eigenen Angaben zufolge zudem gelungen, rechtzeitig den Zahlungsfluss zu unterbinden. Das Geld ist gar nicht erst bei den eigentlichen Betrügern angekommen, sondern bei A1 verblieben. A1 Agregator Limited muss nun innerhalb von drei Monaten das gesamte Geld zurückzahlen, unabhängig von einer Beschwerde eines Nutzers. Zusätzlich muss A1 50.000 Pfund Strafe zahlen.

Phoneplayplus regelt die Premium-Dienste in Großbritannien und Nordirland und ist früher als Independent Committee for the Supervision of Standards of Telephone Information Services (ICSTIS) aufgetreten. In der Vergangenheit hat die Regulierungsstelle schon öfter Strafen verhängt.

Es passieren häufig Versuche, mit bekannten Namen von Spielen Umsätze zu generieren. Allerdings sind solche Spiele häufig abseits von Googles offiziellem Play Store zu finden. Rufraud-Angriffe gelangten in der Vergangenheit aber auch über den offiziellen Marktplatz. Google ist es häufiger passiert, dass Kriminelle schädliche Apps im Play Store platzierten, der früher Android Market hieß.


chrulri 25. Mai 2012

Die Verantwortlichen sollten in kleine grüne Plüschschweinchenkostüme gesteckt, auf ein...

grmpf 25. Mai 2012

Ist es nun Phonepayplus, oder Phoneplayplus?? Sprich: gehört das "l" da nun rein, oder...

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