Samsungs S-Pen in Aktion

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Samsung hat auch die Benutzeroberfläche für die Verwendung mit dem Stift angepasst. Ein Sensor registriert die Entnahme des Stifts und öffnet standardmäßig eine Symbolleiste mit stifttauglichen Anwendungen an der rechten Seite des Bildschirms. Sie wird wieder ausgeblendet, wenn der Stift wieder im Schacht versenkt wird. Allerdings werden nur vorinstallierte Anwendungen angezeigt, wir haben keine Erweiterungsmöglichkeit entdeckt.

Durch Ziehen des Stifts können auch direkt Anwendungen gestartet werden, beispielsweise der Kalender oder die Notizanwendungen. Das Entfernen des Stifts ist auch ein Einschalter, was die Stiftbedienung fördert. Der Nutzer muss also nicht erst den Schalter drücken, um den Bildschirm zu entsperren.

Zur Orientierung kann in den Optionen eine Anzeige der Stifterkennung eingeschaltet werden. Dann sieht der Nutzer einen Cursor in Form eines Punktes, wie ihn auch Nutzer von Tablet-PCs kennen. Das ist sinnvoll, um zu beurteilen, ob der Stift schon in Reichweite ist. Denn in Reichweite wird der Touchscreen deaktiviert, um Vectoring, also versehentliches Zeichnen mit dem Handballen, zu verhindern. Wir fragen uns, warum diese sinnvolle Option nicht standardmäßig aktiviert ist.

Erweiterungen von Samsung

Die Stiftsache hat aber einen Haken. Sie ist in Android kein Standard und so ist es kaum zu erwarten, dass viele Anwendungen dafür angepasst werden. Samsung hat zwar eine annehmbare Auswahl vorinstalliert, allerdings sehen vor allem die Anpassungen an Android nicht so aus, als könnten sie ohne Samsungs Hilfe erweitert werden.

Es sollte aber möglich sein, über den Play Store weitere Anwendungen anzubieten - sofern die Community Interesse an entsprechenden Entwicklungen zeigt. Samsung sieht aber offensichtlich keine Integration von weiteren Anwendungen in die Seitenleiste vor.

Wo ist der verflixte Stift?

Leider lässt sich der Stift nirgends am Gehäuse mit einer Schnur anbinden. Wir haben es bereits in den ersten Teststunden geschafft, den Stift mehrfach zu verlegen. Die Benutzung erfordert also einige Disziplin.

Von den 1.024 Druckstufen, die der Stift bieten soll, bleibt in der Praxis fast nichts übrig. In der S-Note-Anwendung gefallen uns die Notizen nicht, weil wir sehr dicke Linien zeichnen müssen. Denn der Stift wird erst ab einem gewissen Druck so erkannt, dass er zeichnet. Wenn der Stift nur leicht über die Oberfläche gleitet, schreibt er nicht, obwohl der Digitizer die Berührung erkennt. Das ist offensichtlich eine Vorgabe in Samsungs Software. Normalerweise sind Digitizer empfindlicher. Wer bereits ein Zeichentablet benutzt hat, muss sich etwas umgewöhnen.

Nur noch fein

Die Schriftstärke lässt sich durchaus verändern, leider aber auf Kosten der Erkennung der Druckstärke des Stiftes. In der feinsten Einstellung schreibt der Stift nur noch fein, auch bei erhöhtem Druck.

In der Anwendung S-Note kann über eine Schaltfläche eingestellt werden, dass Eingaben nur noch von dem Stift entgegengenommen werden. Denn standardmäßig kann der Handballen ein ungewolltes Zeichnen auslösen, wenn er vor dem Stift die Oberfläche trifft. Das passiert auch, wenn der Stift in der Nähe schon erkannt wird. Der Touchscreen wird nämlich erst ab etwa 12 mm Stiftentfernung abgeschaltet, um Vectoring zu verhindern. Für Digitizer ist das ein normaler Wert. Der Nutzer muss sich an die unterschiedliche Handhabung von digitalem Stift und analogem Schreibgerät gewöhnen.

Parallaxe

Durch den Digitizer ist der Abstand zwischen Außenglas und eigentlichem Display sichtbar. Es gibt also beim Zeichnen einen gewissen Parallax-Effekt. Daran gewöhnt sich der Nutzer schnell. Woran wir uns allerdings nicht so schnell gewöhnen konnten, war die Abweichung der Stiftspitze von dem Cursor. Die ist aber offenbar prinzipbedingt so. Der Stift ist so kalibriert, dass er senkrecht von oben präzise trifft. Der Mensch hält den Stift aber beim Schreiben schräg. Unter Windows gibt es dafür die Kalibrierung für jede Displayorientierung. Die fehlt dem Samsung-Tablet. Obwohl der Digitizer präzise ist, stört beim Galaxy Note 10.1, dass es keine Möglichkeit gibt, den Schreibwinkel anzupassen.

 Ist das Galaxy Note 10.1 gar kein Tablet?Die Handschrifterkennung ist gut versteckt 

joguwi 21. Okt 2012

Leider kann ich die Enttäuschung, die aus diesem Review spricht: http://www.theverge.com...

LouisPfitzinger 01. Sep 2012

Ich habe das Tab zwar nicht intensiv, sondern nur auf IFA ausprobiert, allerdings ist mir...

Endwickler 16. Aug 2012

Also, ich weiß nicht, wie ich es genau ausdrücken kann. Einfach nur "mehr dpi" ist eben...

Xstream 15. Aug 2012

dann hast du wahrscheinlich noch nie ein tablet mit onenote benutzt, alleine die...

ChMu 14. Aug 2012

Dann waere ich vorsichtig es selber zu tun. Nun, da keine Funktion scheinbar wirklich...

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