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Der Römer Marius Titus ist der Protagonist von Ryse.
Der Römer Marius Titus ist der Protagonist von Ryse. (Bild: Crytek)

Simples Kampfsystem und Gewalt in Zeitlupe

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Der Federbusch auf Titus' Helm etwa flimmert kein bisschen, Treppenstufen hingegen flackern, da die SMAA-1Tx-Kantenglättung hier versagt. In der näheren Umgebung werfen praktisch alle Objekte weiche Schatten, in der Distanz aber fehlen sie oft. Der Ozean reicht grafisch nicht an den aus Crysis heran und auch Feinheiten wie fehlende Fußspuren im nassen Sand oder ein trockener Harnisch trotz heftigen Regens stören den Gesamteindruck. Die Musikuntermalung und die Geräuschkulisse von Ryse wiederum geben keinen Anlass zur Kritik, die gelungene deutsche Synchronisation ist aber leider nicht lippensynchron - wir empfehlen die englische Sprachversion.

  • Ryse: Son of Rome auf Xbox One (Screenshot: Golem.de)
  • Ryse: Son of Rome auf Xbox One (Screenshot: Golem.de)
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  • Ryse: Son of Rome auf Xbox One (Screenshot: Golem.de)
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Ryse: Son of Rome auf Xbox One (Screenshot: Golem.de)

Abgesehen von einigen anspruchslosen Passagen mit Schildkrötenformation oder dem Abwehren feindlicher Horden per Scorpio-Geschütz (das so schnell feuert wie ein Maschinengewehr) besteht Ryse aus Kämpfen Mann gegen Mann. Wie es sich für einen Legionär gehört, vertraut Titus auf Gladius und Scutum, gelegentlich darf er auch ein paar Pila-Speere auf Gegner schleudern. Crytek verzichtet auf Kombos, stattdessen gilt es, vier Attacken respektive Bewegungen zu kombinieren: Je nach Tastendruck schlägt Titus per Schwert oder Schild schnell oder wuchtig zu, blockt und kontert feindliche Attacken oder weicht aus, wenn ein Angriff zu stark ist. Letzteres mutet angesichts des Turmschildes etwas lächerlich an, gerade bei vielen Feinden.

Kontern und zuschlagen

Einzelne Gegner stellen kaum eine Gefahr da, da es ein Leichtes ist, gewöhnliche Barbaren zu kontern und sie mit zwei oder drei Schwerthieben einzudecken. Im späteren Spielverlauf schicken die Kelten daher immer neue und vor allem mehrere Kämpfer, etwa dicke Barbaren mit schweren Schildern, die aus dem Gleichgewicht gebracht werden müssen oder flinke Doppelschwert-Kämpfer, die erst nach mehreren Kontern eine Lücke in ihrer Deckung offenbaren. Die häufigen Bossgegner kombinieren alle Typen und fordern daher etwas mehr, auf dem dritten von vier Schwierigkeitsgraden sind es dennoch nur ihre starken, nicht blockbaren Attacken, die ernsthaft Schaden anrichten.

Auf Dauer spielen sich die Kämpfe daher eintönig und repetitiv, einzig die fantastischen Animationen und das Erfahrungssystem halten bei der Stange: Egal wie Titus das Schwert schwingt oder den Schild hebt, die Bewegungen sitzen perfekt und sind absolut sehenswert. Die Kamera sorgt immer für Übersicht, indem sie das Spielgeschehen mal aus der Nähe, mal aus der Totalen einfängt. Dies gilt insbesondere für die Finisher, die Titus per Tastendruck bei angeschlagenen Gegnern ausführt.

Wieder und wieder und wieder

Je nach Position und Tastendruck zerstampft Titus Köpfe oder zerschmettert sie an Wänden, durchtrennt Hälse aus jeder Richtung oder ertränkt Gegner. All dies geschieht in Zeitlupe, wenn der Gegner subtil von einer farbigen Silhouette umrahmt wird, sollte die passende Taste gedrückt werden. Am Finisher selbst ändert dies zwar nichts, Titus erhält jedoch mehr Boni. Exekutionen geben je nach Ausführung (wählbar per Steuerkreuz) entweder mehr Schlagkraft, ein bisschen Lebensenergie, zusätzliche Erfahrung - Ehre genannt - oder Fokus. Bei Letzterem rammt der Legionär seinen Schild auf den Boden und hackt derart schnell auf seine nun verlangsamten Gegner ein, dass selbst Bosse leicht zu töten sind.

Durch die vier Boni kommt ein wenig Taktik in die Kämpfe. Jedoch sorgte die Flut an Erfahrungspunkten, die es für erfolgreiche Angriffe und Finisher gibt, dafür, dass wir schon in der fünften von acht Missionen alle Verbesserungen freigeschaltet hatten, wodurch das Spiel noch einfacher wurde. Die Aufwertungen setzen ein Mindestmaß an Ehre voraus, daher ist es nicht möglich, gleich zu Beginn alle per echtem Geld zu erwerben - was Ryse anbietet.

Ryse: Son of Rome ist für Xbox One ab dem 22. November 2013 erhältlich, der Verkaufspreis liegt bei etwa 70 Euro. Das Spiel erscheint in Deutschland ungeschnitten, die USK hat eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt.

Fazit

Ryse: Son of Rome lebt in erster Linie von seiner Technik, denn grafisch und akustisch ist das Crytek-Spiel fast durch die Bank exzellent. Die Detailverliebtheit sowie die Animationen sind zum Start einer neuen Konsolengeneration überzeugend, der Unterschied zur Xbox 360 ist gewaltig, sieht man von kleineren Unstimmigkeiten ab. Die Handlung hat ständig etwas zu bieten und die unterschiedlichen Charaktere integrieren sich glaubwürdig in Marius Titus' Rachegeschichte, zumindest wenn kein Wert auf historische Authentizität gelegt wird.

Das Problem von Ryse sind die Kämpfe. Sie machen zwar viel Spaß und das oft in Zeitlupe ablaufende Gewaltballett ist auf morbide Art sehr faszinierend. Mit der Zeit hat man sich aber an den selbstablaufenden Finishern sattgesehen, ihr spielerischer Nutzen hält sich abseits des Fokuses und der Heilung in Grenzen. Angesichts von acht bis neun Spielstunden hätte Ryse mehr Tiefe gut getan, die famose Optik entschädigt nicht immer.

 Test Ryse: Bildgewaltiges und brutales Römer-Spektakel

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Elgareth 25. Nov 2013

In diesem Sinne: http://www.der-postillon.com/2013/11/archaologischer-fund-belegt-fruhe...

kelzinc 24. Nov 2013

die cryengine war und ist schon immer sehr gut programmiert und läuft auch auf systemen...

Andi K. 24. Nov 2013

Aber Crysis 3 war dafür so langweilig..

pholem 23. Nov 2013

Motion Blur zieht mehr Performance, zumindest bei den Spielen, die ich kenne. Wenn man...

eXXogene 23. Nov 2013

Wir in Deutschland sind noch stark von der 68er Generation beeinflusst, getreu dem...



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