Ryse Der römische ESRAM-Trick

Microsofts Chef der Spielestudios, Aaron Greenberg, hat bekanntgegeben, dass der Exklusivtitel Ryse auf der Xbox One in 1.600 x 900 Pixeln berechnet wird und mit 30 Fps läuft. Durch diese Auflösung, die genau ins ESRAM der Xbox One passt, wird die exzellente Grafik von Ryse ermöglicht.

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Aaron Greenberg hat via Twitter ein paar Informationen zu zwei kommenden Exklusivtiteln für die Xbox One veröffentlicht, genauer für Ryse - Son of Rome und Forza Motorsport 5. Bei Ryse, dem nächsten Spiel von Crytek, liegt die Auflösung mit 1.600 x 900 Pixeln deutlich unter Full-HD, die Xbox One skaliert das Bild jedoch auf 1080p hoch. Das verringert zwar die visuelle Qualität etwas, diese spezielle Auflösung bietet den Entwicklern jedoch die Möglichkeit, die Optik von Ryse sichtbar aufzuwerten, da mehr Rechenzeit für Effekte vorhanden ist. In die gleiche Kerbe schlagen die 30 Bilder pro Sekunde, wodurch für einen Frame 33,3 Millisekunden Rechenzeit zur Verfügung stehen, die Crytek in eine schönere Grafik investieren kann.

G-Buffer-Effekte aus dem ESRAM

Zurück nach Rom: Wie ein Video von Autodesk von Ende August 2013 zeigt, ist Ryse vor allem im Bereich Charaktere und Umgebungen eine technische Glanzleistung. So besteht die Spielfigur Marius Titus aus satten 150.000 Triangles, sogenanntes Performance Capturing erweckt 770 bewegliche Teile zum Leben, davon alleine 260 im Gesicht, das über eine erschreckend reale Mimik verfügt. Marius' Kleidung inklusive der Rüstung verformt sich dynamisch bei Bewegungen - gerade in Kämpfen - und die Umgebung wird während der Missionen eindrucksvoll zerlegt. Auch nutzt das Spiel unter anderem Tessellation, beleuchtete Partikel, weiche Schatten und weitere aufwendige Shader-Berechnungen.

Beispielsweise bietet Ryse, wie für Crytek üblich, enorm viele Postprocessing-Effekte, die meisten davon werden bei einem sogenannten Deferred Renderer aus einem als G-Buffer bezeichneten Zwischenspeicher abgeleitet. Die erwähnten 1.600 x 900 Pixel respektive der G-Buffer mit mehreren 32-Bit-Rendertargets passt anders als 1.920 x 1.080 Bildpunkte unseren Schätzungen zufolge noch in die 32 MByte ESRAM der Xbox One, einen kleinen, aber extrem schnellen Speicher, auf den die Grafikeinheit zugreifen kann. Microsoft gibt rund 200 GByte pro Sekunde als Lese- und Schreibrate an, das ist kaum weniger, als einer über 300 Euro teuren Geforce GTX 770 zur Verfügung steht - wenngleich diese 2 GByte GDDR5-Speicher und nicht nur 32 MByte bietet.

Eine leicht geringere Auflösung zu wählen, um die Buffer in einen sehr flotten Speicher zu quetschen, ist allerdings nicht neu: Crysis 3 verwendet auf der Xbox 360 nur eine Auflösung von 1.152 x 720 Pixeln, damit die 10 MByte EDRAM optimal genutzt werden können. Im Falle von Ryse ist das optische Resultat durch diesen Trick exzellent, wenngleich Crytek es sich nicht nehmen lässt, alle Pressebilder in einer extrem hohen Auflösung zu erstellen - das ist in der Spielebranche aber üblich.

Das eingangs erwähnte Rennspiel Forza Motorsport 5 soll die Xbox One in 1.920 x 1.080 Pixeln bei 60 fps berechnen, was bei einem typischen 1080p-Fernseher die beste Auflösung ist, da nicht interpoliert werden muss. Die hohe Bildrate erlaubt trotz eines Gamepads eine präzisere, weil schnellere Steuerung - das ist bei einem Titel wie Forza sehr wichtig, um die Fahrzeuge sauber lenken zu können. So opulent wie Ryse sieht das Rennspiel dem bisherigen Material nach aber nicht aus.


Bujin 27. Mär 2014

Joo, auf die Megapixel kommt es an. Mein 13 MP Handy macht bedeutend bessere Bilder als...

Paykz0r 10. Okt 2013

nö, das ist in der tat keine meinungssache. was die fps angeht, stimme ich dir zu, aber...

Paykz0r 10. Okt 2013

+1 und zum vorredner: ich kann den unterschied sehen, kommt halt auf den abstand an. und...

Xultra 20. Sep 2013

Danke! Mea Culpa ,hab's noch mal durchgelesen, es sind 1125Mhz bei der GDDR5 Karte...

it-boy 20. Sep 2013

Entweder Du hast dem Falschen geantwortet (desert.. statt ms) oder dass ist eine extrem...

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