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OpenG-Access-Point von Ruckus Wireless
OpenG-Access-Point von Ruckus Wireless (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Ruckus Wireless: OpenG soll das LTE-Abdeckungsproblem in Gebäuden lösen

OpenG-Access-Point von Ruckus Wireless
OpenG-Access-Point von Ruckus Wireless (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die Verwendung kleiner Mobilfunkzellen zur Verbesserung des Empfangs hat sich bisher nicht so recht durchgesetzt. Zu aufwändig ist es, lizenziertes Mobilfunkspektrum verteilen zu dürfen. Ruckus Wireless will das Problem mit dem 3,5-GHz-Band lösen.

Wer den Mobilfunkempfang im Gebäude verbessern will, hat es derzeit schwer. In der Regel heißt das nämlich, dass etwa der Gebäudebetreiber oder das Unternehmen sich mit unterschiedlichen Netzbetreibern einzeln auseinandersetzen und dann deren Small Cells als Verstärker installieren muss. Das ist ein Problem, das weltweit existiert und das Ruckus Wireless mit OpenG lösen will. Ruckus setzt auf ein spezielles LTE-Band und seine Erfahrung als Betreiber von WLAN-Hotspots für Mobilfunkanbieter - und startet zunächst in den USA.

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  • Als Einzelgerät ist der OpenG-Access-Point recht groß. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ruckus Wireless hat auch eine kleinere Variante entwickelt, die WLAN und LTE beherrscht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier kann der LTE-Teil einfach an den WLAN-Access-Point per USB angeschlossen werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Als Einzelgerät ist der OpenG-Access-Point recht groß. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Für die Verwendung von OpenG nutzt Ruckus einen 150 MHz breiten Bereich im 3,5-GHz-Band. Dieser überschneidet sich mit den LTE-Bändern 42 und 43. Das bedeutet, dass die Verfügbarkeit etwa von Smartphones mit diesen Bändern irgendwann gegeben sein wird. Die Bänder sind offiziell standardisiert - allerdings für den Außenbereich. Ruckus hingegen nutzt den Bereich für Innenräume. In den USA geht das und wird von der in den USA wichtigen Federal Communications Commission (FCC) auch so definiert. FCC-Vorgaben werden häufig in anderen Ländern ebenfalls angewandt. Die Chancen sind also groß, dass das Verfahren so oder so ähnlich auch nach Europa kommt.

Bekannte Technik, aber nur innen

Ruckus setzt also auf allgemein bewährte Technik im Innenraum und vermeidet die Nutzung der Frequenzbänder der Mobilfunkbetreiber. Rechtliche Probleme sind damit erst einmal nicht zu erwarten. Für den Gebäudebetreiber oder das interessierte Unternehmen müssen einige LTE-Access-Points aufgebaut werden. Der Aufwand soll sich aber in Grenzen halten. Für jeden dritten oder vierten 5-GHz-WLAN-AP müsste in etwa eine der kleinen LTE-Basisstationen installiert werden, um die Räume abzudecken. In manchen Fällen lohnt sich die LTE-Integration mit einem WLAN-AP. Dafür hat Ruckus USB-Ansteckgeräte entwickelt, um eine bestehende WLAN-Infrastruktur schnell auszubauen.

Doch die ganze Technik nützt nichts, wenn die Mobilfunkbetreiber ihre Daten nicht in die Gebäude bekommen, denn ein einfaches Repeating findet hier nicht statt. Ruckus will nicht nur die Hardware liefern, sondern auch Dienstleister sein. Die Verhandlungen mit Mobilfunkunternehmen wie AT&T, Verizon, Sprint oder T-Mobile USA würde Ruckus Wireless übernehmen und idealerweise ein fertiges Paket mit allen Netzbetreibern in einem Gebäude zur Verfügung stellen.

Es kommt also zu einer Situation, in der alle Mobilfunkbetreiber ihre Kunden auf demselben Frequenzband indirekt versorgen. Die entsprechende Authentifizierung mit dem Netzbetreiber wird durch die Ruckus-Infrastruktur durchgeleitet.

Innen-LTE frühestens in drei Jahren

Bis es soweit ist, wird allerdings viel Zeit vergehen. Erste Tests soll es noch im Sommer 2016 geben. Ruckus Wireless erwartet, dass die FCC erste Dienste bis zum Jahresende zertifizieren wird. Erst 2017 geht es dann mit der Zertifizierung von Hardware weiter. Wohlgemerkt für den US-Markt.

Auf die Frage, wie es denn mit Europa aussieht - schließlich hat Ruckus Wireless seinen Ansatz auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert -, konnte das Unternehmen nur auf Finnland verweisen. Dort wird Licensed Shared Access getestet. 3,5 GHz in den USA wären zwar Unlicensed Shared Access, doch es wäre die Richtung der Entwicklung, die für die Gebäudeversorgung notwendig ist. Tendenziell wäre dann 2018 die Möglichkeit gegeben, auf einem speziellen Innenraum-Frequenzband das Gebäudeproblem zu lösen. Ob nun mit Ruckus Hardware oder anderen Dienstleistern sei dahingestellt.

Einen Markt sieht Ruckus vor allem bei vergleichsweise kleinen Installationen: Bürogebäude, Hotels oder im Bildungsbereich. Große Installationen wie auf Messegeländen und in Stadien sind hingegen nicht das Ziel. Hier gibt es bereits etablierte Lösungen, die das an seine Kapazitätsgrenzen kommende WLAN gut ergänzen können.


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regiedie1. 01. Mär 2016

Wifi Calling bedeutet, dass die 'Mobilfunk'-Pakete über das WLAN und den heimischen...



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