RSS-Reader Feedly trennt sich vom Google Reader

Als Google im März 2013 das Aus für seinen RSS-Reader verkündete, positionierte sich Feedly schnell als Alternative. Jetzt erscheint eine erste Version des RSS-Readers ohne Google-Unterbau, die Feeds werden in einer eigenen Cloud gespeichert.

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Nutzer des RSS-Clients Feedly haben mit dem gestrigen Update der iOS-App eine erste Version erhalten, die nicht mehr auf dem Google Reader aufbaut, sondern die RSS-Feeds in der Feedly-Cloud Normandy speichert. Im Changelog der Version findet sich ein entsprechender Hinweis: "Now powered by the feedly cloud. Let's all wish a happy retirement to Google Reader." Ein Update für die Android-Version gab es ebenfalls bereits, hier findet sich dieser Hinweis jedoch noch nicht.

Feeds werden jetzt in Cloud gespeichert

Bereits direkt nach dem verkündeten Aus des Google Readers kündigten die Feedly-Macher das Projekt Normandy an: eine eigene Cloud-Lösung, in der die Feeds der Feedly-Nutzer gespeichert werden. Bisher hatte sich Feedly mit dem Google-Konto des Benutzers synchronisiert und die bei Google gespeicherten RSS-Feeds angezeigt. Mit der neuen Feedly-Version werden die Feeds jetzt in der eigenen Cloud gespeichert.

Mit Normandy will Feedly wie bisher Google auch Anbieter weiterer RSS-Reader unterstützen. Anfang Juni 2013 wurden die ersten Clients genannt, die künftig auf die Feedly-Cloud zugreifen werden: gReader, Press, Newsify und Reeder. Laut Feedly haben sich insgesamt weit über 100 Entwickler gemeldet, die ihre Apps mit einer Feedly-Synchronisation versehen wollen.

Feedly-Chef äußert sich zur Zukunft von RSS-Feeds

In einem Gespräch mit der Huffington Post äußerte sich der Feedly-Chef Edwin Khodabakchian zu seinem Unternehmen und der Zukunft von RSS-Feeds. Als Google das Aus des eigenen Readers bekanntgab, hatte Feedly Khodabakchian zufolge 4 Millionen Nutzer. In den darauffolgenden drei Monaten ist die Nutzerzahl auf 7 Millionen gestiegen. Twitter ist für Khodabakchian kein Ersatz für RSS-Feeds, da sich Twitters Beschränkung auf 140 Zeichen für viele Arten von Artikeln nicht eigne. Zudem sei Twitter nicht strukturiert genug.

Über die Zukunft der RSS-Feeds scheint sich Khodabakchian wenig zu sorgen, obgleich Dienste wie Feedly natürlich stark von Internetseiten mit eigenen RSS-Feeds abhänge. Sein Unternehmen arbeite laut Khodabakchian aber mit einigen Anbietern zusammen, um Wege auszuloten, das RSS-System in Zukunft interessanter für sie zu machen. Feedly werde jedoch keine Blogger einstellen, um eigene Inhalte zu schreiben. Auf die Frage, wie sein Unternehmen Geld verdienen möchte, antwortete Khodabakchian, dass nach und nach "zusätzliche Einnahmekanäle" eingebunden werden sollen. Genauer spezifizierte er diese Einnahmemöglichkeiten aber nicht.

Nachfrage nach Feedly-Apps für weitere Systeme vorhanden

Feedly kann kostenlos für Android und iOS heruntergeladen werden. Laut Khodabakchian gibt es auch eine steigende Nachfrage nach Apps für Windows 8, Windows Phone und Blackberry.


YoungManKlaus 13. Jun 2013

agreed, das ding kann noch so gut sein, aber imo is es einfach lächerlich dass es nicht...

elgooG 13. Jun 2013

Ja, die Umstellung soll automatisch erfolgen. Der Zugriff auf den Google Reader...

RedNifre 13. Jun 2013

Server stehen in einem Rechenzentrum, die Cloud ist irgendwo und so viele oder weniger...

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