Anzeige
Fotos von Philaes Landeplatz
Fotos von Philaes Landeplatz (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Rosetta-Mission: Philae ist im Tiefschlaf

Fotos von Philaes Landeplatz
Fotos von Philaes Landeplatz (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Philaes Akkus sind fast leer, und die Solarzellen bekommen nicht genügend Sonnenlicht. Deshalb wurde das Landefahrzeug in den Tiefschlaf versetzt. Zuvor konnten zumindest wichtige Daten übermittelt werden. Ob Philae wieder aufwacht, ist ungewiss.

Anzeige

"Signalverlust, keine weitere Kommunikation mehr", teilte die Europäische Weltraumagentur Esa in einer Twitter-Botschaft mit. Das Landefahrzeug Philae ist jetzt im Tiefschlaf. Das Minilabor Philae hat um 01.36 Uhr am frühen Samstagmorgen wegen leerer Akkus seine Arbeit auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko - genannt Tschuri - eingestellt. Ob es noch einmal Kontakt über Rosetta zur Erde aufnehmen kann, ist fraglich.

  •  
  • Das erste Bild von Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Es ist Teil... (Foto: ESA/Rosetta/Philae/CIVA)
  • ... eines noch unvollständigen Panoramas und wurde am 13.11.2014 zur Erde gefunkt. (Foto: ESA/Rosetta/Philae/CIVA)
  • Die Oberfläche des Kometen, aufgenommen während des Abstiegs (Foto: ESA/Rosetta/Philae/ROLIS/DLR)
  •  
  •  
 

Denn Philae geht der Strom aus. Die Akkus waren ohnehin nur für einen 60-stündigen Betrieb gedacht. Danach sollten Philaes Solarzellen die Stromversorgung des Landefahrzeugs übernehmen. Wegen des ungünstigen Landeplatzes bekommen sie aber nicht genügend Sonnenlicht von unserem fast 650 Millionen Kilometer entfernten Zentralgestirn. Am Freitag gelang es der Bodenkontrolle, Philae noch um 35 Grad zu drehen, damit die Solarzellen mehr Licht einfangen können. Ob das funktioniert, ist noch offen.

Daten erfolgreich heruntergeladen

Dennoch verbuchen die Wissenschaftler im Esa-Zentrum in Darmstadt die Mission als Erfolg. Alle bisher gesammelten Daten wurden den Angaben zufolge erfolgreich heruntergeladen. "Wir sind in dem Zeitrahmen geblieben, den wir uns vorgestellt haben", sagte Esa-Sprecher Bernhard von Weyhe in Darmstadt.

Den Kontrolleuren beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln gelang es am späten Freitagabend noch einmal, mit dem Lander zu kommunizieren. Projektleiter Stephan Ulamec vom DLR sprach von "letzten Zuckungen von Philae". Möglicherweise könnte das Labor wieder Energie tanken, wenn es auf Tschuri Richtung Sonne gehe. "Das wird aber wahrscheinlich nicht in den nächsten zwei Monaten sein", sagte der technische Leiter des Landers, Koen Geurts vom DLR-Kontrollzentrum. Irgendwann drohe allerdings der Hitzetod.

Tschuri riecht nach faulen Eiern und Pferdestall

Schon jetzt haben die Forscher herausgefunden: Auf Tschuri ist es dunkel und es stinkt - nach faulen Eiern und Pferdestall. Der Brocken braucht fast sieben Jahre, um die Sonne zu umrunden. Je näher der Komet unserem Zentralgestirn kommt, desto mehr verdampft von seinem Eis und desto stärker wird seine Ausgasung.

Mit den von Philae gesammelten Daten wollen die Experten jetzt unter anderem die Zusammensetzung des Kometenkerns sowie die Bodenbeschaffenheit und Temperatur analysieren. Am Freitag wurde ein Thermometer des Instruments Mupus rund 35 Zentimeter tief in den Kometen gerammt, um die Festigkeit des Bodens zu testen und Informationen über seine Wärme zu bekommen.

Wissenschaftler hoffen bei der Analyse der Daten auf Hinweise über die Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren. Erwartet werden Indizien dafür, wie Leben möglich wurde, etwa durch den Nachweis von organischen Molekülen.


eye home zur Startseite
Das Original 21. Nov 2014

"moleküle messen" und "riechen" ist aber das gleiche. dass der rezeptor "homo sapiens...

Kakiss 18. Nov 2014

Dabei ging es um die Lehre Kopernikus dass die Sonne das Zentrum ist, nicht die Erde (das...

Moe479 17. Nov 2014

das war 1977, bzw. sogar die fortsetzung des alten mariner-programms aus den 60ern, und...

Trollinger 17. Nov 2014

Eine Kometen- und eine Planetenmission kann man schlecht vergleichen. So ist z.B. 67P...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) (JavaEE)
    XClinical GmbH, München
  2. ITK-Administrator/in
    Stadt Soltau, Soltau
  3. Applikationsingenieur/in ESP - Systemerprobung im Fahrversuch
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Software Development Engineer C++ (m/w) Low Frequency Solver Technology
    CST - Computer Simulation Technology AG, Darmstadt

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NEU: ASUS GeForce GTX 1080 bei Amazon bestellbar
    756,73€ (UVP 789€)
  2. NUR FÜR KURZE ZEIT: BenQ RL2455HM
    154,85€ inkl.Versand (solange der Vorrat reicht)
  3. VORBESTELLBAR: ASUS GeForce GTX 1080 Founders Edition
    789,00€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Sprachassistent

    Voßhoff will nicht mit Siri sprechen

  2. Sailfish OS

    Jolla bringt exklusives Smartphone nur für Entwickler

  3. Projektkommunikation

    Tausende Github-Nutzer haben Kontaktprobleme

  4. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  5. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  6. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  7. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  8. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  9. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht

  10. Elektromobilität

    Portalbus soll Staus überfahren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Cloudready im Test: Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
Cloudready im Test
Ein altes Gerät günstig zum Chromebook machen
  1. Chrome OS Android-Apps kommen auf Chromebooks
  2. Acer-Portfolio 2016 Vom 200-Hz-Curved-Display bis zum 15-Watt-passiv-Detachable

Doom im Technik-Test: Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
Doom im Technik-Test
Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  1. Blackroom John Romero und das Shooter-Holodeck
  2. Doom Hölle für alle
  3. Doom Bericht aus der Bunnyhopping-Hölle

Oxford Nanopore: Das Internet der lebenden Dinge
Oxford Nanopore
Das Internet der lebenden Dinge
  1. Medizin Tricorderartiger Sensor erfasst Vitaldaten
  2. Wie Glas Forscher machen Holz transparent
  3. Smartwatch Skintrack macht den Arm zum Touchpad

  1. Re: Datenbank für Spracherkennung lokal...

    desmaddin | 18:25

  2. Re: Traurig sowas.

    DerDy | 18:23

  3. Re: Wer nicht will der hat schon...

    Yeeeeeeeeha | 18:22

  4. Re: Grafikleistung

    Spiritogre | 18:22

  5. Re: Zu alte Hardware?

    MasterBlupperer | 18:22


  1. 17:50

  2. 17:01

  3. 14:53

  4. 13:39

  5. 12:47

  6. 12:30

  7. 12:04

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel