Abo
  • Services:
Anzeige
Roombot: Möbel kommen näher oder fahren aus dem Weg.
Roombot: Möbel kommen näher oder fahren aus dem Weg. (Bild: EPFL/Screenshot: Golem.de)

Roombots: Robotische Legosteine machen Möbel mobil

Wenn der Patient nicht zum Tisch kann, kommt der Tisch eben zum Patienten; wird kein Regal mehr gebraucht, wird es eben zum Stuhl: Die Roombots sollen Bewegung ins Mobiliar bringen.

Anzeige

In diesem Moment ein Tisch, im nächsten ein Stuhl, im übernächsten vielleicht ein Regal: Mit den Roombots wird das Umdekorieren der Wohnung einfach. Die Roombots sind robotische Bausteine, aus denen sich Möbel aufbauen lassen. Entwickelt wurden sie am Biorobotics Laboratory (Biorob) der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL).

Das Grundmodul ist ein Würfel, der diagonal geteilt ist. Die beiden Hälften können gegeneinander rotiert werden. An den sechs Seiten hat der Würfel Verbindungsstücke mit ausfahrbaren Krallen, mit denen er sich mit anderen Modulen verbindet. Ein Roombot besteht aus zwei solcher Würfel.

Aktive und passive Module

Zu diesen aktiven kommen noch die passiven Module. Diese haben nur ein Anschlussstück, damit sich die aktiven Module damit verbinden können. Die passiven Module sind beispielsweise flache Elemente, die als Sitzfläche, Tischplatte oder Verbindungsstücke zu anderen Möbelstücken dienen. An Verbindungsstücken am Boden kann sich das Möbel festkrallen, damit es nicht umfällt. Verbindungsstücke an der Wand dienen als Leiter, an denen die Roombots hochklettern können. Ein passives Modul kann aber auch eine Lampe sein.

Über die Verbindungen und die Rotationsfähigkeit können sie unterschiedliche Konfigurationen annehmen. Aus Roombots ließen sich verschiedene Möbel formen - Hocker, Stuhl oder Tisch, die Form und Funktion über den Tag ändern und sich zudem in der Wohnung bewegen könnten, beschreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Robotics and Autonomous Systems. Angesteuert werden die Roombots über Funk.

Der Tisch kommt näher

Letzteres sei vor allem für Menschen, die nicht gut zu Fuß seien, wichtig: Statt aufzustehen, um Medikamente oder etwas zu trinken von einem Tisch zu holen, lassen sie den Tisch einfach zu sich kommen. "Für Körperbehinderte könnte es sehr nützlich sein, Objekte näher zu sich kommen oder sich aus dem Weg bewegen zu lassen", erklärt Biorob-Leiter Auke Ijspeert.

Die Entwickler haben sich aber auch andere Anwendungen ausgedacht: Roombots, die eine flexible und anpassungsfähige Beleuchtung und Musikanlage bilden oder Blumentöpfe etwa, die um die Fassade eines Hauses wandern, damit sie vor jedem Fenster mal zu sehen sind. "Die Roombot-Elemente sind so beschaffen, dass sie sich unauffällig in einen Raum einfügen und das Leben der Bewohner vereinfachen und dabei aber eine gewisse Ästhetik bewahren", resümiert Ijspeert. "Wir sind offen für jede Möglichkeit."


eye home zur Startseite
bongj 26. Mai 2014

Vieleicht... vieleicht aber auch nicht - Wenns nach Ray Kurzweil geht und die...

ichbinsmalwieder 26. Mai 2014

Da war die Einrichtung bzw. die Wände auch teilweise recht flexibel ;-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GIGATRONIK München GmbH, München
  2. Neoperl GmbH, Müllheim
  3. T-Systems International GmbH, Berlin
  4. T-Systems International GmbH, Bonn, Frankfurt am Main, Leinfelden-Echterdingen, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,95€
  2. 44,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Ransomware

    Trojaner Fantom gaukelt kritisches Windows-Update vor

  2. Megaupload

    Gericht verhandelt über Dotcoms Auslieferung an die USA

  3. Observatory

    Mozilla bietet Sicherheitscheck für Websites

  4. Teilzeitarbeit

    Amazon probiert 30-Stunden-Woche aus

  5. Archos

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 150 Euro

  6. Sicherheit

    Operas Server wurden angegriffen

  7. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  8. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  9. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  10. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xfel: Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
Xfel
Riesenkamera nimmt Filme von Atomen auf
  1. US Air Force Modifikation der Ionosphäre soll Funk verbessern
  2. Teilchenbeschleuniger Mögliches neues Boson weist auf fünfte Fundamentalkraft hin
  3. Materialforschung Glas wechselt zwischen durchsichtig und schwarz

Deus Ex Mankind Divided im Test: Der Agent aus dem Hardwarelabor
Deus Ex Mankind Divided im Test
Der Agent aus dem Hardwarelabor
  1. Summit Ridge AMDs Zen-Chip ist so schnell wie Intels 1.000-Euro-Core-i7
  2. Doom Denuvo schützt offenbar nicht mehr
  3. Deus Ex angespielt Eine Steuerung für fast jeden Agenten

Avegant Glyph aufgesetzt: Echtes Kopfkino
Avegant Glyph aufgesetzt
Echtes Kopfkino

  1. Re: Wenn wir jetzt noch den Faktor "bei gleicher...

    opodeldox | 22:28

  2. Re: Ist doch billiger

    plutoniumsulfat | 22:19

  3. Re: Jetzt ist sie raus. Ich habe mehr erwartet.

    jo-1 | 22:17

  4. Re: Die werden ihn wohl ausliefern

    crazypsycho | 22:08

  5. BQ Aquaris X5 Plus (~290¤)

    ArcherV | 22:03


  1. 13:49

  2. 12:46

  3. 11:34

  4. 15:59

  5. 15:18

  6. 13:51

  7. 12:59

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel