Rollende Flugzeuge: Elektroantrieb für Passagiermaschinen
Electric Green Taxiing System (Bild: Safran)

Rollende Flugzeuge Elektroantrieb für Passagiermaschinen

Ein französisch-US-amerikanisches Joint Venture hat Elektromotoren für ein Flugzeug-Hauptfahrwerk entwickelt, mit dem die Passagiermaschine am Boden ohne Benutzung der Haupttriebwerke rollen kann - sogar rückwärts. Das soll Lärm verhindern und Kosten senken.

Anzeige

In einen Airbus A320 hat das Joint Venture Green Taxiing von Honeywell und der französischen Firma Safran einen Elektromotorantrieb eingebaut, mit dem das Mittelstreckenflugzeug am Boden bewegt wird. Das Electric Green Taxiing System (EGTS) soll für weniger Schadstoff- und Lärmemissionen sorgen.

Normalerweise werden dazu die Haupttriebwerke eingesetzt, die jedoch viel Treibstoff benötigen und laut sind. Mit den Elektromotoren, die am Hauptfahrwerk befestigt sind, kann das Flugzeug sogar aus eigener Kraft rückwärtsfahren. Der umgerüstete Airbus wurde auf der Paris Air Show 2013 in Le Bourget gezeigt.

Bislang mussten die Passagierflugzeuge für den sogenannten "Pushback" mit teuren Spezialfahrzeugen auf den Rollweg geschoben werden. Fehlen diese Flugzeugschlepper temporär, kommt es zu Verzögerungen. Das EGTS ist bei Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen besonders effektiv, weil sie mehrmals am Tag am Boden manövrieren müssen.

Die Elektromotoren am Hauptfahrwerk des Flugzeugs werden durch Strom versorgt, die das Hilfstriebwerk (APU für Auxiliary Power Unit) an Bord des Passagierflugzeugs erzeugt. Der Verzicht auf zusätzliche Akkus für den Betrieb des elektrischen Fahrwerks und der Rückgriff auf vorhandene Technik sollen die Integration kostengünstiger machen.

APUs sind Gasturbinen, die für die Erzeugung von Strom am Boden im Heck eingebaut werden. Die APU benötigt erheblich weniger Treibstoff als die Haupttriebwerke. Der Pilot steuert das elektrische Fahrwerk mit einem kleinen Schieberegler im Cockpit.

Im Demonstrationsmodell, einem umgebauten Airbus A320, wird eine Geschwindigkeit von rund 37 km/h in 90 Sekunden erreicht. Bei voller Beladung ist die Geschwindigkeit auf 33 km/h begrenzt. Kurz vor dem Start wird das System ausgeschaltet und die Haupttriebwerke gestartet.

Das EGTS wurde das erste Mal im April 2013 ausprobiert. Bislang wurden rund 160 km gefahren. Wann das System serienreif ist, teilten die beteiligten Firmen bislang nicht mit.


David64Bit 25. Jun 2013

Ich wette du hast nicht die Klappen gesehen, sondern die Spoiler die beim "Controls...

M.P. 25. Jun 2013

Der ist gut! Spätestens wenn das Bugrad die Landebahn berührt hat springt der/die Erste...

MrKnoedelmann 25. Jun 2013

https://www.projektmagazin.de/news/flugzeug-bugrad-mit-brennstoffzellen-antrieb...

David64Bit 24. Jun 2013

Das is absoluter Blödsinn. Alle Flugzeuge mit Schubumkehr müssen einen sogenannten...

Chatlog 24. Jun 2013

Ein A320 mit CFM's verbraucht etwas mehr als 450kg pro Tag fuer den Taxi...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informaticien ou géo-informaticien (m/w)
    La Direction Générale des Collectivités Territoriales (DGCT) über Centrum für internationale Migration und Entwicklung, Mauritanie
  2. Solution Architect (m/w)
    Kontron AG, Augsburg
  3. Applikationsentwickler (m/w) für die Designated Complaint Unit
    Siemens AG, Marburg
  4. Research Scientist (m/w) - Learning Systems
    Siemens AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Star Citizen

    52 Millionen US-Dollar für ein Jetpack

  2. Virtualisierung

    Parallels Desktop 10 macht Tempo

  3. Zertifikate

    Google will vor SHA-1 warnen

  4. Mitfahrdienst auf neuen Wegen

    Uber will eigenen Lieferservice aufbauen

  5. Test Ultimate Evil Edition

    Diablo 3 zum Dritten

  6. Kaspersky Antivirus

    Sicherheitssoftware mit Webcam-Sperre und Ransomware-Schutz

  7. Computerspiele

    Schlechtes Wetter macht gute Games

  8. Vernetzte Geräte

    Tausende Sicherheitslücken entdeckt

  9. Android

    Kommende LG-Geräte erhalten G3-Bedienung

  10. The Devil's Men

    Lebensgefahr im Steampunk-Adventure



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

Grey Goo angespielt: Echtzeit-Innovation mit grauer Tentakel-Schmiere
Grey Goo angespielt
Echtzeit-Innovation mit grauer Tentakel-Schmiere
  1. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  2. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3
  3. Dead Island 2 angespielt Nur ein kopfloser Zombie ist ein guter Zombie

Banana Pi im Test: Bananen sind keine Himbeeren
Banana Pi im Test
Bananen sind keine Himbeeren
  1. Eric Anholt Freier Grafiktreiber für Raspberry Pi von Broadcom
  2. Raspberry Pi Compute Module ist lieferbar
  3. PiUSV im Test Raspberry Pi per USV sauber herunterfahren

    •  / 
    Zum Artikel