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Firmengründer Peter Beck neben einer Electron-Rakete
Firmengründer Peter Beck neben einer Electron-Rakete (Bild: Rocketlab)

Moderne Technik in der ganzen Rakete

Die Rutherford-Triebwerke sind seit über einem halben Jahrhundert die ersten Raketentriebwerke, die auf eine vollständig neue Technik zum Pumpen von Treibstoff setzen und nicht nur auf eine Verbesserung alter Technik. Der Rest der Rakete steht dem in nichts nach. Die Brennkammer und andere Teile des Triebwerks werden mit Sintertechnik in einem 3D-Druckverfahren hergestellt und die Tanks werden aus Kohlefaser gebaut, um Gewicht zu sparen.

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Trotzdem ist die Electron im Vergleich zu größeren Raketen noch immer im Nachteil. Die Rutherford-Triebwerke entwickeln beim Start einen Schub von 15 Kilonewton (etwa 1,5 Tonnen). Mit einem Startgewicht von 10,5 Tonnen benötigt sie neun Rutherford-Triebwerke in der ersten Stufe. In der zweiten Stufe arbeitet nur ein Triebwerk, das durch eine größere Düse im Vakuum einen Schub von 22 Kilonewton hat. Sie entspricht damit dem Aufbau einer kleinen Falcon-9-Rakete. Das Ziel ist die Massenproduktion der Rakete, um die Kosten zu senken. Eine Landung zur Wiederverwendung ist nicht geplant.

Electron ist viel teurer als die Falcon 9

Als derzeit kleinste Rakete der Welt soll die Electron für 4,9 Millionen US-Dollar starten und über 200 Kilogramm schwere Satelliten in einfache, niedrige Orbits bringen können. Die Werte sind beachtlich für eine nur 10 Tonnen schwere Rakete. Vergleichbare Raketen wie die japanische Lambda S4 oder die amerikanische Vanguard hatten nur eine Nutzlast von 25 oder 9 Kilogramm.

Eine Falcon-9-Rakete kann zwar für den zwölffachen Preis die etwa 100fache Nutzlast starten, aber trotzdem ist die Electron mit Nutzlasten ausgebucht. Der Grund dafür liegt in den Orbits. Kleinere Satelliten und Cubesats werden oft zu Messungen der Erdoberfläche eingesetzt. In sonnensynchronen Orbits überfliegen Satelliten die gesamte Erdoberfläche in regelmäßigen Abständen bei gleichbleibendem Sonnenstand. Allerdings benötigt der Satellit mehr Energie, um so einen Orbit zu erreichen als eine einfache niedrige Umlaufbahn. Die meisten Raketen fliegen aber keine sonnensynchronen Orbits an, weil sie Nachrichtensatelliten in den geostationären Orbit transportieren.

Nicht mehr per Anhalter in den Orbit

Kleinsatelliten und Cubesats fliegen in den meisten Fällen nur als Sekundärnutzlast und müssen deshalb nach seltenen Mitfluggelegenheiten suchen. SpaceX wird eine der größten Mitfluggelegenheiten bieten, sobald die Falcon 9 wieder für Flüge freigegeben wird. Dann sollen mit einem Sherpa-Satellitenträger 87 Satelliten gemeinsam in einen Orbit gebracht werden. Die Electron soll diese Orbits hingegen regelmäßig anfliegen. Die Kunden sind dabei offensichtlich bereit, einen deutlich höheren Preis für einen kurzfristig planbaren Start zu bezahlen.

Eine Electron-Rakete ist jetzt schon für eine ganz besondere Mission im kommenden Jahr reserviert. Die Firma Moon Express will mit einer Electron eine Mondlandemission mit einem kleinen Teleskop starten lassen. Der Lander soll dabei weniger als 10 Kilogramm wiegen.

Rocketlab ist nicht die einzige Firma, die derzeit Raketen dieser Größenordnung entwickelt. Die kalifornische Firma Firefly gehört dazu, ist aber nach mehreren Änderungen in der Technik noch weit von einer funktionierenden Rakete entfernt, genauso wie wenigstens ein Dutzend andere Konkurrenten. Noch hat Rocketlab den Markt fast für sich allein.

 Rocketlab: Neuseeland genehmigt Start für erste elektrische Rakete

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Dennis_2k5 03. Okt 2016

Das Raketen und Flugzeuge rein elektrisch laufen, wird noch mind. 10 Jahre dauern! Denkt...

Vanger 28. Sep 2016

kleinste Rakete der Welt die regelmäßig kommerzielle Nutzlast ins Weltall befördert Dass...

cpt.dirk 24. Sep 2016

Ein paar Nuklearbatterien in Satelliten waren wohl auch dabei, wenn sie heute aus diesem...

smirg0l 23. Sep 2016

Viel besser: http://www.ronpatrickstuff.com/ ;)

ArcherV 23. Sep 2016

Verbraucht deine Dieselpumpe auch so die 10% vom deinem Gesamtverbrauch? Nein? Also Äpfel...



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