Roccat Power-Grid: PC-Gaming mit Smartphones verbessern
Roccat nutzt das iPhone als Erweiterung für PC-Spieler. (Bild: Roccat)

Roccat Power-Grid PC-Gaming mit Smartphones verbessern

Eine Roccat-App macht iPhones und andere Smartphones zum Statusdisplay und Eingabegerät für PC-Spieler. Den vollen Funktionsumfang gibt es mit einer Tastatur, die bei herausgenommenem Nummernblock als Docking-Station dient.

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Roccat-Chef René Korte will das Spielen mit dem PC verbessern. Statt auf Revolution setzt er auf Evolution dessen, was bereits existiert und vielen PC-Spielern vertraut und lieb ist - das Spielen mit Maus und Tastatur. Diesen Eingabegeräten will er nun ein oder mehrere Touchscreen-Displays zur Verfügung stellen, um darauf Statusinformationen zur Hardware, eingehende Nachrichten, auch aus sozialen Netzen, und zusätzliche Eingabe- und Steuerungsmöglichkeiten darzustellen.

Dazu entwickeln Korte und sein Team das Roccat Power-Grid, eine App für Smartphones und später auch Tablets. Den Anfang macht eine iOS-App für das iPhone. Apps für Android und für Windows Phone 7 sollen folgen. Auf der Cebit zeigt Roccat die iOS-Version, funktionsfähig, aber noch in einer frühen Entwicklungsphase - externe Betatester sollen erst in einigen Wochen hinzugezogen werden. Eine Bewerbung für den Betatest ist bereits möglich.

Immer informiert

Das Roccat Power-Grid bietet verschiedene Kontrollbildschirme ("Tabs"), zwischen denen per Icon-Leiste umgeschaltet werden kann. Der erste ist das Incoming Center, es zeigt, wer gerade bei Teamspeak spricht. Und es stellt eingehende Nachrichten etwa aus Teamspeak, Facebook und Skype dar - ohne dass dazu zum Desktop gewechselt werden muss. In einer späteren Version soll auch direkt mit der PC-Tastatur geantwortet werden können.

Der zweite Kontrollbildschirm zeigt Informationen zum PC ("System Stats"), etwa die Auslastung der CPU-Kerne, den Speicherverbrauch, den verbleibenden Platz auf Datenträgern und den Netzwerkverkehr. Der dritte Bildschirm ("Sound Control") dient dazu, schnell und bequem die Lautstärke des Tons für einzelne Anwendungen zu verändern. Das erspart es, den Windows-Mixer aufzurufen und das laufende Spiel beenden zu müssen. Zudem kann der Windows Media Player ferngesteuert werden, um etwa bei der Musikwiedergabe von einem Lied zum nächsten zu springen.

Grids selbst erstellen oder kaufen

Der vierte Bildschirm umfasst vorgefertigte oder selbst angelegte Raster ("Grids") mit Befehlen, Tastenfolgen, Elementen wie eine Uhr, einem Timer oder Schnellstarttasten für Anwendungen oder Webseiten. Roccat zeigt das auf der Cebit am Beispiel von einem Grid für das Rollenspiel The Elder Scrolls 5: Skyrim. Es bietet etwa Knöpfe zum Umschalten zwischen Waffen und Zaubersprüchen sowie zum Aufrufen des Inventars.

Spieler werden ihre am Windows-PC selbst erstellten Grids untereinander austauschen können. Ohne sich dafür irgendwo registrieren zu müssen, so Korte im Interview mit Golem.de. Roccat will die Power-Grid-App selbst kostenlos anbieten und mit kostenpflichtigen Grids für verschiedene Spiele verdienen. Pro vorgefertigtem Grid werden nach aktuellem Plan 99 Cent verlangt. Bis die Power-Grid-App jedoch erhältlich ist, muss noch bis zur Gamescom 2012 gewartet werden - dann soll zumindest die iPhone-Version erhältlich sein. Sie wird auch den iPod touch und das iPad unterstützen.

  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
  • Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)
Präsentation des Roccat Power-Grid (Bild: Roccat)

Hardware für das Power-Grid

Etwas später, aber noch vor Ende 2012, wird auch ein Roccat-eigenes Dock für das iPhone angeboten - das auch als USB-Hub dienende Apuri 2.0. Das Smartphone kann damit in verschiedenen Neigungswinkeln aufgestellt werden. Laut Korte am besten zwischen Tastatur und Maus, um den Touchscreen mit der Maushand bedienen zu können. In der Regel würden Spieler die Hand ungern von der Tastatur, genauer gesagt den WASD-Tasten, nehmen. Die Maus ist im Eifer des Gefechts schneller wieder im Griff des Spielers.

Roccat bereitet auch schon eine mechanische Tastatur vor, deren Nummernblock sich herausnehmen lässt und durch einen Dock-Einsatz für das iPhone oder ein Android-Smartphone ersetzen lässt. Das Besondere an der Tastatur ist, dass sie sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet und eingehende Anrufe per Tastendruck annehmen und auf das PC-Headset umleiten kann. Dabei werden mittels Roccat Talk laufende Chats auf Wunsch leiser geregelt oder ganz ausgeblendet, um sich besser auf das Telefonat konzentrieren zu können. Durch die Bluetooth-Verbindung wird es zudem möglich, die auf dem Smartphone dargestellten Nachrichten zu beantworten.

Bis die Dock-Tastatur aber unter dem Namen Roccat Phobo (Phone Board) erhältlich ist, müssen sich interessierte Spieler noch etwas gedulden und sich auf einen Preis von etwa 200 Euro einstellen; dafür verspricht Roccat gute Qualität und mehr Spielspaß. Die soll es auch mit einer ebenfalls geplanten günstigeren Tastatur geben, die eine Leiste aufweist, in die sich ein Smartphone quer oder aufrecht einklemmen lässt.


der kleine boss 10. Mär 2012

Kommt wahrscheinlich mit bata

JP 08. Mär 2012

Den zweiten Monitor nutze ich auch entsprechend, gibt dank Windows Gadgets entsprechend...

0xDEADC0DE 07. Mär 2012

Wer vorher nicht in der Lage ist den Mobilteil zu deaktivieren hat eh schon verloren... ;)

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